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Prime oder: Meine Braut, Ihre Psychologin und Ich


Ernsthafte Frage: Warum findet man eigentlich in jeder Liebeskomödie einen stereotypischen Schwulen, einen schwarzen Portier und einen infantilen Nerd mit Wuschelhaar und Hornbrille? Antworten nehme ich gerne per Mail entgegen. Inzwischen möchte ich loswerden, dass Prime trotz diesen Klischees und einem saudämlichen Titel zu den besseren Vertreten seines Genres gehört. Zu verdanken haben wir das in erster Linie dem Darstellernsemble. Uma Thurman und Meryl Streep meistern ihre Rollen mit einer perfekten Balance wischen Humor und Dramatik, während Grünschnabel Bryan Greenberg wohl bei jüngeren Zuschauerinnen für Hitzewallungen sorgen dürfte und meinen Altersgenossen Dave mit viel Charme und Authentizität mimt.

Die Theaterstadl-mässige Geschichte, die nun wirklich ziemlich stumpfsinnig daherkommt, dient lediglich als Mittel zum Zweck. Der Zweck, so habe ich es zumindest verstanden, ist einmal mehr die Wirren und Warren der Liebe in all ihren Facetten in einem unterhaltsamen Gebräu anzurühren. Regiseur und Autor Ben Younger (Boiler Room) ist nicht nur dies gelungen, sondern sein Drehbuch enthält ein paar wirklich witzige und gepfefferte Dialogszene und Gefühl, dass ungezwungen und ohne Kitsch daherkommt.

Klar gibt es Abzüge fü einige unglaubwürdige Momente, langgezogene Szenen und einige magere Gags doch alles in Allem lohnt sich das Filmchen schon alleine um zwei der besten Schauspielerinnen Hollywoods zu bestaunen und sich von einer zwar einfachen, aber liebevoll erzählten Geschichte mitreissen zu lassen. Doch was zum Geier sollte der Schwule, der schwarze Portier und der Nerd mit Hornbrille?

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ma's Wertung: 4 Sterne

Prime ist eine Liebeskomödie, wie ich sie mag. Mit ulkig-peinlichen Momenten, die aufgrund Fettnäpfchentretens und naiv-süssen Liebeleien einem ein *sigh* Lächeln ins Gesicht zaubert. Meryl Streep aka Psychologin & Mutter des Liebhabers ihrer Patientin, mit ihrem Fetisch für alle Arten von Halsketten (Hauptsache "wuchtig") spielt sensationell gut. Und auch die zwei Turteltauben, die sich auf eine etwas kindlich neugierige Art kennenlernen, überzeugen in ihrer Leinwandpräsenz voll und ganz. Und wirklich: der schwarze Portier ist einfach nur "weird". Der Torten-Typ ist zwar fies, aber dadurch auch sehr originell (zumindest für die Nicht-Opfer).

Ein von mir empfohlener Film! Hat mir wirklich gut gefallen!

nd's Wertung: 4.0 Sterne

War gestern nach langem Zögern drin und war am Schluss einfach von den Socken.

Voraussetzungen waren jedoch denkbar schlecht:
Streep und Thurman mochte ich noch nie sonderlich, ich hatte keine Lust auf eine Liebeskomödie aus der Retorte und als Krönung hatte noch meine Freundin den Film ausgesucht, was selten was gutes bedeuten :D

Ich spoilere schwach und gehe auf die Charaktere ein. Wer sich also den Film noch unbefangen ansehen möchte, sollte nicht weiter lesen.

Die Charaktere haben mich von Anfang an begeistert. David als den naiven und erfolglosen Jungspund, Rafi als seine attraktive aber schusselige Thirtysomethingflamme, Morris als den obligatorischen Sidekick von David, Bubbie als die Frau mit der Pfanne (:D der Witz des Jahres, man was hab ich gelacht, mir gefiel vor allem der rückwirkende Lacher bezüglich ihren Tod ^^ ), Lisa als die widersprüchliche und bedauernswerte Therapeutin und Mutter von David (ich sag nur Sexleben ihres Sohnes ^^ ), die homosexuelle Clique von Rafi als Sidekickpendant zu Morris und der strenge und wortkarge Portier mit Hang zu versöhnlichen Happyends.

Diese Konstellation aus sehr interessanten, zwar überzeichneten dafür umso liebenswürdigen Charakteren machten den Film für mich zu einem Hochgenuss. Dazu kam noch dass ich mich halbwegs in die Probleme der beiden Protagonisten einfühlen konnte, denn oft spielt das Alter trotz Liebe leider eine wichtigere Rolle als man es zulassen und auch sich selber eingestehen möchte.

Die konstruierte Geschichte ist Mittel zum Zweck. Man kann den Film daran aufhängen, aber im Grunde dient die Story lediglich als Stichwortgeber für die Charaktere damit diese so richtig ihr Leid, Glück und Problemchen ausleben können.

Die schauspielerischen Leistungen sind solide bis gut. Thurman spielt ihre Standartrolle, Streep darf wieder einmal lustig sein (und gefiel mir dabei sehr gut) und der Greenberg hatte imho einen guten Filmeinstand geliefert.

Der Film enthält Klischees, keine Frage. Aber diese fallen nicht unbewusst vom Himmel, sondern werden teils als Brennstoff für die Jokes verwendet. Für mich als Mittzwanziger waren zumindest die Witze zu lasten von David einfach herrlich, denn man konnte sich wirklich damit identifizieren. :D

Und zur finalen Lösung kann ich nur sagen, perfekt!
Es ist kein klassisches Happyend, aber es ist ein ausgezeichnetes Ende.
Natürlich können solche Beziehungen funktionieren, aber ich denke im Fall von Rafi und David sind die persönlichen Lebensvorstellungen zu verschieden. Rafi als erfolgreiche und etablierte Karrierefrau die sich nach einen Kind sehnt und David als gerade erst dem Elternhaus entwischtes Kücken das nun endlich seinen Platz in der (Künstler-)Welt gefunden hat. In meinen Augen ist der Schluss schon fast zu realistisch. Viele Filme wollen einem weismachen dass Liebe dass Allheilmittel ist, aber fällt die Realität ernüchternder aus und genau diese Situation finden wir in Prime.
Das Ende symbolisiert dass beide ihre Balance gefunden haben. David steht auf eigenen Beinen und wird neue Lebenserfahrungen sammeln (Reise ins Ausland). Rafi dagegen (auch wenn es im Film nicht ganz ersichtlich war) hat vermutlich eine neue Liebe gefunden die "besser" zu ihrem Lebensabschnitt passt.

Ich hätte mich aber durchaus auch über ein klassisches Happyend freuen können.

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Als Rafi und David am Schluss zusammen im Bett liegen und über ein gemeinsames Kind sprechen hatte ich schon aufgrund des langsamen Fadeouts die Vermutung dass nun der Film zu Ende sei, und hätte dabei ein gutes Gefühl gehabt. Dieses Ende wäre zwar etwas naiv, aber in einer Komödie wie dieser nicht unangebracht.

Von mir bekommt der Film 5/6 Pfannenschläge

goodspeed's Wertung: 5.0 Sterne

Ohne Streep und Thurman als Zugmaschine dieser Komödie würde ich diese wohl nur schlecht finden. Dadurch oder gerade deswegen hat sie sich auf Mittelmass gerettet. Aber auch hier hätte ich mehr erwartet, die Situation Streep als Mutter und Thurmann als Freundin des Sohnes ist von kurzer Dauer, geht es doch mehr um die Beziehung zwischen über 30igern zu knapp über 20igern. Dabei kann die Streep viel komischer sein als in dieser etwas zurückgehaltener Rolle. Im allgemeinen gab es nicht grad viel zu lachen obwohl ja jeder ab anderen Dingen schmunzelt. Die Flashbacks mit der Babi und der Pfanne waren die einzigen Momente, die mich amüsierten, ansonsten war der Humor etwas zurückgestutzt und die Beziehungsproblematik mir etwas zusehr im Vordergrund.
Das ganze "ich mach dir jetzt ein kind"-Ding am Schluss fand ich echt nervend und am falschen Ort. Da hat sich wenigstens das finale wieder ordentlich ins zeug gelegt und ein würdiger Abschluss dieser Debatte über den Altersunterschied in einer Beziehung gefunden.
Einfach nur nett.

lafrecciablu's Wertung: 3.0 Sterne

Hat mir überaus gut gefallen und er hätte von mir eigentlich fast 5 Sterne bekommen, aber das Religions-Thema ist mir einfach zu penetrant.

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Als Streep meint Religion ist das wichtigste im Leben, da hätte ich am liebsten die Einbledung mit Bubi und der Pfanne gesehen!

Bubi mit der Pfanne ist einfach einer der coolsten Nebenrollen überhaupt ;)

Doch was zum Geier der Schwule, der schwarze Portier und der Nerd mit Hornbrille sollte...kann ich Dir ma auch nicht beantworten.

cinefan2001's Wertung: 4.0 Sterne

Leider hat mich Prime nur mittelmässig unterhalten. Die Szenen mit Meryl Streep als Psychoanalytikerin gehören sicherlich zu den Besten des Filmes; leider hat man vieles davon schon im Trailer gesehen.
Überzeugend - und/weil unglaublich erotisch - war auch Uma Thurman. Ansonsten sind die Charaktere leider nur mittelmässig gespielt.
Die Geschichte gibt für mich auch zuwenig her, als dass sie über die gesamte Spieldauer unterhalten würde.
Filmtechnisch frage ich mich, wieso es immer noch möglich ist, dass während der ersten Filmhälfte dauernd irgendwo ein Mikrofon ins Bild hängt; ärgerlich sowas. Auch Schnitt und Kameraeinstellungen waren für meinen Begriff schlecht bis miserabel.

thatssno's Wertung: 3.0 Sterne

Also ich will ja nicht sagen das es ein grotter schlechter Film war, aber eines war er sicher: Nicht unterhaltsam. Laaaaaaangweilig. Da gibt es 1000 bessere Beispiele für eine Liebeskömödie. Das Ende sieht man schon nach 10 Minuten voraus.

clark_kent's Wertung: 2.0 Sterne


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