Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays

Beitrag Bewitched

» Zum letzten Beitrag springen

Bewitched oder: *kräuselkräusel*


1964 - 1972 lief im amerikanischen TV eine Serie über eine richtige Hexe, die mit magischen Tricks ihr Eheleben und das ganze drumherum verwirrte und für viel Gelächter sorgte. Elizabeth Montgomery hiess der Star der Show und die Quoten dieser magischen Lachnummer waren mehr als nur gut. Kein Wunder, dass sich Hollywood, in der Zeit der hohlen Köpfe und fehlenden Ideen, dazu entschloss, ein Remake zu realisieren. Allerdings blieb Bewitched an Amerikas Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen zurück und spielte auch erst durch die weltweite Vermarktung seine Produktionskosten wieder ein.

Das Problem bei solchen Neuverfilmungen ist bekannt. Kennt man die Serie nicht, schafft es kaum ein Film, wirklich interessant zu werden. Ist das Original bekannt, fängt man an die Fehler des Remakes zu suchen und bringt es somit um Chancen auf Akzeptanz. Das ist hier nicht anders, denn Bewitched ist erstaunlich schwach, langweilig und uninteressant. Da helfen auch die magischen Trickli und das niedliche Näseln der Hauptdarstellerin nichts. Inhaltlich leer präsentiert sich die Geschichte und sogar den Vorwurf, dass ich, als Mann, solche Filme eh nicht richtig verstehe, können nicht geltend gemacht werden. Denn sowohl männliche als auch weibliche Mitgucker oder Kenner des Films, haben das ganze als "Blödsinn" oder "vergeudete Zeit" abgetan.

Nicole Kidman mag eine ganz gute, wenn nicht sogar tolle Schauspielerin sein. Das hat sie mehr als einmal bewiesen. In Bewitched ist sie extrem fehlbesetzt und dementsprechend unterfordert. Die nötige Chemie mit ihrem Filmpartner Will Ferrell ist inexistent und auch wenn sie schon Komödien gedreht hat, in diesen Film hier passt sie nicht. Passen würde eher ihr Co-Partner, doch der hampelt wiedermal heftig drauflos, so dass er schon nach kürzester Zeit die Nerven der Zuschauer (über-)strapaziert. Es bleibt beim Versuch, lustig zu sein. Denn wenn dieser Film eins nicht ist, dann ist es lustig.

Sympathiepunkte kann Bewitched doch noch einfahren. Nämlich mit Michael Caine und Shirley MacLaine. Die Altstars haben die besten Szenen des Films und es wäre sicherlich interessanter geworden, hätte man diese Zwei als Hauptdarsteller gecastet. Der kurze Auftritt der 40 year old Virgin ist extrem nervös und leider auch nicht halb so komisch, wie der angetönte Film.

Fazit: Bewitched ist ganz schwaches Hollywood-Kino vom Laufband. Schwache Effekte, lahme Gags und Hauptdarsteller, die keinerlei Chemie versprühen. Im Gegensatz zur Originalserie stinkt der Film gewaltig ab und vermag es leider nicht, den Zuschauer in eine unterhaltende Geschichte zu ziehen.

Die vorliegende Doppel-DVD hat glücklicherweise ein paar interessante Extras zu bieten. Auf Disc 1 haben wir die üblichen Verdächtigen, wie die Deleted Scenes oder den Audiokommentar. Dazu den immer wieder gerne gesehenen Trivia Track, der während des Films immer wieder kleine Sachen und Informationen einstreut, dass man schlussendlich wirklich über alles Bescheid weiss. Ein Spielchen hats auch noch dabei, dass man aber ohne das Kennen der alten Serie kaum besteht. Die sogenannten Featurettes sind bei Bewitched ein Making-of, kleine Porträits der Stars und deren Rollen und die Antworten auf die Frage, warum man die alte Serie einfach lieben muss. Verschiedenen Trailers beschliessen das Angebot der ersten Disc, wobei auf der zweiten Scheibe drei Episoden aus der oben angesprochenen, alten Serie zu beäugen sind. Tja, was hat man früher nicht lachen können, wenn solche Szenen über den Bildschirm liefen. Zum schmunzeln sind sie heute aber immer noch.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 1 Sterne

Gähn.Weiss gar nicht warum so eine talentierte und hoch angesehene Schauspielerin sich auf so einen Schwachsinn einlässt...

fearing is believing's Wertung: 1.0 Sterne


Beiträge suchen

Aktive Beiträge