Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Stay
Stay oder: Nothing is what it seems Müsste ich das neueste Werk unseres "nicht wirklich aber beinahe Schweizers in Hollywood" in zwei Worten zusammenfassen, kämen Begriffe wie "Mindfuck" und Hochwasserhosen in den Sinn. Zum Glück, oder Unglück, stehen mir doch etwas mehr Worte zur Verfügung. Doch eigentlich möchte ich nicht viele Worte über Stay verlieren. Der Film spricht für sich selbst. Das mag zwar ausgeleiert klingen, trifft in diesem Falle jedoch zu. In dieser irren und wirren Geschichte wimmelt es von Symbolik, Rätseln und visuellen Spielereien, die unendlichen Raum für ganz individuelle Interpretationen offen lässt. Zugegeben: Das Spiel mit Realität, vorgegaukelter Scheinwelt, Illusionen und verworrenen Gedankengängen, welches Stay zeigt, ist beim Teutates nichts Neues. Die Verpackung jedoch stimmt, was einen grossen Anteil des Reizes von Filmen dieser Art ausmacht. David Finchers Fight Club, Richard Kellys Donnie Darko und wie sie nicht alle heissen: Sie hielten den Zuschauer sowohl mit einer vertrakten Geschichte, als auch mit extremen filmischen Stilmitteln bei der Stange. Auch arbeiteten sie alle gnadenlos auf das grosse Überraschungsende hin. Obwohl Stay den genannten Beispielen nie das Wasser reichen kann, entscheidet auch hier das Ende über die persönliche Einstellung des Zuschauers dem Film gegenüber. Mehr oder minder vorhersehbar, logisch, verständlich oder total an den Haaren herbeigezogen wirft der Filmschluss all das bisher gesehene und geglaubte über den Haufen und ist, je nach Individuum, frustrierend, erlösend, langweilig oder hirnrissig. Doch die Erwartung, am Ende alle Punkte des Bildes zu einem kompletten Gemälde zusammen zu kommen sehen, wird von Forster nicht, oder nur teilweise erfüllt. Ob dies nun positiv oder negativ auf den Gesamteindruck des Filmes auswirkt, kann ich nicht sagen. Wie man merkt, ist es schwer über Stay zu reden, ohne zu viel zu verraten. Über die Schauspieler jedoch kann man ohne Probleme schreiben. Über Hochwasserhosen auch. Sam Foster (Ewan McGregor) trägt welche und sieht darin unheimlich doof aus. Doch auch dieser modische Griff in die Kloschüssel hat eine Begründung, die bereits in diversen Internetforen von Filmfreaks debattiert wird. Ewan macht seine Sache gut und auch Newcomer Ryan Goslin (The Notebook) nimmt man den verwirrten, suizidgefährdeten Kunststudenten ab. Die manchmal zu Unrecht als Nicole Kidman für Arme bezeichnete Naomi Watts bringt etwas Herz in die sonst eher sterile und kalte Angelegenheit und der alternde Bob Hoskins beweist, dass er auch ohne Jessica Rabbit schauspielern kann. Die Kritiker in den USA taten sich schwer mit Stay: Sie bezeichneten ihn als weder Wurst noch Brot sondern am ehesten als Chabis oder gar einen absoluten Käse. Diese Meinung kann ich nicht teilen. Obwohl das Machwerk klischeeschwanger und teils etwas emotionslos daherkommt, unterhält es durch eine starke Besetzung und eine einfallsreich verschnörkelte Inszenierung. Vor allem aber wird er die Zuschauer noch lange nach dem Kinobesuch zu Diskussionen anregen und ein Jeder wird behaupten, seine Interpretation sei die einzig richtige. Und solche Filme mögen wir doch alle. |
Donnerstag, 16. Februar 2006
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War vorhin gerade im Kino und dieser Film ist der beste Film, den es gibt. Ich habe schon seit letztes Jahr auf diesen Film gewartet und hatte auch grosse Erwartungen an den Film. Ich muss sagen, dass meine Erwartungen sogar übertroffen wurden. Die Story scheint am Ende Konfus und wirr, aber das macht den Film so besonders, denn es wird nicht gesagt was Sache ist, sondern, man muss es selber herausfinden. Und wenn man dann die Lösung hat, ist alles völlig logisch und zeigt, dass der Film ziemlich viel Tiefgang und Philosophisches besitzt. Dieser Film ist ein Meisterwerk. Story ist einfach klasse, die Bilder und Übergänge, die besten, die man je gesehen hat und der Film ist inspirierend. Die Bilder sind einfach fantastisch und schön und die Schauspieler liefern allesamt(vorallem Ryan Gosling) grandiose Arbeit ab. Wer diesen Film nicht gesehen hat, hat etwas verpasst. |
Zitat fearing is believing (2006-03-17 23:54:45)
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Zitat th (2006-03-18 00:00:51)
Ja klar gibt es mehrere beste Filme. Aber ich meinte es eher in den verschiedenen Genres. Also ist "Stay" für mich der beste Film im Film-Genre "Psycho-Thriller"... |
visuell brilliant, inhaltlich je nachdem wie man die geschichte versteht. und ich will hier nicht behaupten, dass ich alles verstanden habe. macht nix! jeder kann sich seine eigene geschichte zusammenbröseln. ähnlich einem david lynch-film. |
Zitat fearing is believing (2006-03-17 23:54:45)
Also, ich hab' mir den Film ein zweites Mal angesehen, was bei mir zuvor erst bei Vanilla Sky der Fall war. Habe mir auch meine vielen Ideen und Gedanken zu einem Ganzen zusammenwürfeln wollen, aber ich kam auf keine vernünftigen Weg. Du schreibst so légér, du hättest eine Lösung gefunden und es sei dann auch alles logisch...?!? Der Film ist ein Meisterwerk und Ryan Gosling hätte für seine unglaubliche Leinwandpräsenz ganz klar eine Trophäe verdient! |
Zitat sutherkiefer (2006-04-02 23:10:21)
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natürlich ist die geschichte einiges komplizierter und vieles ineinander verwoben, aber schlussendlich passt der obige lösungsvorschlag praktisch durchgehend... |
Das Prinzip der Geschichte, das th anspricht, wurde (zum ersten Mal?) in "An Occurrence at Owl Creek Brigde" von Ambrose Bierce angewendet. Forster wurde im OutNow.CH-Interview darauf angesprochen. Der Wikipedia-Artikel dazu: Die Kurzgeschichte komplett bei Wikisource: |
Stay - away from the Light! Stay ging doch in eine andere Richtung als ich erwartet hatte. Während ich eher ein Mysterythriller erwartete, der auch einige Schockmomente enthält, präsentiert sich Stay durch den ganzen Film eher gemächlich und harmlos. Was jedoch in der Präsentation harmlos war, kam jedoch knüppelhart in der Story. Obwohl man am ende knapp eine Auflösung erahnen kann, begleiteten doch einige "Hä"s die ganze Laufzeit, da vor allem gegen Ende der Storyverlauf immer wirrer wird. Negatives fand ich eigentlich nur bei Ryan Gosling, der mich mit seinem Schauspiel gar nicht überzeugte, Ewan McGregor und Naomi Watts hingegen trugen den Film solide, obwohl man McGregor den Psychiater irgendwie nicht ganz abnahm. Fazit: Stay gehört zu den Filmen, denen man nach Spielende lange nachstudieren muss, bevor man den Ablauf einigermassen zusammen hat. Dank der guten Umsetzung und überzeugenden Schauspieler vermag er trotz der immer stärker wachsenden Verwirrung doch noch zu packen. Sicher kein Streifen für ein Kinoabend unter Kollegen, dafür für einmal etwas Anspruchsvolles ganz gut geeignet. 4.5 |
Für mich nachvollziehbar, dass der Film bei allen Preisverleihungen leer ausgegangen ist. Die Kamera, die Übergange und die Atmosphäre fand ich genial. Super Regiearbeit. |
Monster's Ball - sehr gut Aber Stay ist mein absoluter Favorit von Marc Forsters Filmen, grandios; ich liebe diesen Film! Bin gespannt ob sich Herr Forster wieder mal auf dieses Terrain begibt mit einem Film, zu hoffen wärs. |
definitv kein film fuer einen gemuetlichen abend, hirnzermarternd und langweilig..oder ich bin zu dumm dafuer. |
Ich schliesse mich der Meinungen von vielen hier an. Der Film ist super! Ich liebe es, wenn man einfach nicht aufhörn kann über einen Film nachzudenken... Filme, über die man am Schluss diskutieren und philosophieren kann sind meine liebsten.... Auch ich liebe diesen Film. |
die interpretation von th wirds wohl sein, Spoiler zum Lesen Text markieren
ich hatte mich aber auf ein etwas ausgeklügelteres ende gefreut |

