Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Fun with Dick and Jane
Fun with Dick and Jane oder: alternative Erwerbsmethoden Wer Fun with Dick and Jane ernst nimmt, ist selber schuld. Der Streifen macht nämlich bereits im Trailer klar, dass er einfach nur Spass machen will und sich dabei ganz sicher nicht auf Dinge wie beispielsweise eine logische und lückenlos abgeschlossene Story konzentrieren wird. Als Zuschauer kann man es sich deshalb gleich von Anfang schenken, zu hinterfragen, wo die zwei extrem tolpatschigen Hauptfiguren in so kurzer Zeit ihre beachtlichen kriminellen Fähigkeiten her haben, oder wohin die Anklage gegen Dick plötzlich entschwunden ist. Solche Ungereimtheiten stören zwar ein bisschen, sind insgesamt für den Film aber ziemlich unwichtig - bei Dick & Jane geht es um den Spass und sonst nix. Dabei versteht es sich: Spass ist Geschmacksache und universell kaum beurteilbar. Der Klamauk-Streifen von Regisseur Dean Parisot (Galaxy Quest) macht deshalb praktischerweise bereits im Trailer klar: Wer tiefsinnigen oder feinen Humor sucht, ist bei Dick & Jane an der falschen Adresse. Der Film bietet vielmehr turbulenten Slapstick und haarsträubende Missverständnisse, zwei unheimlich schusselige aber sympathische Hauptfiguren und witzige, wenn auch manchmal etwas gesuchte Situationskomik. Findet man sich mit dieser oberflächlichen Art von Spass ab und übersieht man einige schwächere Sequenzen (Stichwort Gesangseinlage von Jim Carrey im Fahrstuhl... autsch!), so sind die Aussichten auf kurzweilige Unterhaltung gut. Szenenweise sogar sehr gut. Erfreulich ist dabei, dass der zeitweise hyperaktive Jim Carrey (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) mit Téa Leoni (Deep Impact) eine Filmpartnerin an seiner Seite hat, die ihm bei seinem nervösen Herumgeturne problemlos das Wasser reichen kann. Das Bad Girl, in Spanglish manchmal gerdezu nervtötend hysterisch, passt als Jane wunderbar zu ihrem chaotischen Tarzan Dick und verhindert erfolgreich eine Einmann-Show Carreys. Alec Baldwin (The Cooler) - recht dominant in seiner Nebenrolle - erinnert als Jack McCallister zudem an einen Mafia-Boss; für seine Rolle als abgefeimter Grand Entrepreneur vielleicht gar nicht mal so unpassend... Fun with Dick and Jane ist weder die originellste noch die tiefsinnigste aller Komödien und leidet zudem unter einigen erzählerischen Flauten und Inkonsequenzen. Wer Jim Carreys Grimassengesicht per se nicht ausstehen kann, soll den Film zudem gleich von seiner Kinoliste streichen. Von diesen Einschränkungen abgesehen, bietet das Remake des Ted Kotcheff-Films von 1977 aber durchaus lustige Unterhaltung, die zudem erfreulicherweise ohne Pipi-Kaka Witze und ähnlichen Fäkalhumor auskommt. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 32 Beiträge geschrieben.
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Was les ich den den hier über einen der schlechtesten Filme des Jahres? Schon mal von Enron und Worldcom und Arthur Andersen gehört? Fun with Dick and Jane will die erste Enron-Komödie sein, ein satirischer Blick auf die gierigen Manager in Corporate America. All die Karrieristen, Ja-Sager, Börsenschaukler, die so böse auf die Nase fielen zu Beginn dieses Jahrzehnts. Zu der Zeit also, in der die Handlung konsequenterweise auch spielt. Man beachte die "Gore/Lieberman"-Plakate an jeder Ecke in diesem Film. An sich eine interessante Ausgangslage. Regisseur Dean Parisot könnte auch Satire machen. Siehe seine Galaxy Quest Trekkie-Sause. Aber was sollte das hier werden? Wo sind die Witze? Was will uns dieser Stinker von Film über den grössten US-Bankrott aller Zeiten sagen? Im wesentlichen, dass da viele Leute, all ihre Ersparnisse verloren haben, während die Hauptverantwortlichen ihre Pfründe retteten. Das wär's dann auch schon gewesen? "Shit happens!" sagten sich wohl die Verantwortungsträger bei Enron damals und das ist so ziemlich dasselbe was dieser Film auch all den Tausenden von Entlassenen von damals sagt. Dick und Jane sind in keinster Weise sympathisch. Geldsorgen fangen bei ihnen schon an, wenn sie keinen BMW mehr fahren können. Sie sind so doof, dass man nie glaubt, dass sie es je zu der Karriere geschafft haben, wie es uns der Film vorgaukelt. Ihr Sohn spricht bestens Spanisch, weil ihn eigentlich die Nanny gross gezogen hat. Das Pärchen merkt das erst nach acht Jahren und dass wird dann gleich einer der sehr seichten Witze diese Films. Ist man ein bisschen wohlgesinnt, könnte man den Joke noch als einen Nebeneffekt des Zeit raubenden Karrieredenkens sehen, dessen Verballhornung die ursprüngliche Idee des Films war. Aber das hat dieses Machwerk echt nicht verdient. Denn bevor es unsere gescheiterten Mittelklasse-Amis Dick und Jane auf die kriminelle Laufbahn verschlägt, wird zuerst auf die Mitbürger gepisst, die noch ärmer dran sind: Wal-Mart Hungerlohn-Empfänger, mexikanische Immigranten und Menschen, die so verzweifelt sind, dass sie sich als Probanden für Kosmetikexperimente der Pharma-Industrie melden. Ich verstehe halbwegs, wenn man über elektrisierte Hündchen und Männer in Frauenkleidern oder mit angeklebten Bärten lachen kann, aber Witze über Underdogs sind im thematischen Umfeld dieses Films nur noch zynisch. Der Film ist einfach nicht clever genug für gute Satire. Slapstick rettet auf Dauer auch nicht. Die Raubüberfälle, die der Trailer als den Hauptstrang des Plots ankündigt, sind ziemlich kurz geraten. Im fertigen Film ist es nur noch ein Over-the-Top-Montage von Szenen mit Carrey und Leoni in den absurdesten Verkleidungen, oder von UV-Lampen (!) beleuchtet. (Ein sehr seltsamer Effekt und vielleicht das einzig Neue in Film. Doch hatten das nicht schon Nomad in einem Musikvideo aus dem Jahre 1991?) Das letzte Drittel, ich nenn's Mal die "Heimzahlung", ist ein überkomplizierter Heist, den man erstens nie richtig versteht und der zweitens nicht einmal mehr versucht witzig zu sein. Ich hab nichts gegen einen überdrehten Jim Carrey. Wenn er in eine ordentliche Story gepackt sein Gummigesicht knetet, kann man grossen Spass haben. In Liar Liar zum Beispiel sind seine Improvisationen sehr gelungen. Fun with Dick and Jane hatte ich erst, als ich im Abspann las, dass unter den fünf Assistenten für Jim Carrey neben seinem "Transportation Assistant" auch noch eine Masseuse erwähnt wurde. Soviel zum Thema "Corporate Excess". Derselbe Film kostete vor dreissig Jahren nur ein Drittel der 100 Millionen von heute. |
Zitat rm (2005-12-28 10:19:22)
Ja, moll doch... Zitat rm (2005-12-28 10:19:22)
Keineswegs. Zitat rm (2005-12-28 10:19:22)
Wirklich? Ich habe das als ziemlich ironischen Seitenhieb verstanden. Und nicht als echtes Dankeschön. Aber vielleicht habe ich da auch zuviel rein interpretiert. Zitat rm (2005-12-28 10:19:22)
Und auch hier offenbar eine Frage der Auffassung: M.E. wird eben gar nicht über die "Underdogs" hergezogen, die sich mit den denkbar idiotischsten Jobs* abgeben müssen, um ihr Überleben zu garantieren. Die einzigen, die sich dabei lächerlich machen, sind in meinen Augen nämlich die (ehemaligen) obere Mittelklasse Heinis Dick & Jane. * Sorry, aber hier musste ich wirklich lachen: Ich habe noch selten von einem blöderen Job als dem WalMart-Kundenbegrüssungs-Dingsbums gehört - das ist nicht ein Seitenhieb gegen jene, die solche Jobs annehmen müssen; sondern ein grosses Fragezeichen dazu, wer überhaupt auf die Idee kommt, einen derartigen Job zu erfinden, resp. mit welchen Mitteln mittlerweile versucht wird, den Konsum anzukurbeln. Möglicherweise habe ich mir bei diesem Film zu wenig Gedanken gemacht, zu wenig hinterfragt. Trotzdem glaube ich nach wie vor: Der Film will uns einfach rein gar nix sagen - keine tief-, hinter- oder sonst wie -gründige Botschaft. Das macht ihn extrem oberflächlich, aber deswegen M.E. nicht unlustig. ...was vielleicht aber auch einfach daran liegt, dass ich mich gelegentlich von oberflächlichem Hirnabschalt-Humor allzu sehr zu eben diesem Hirnabschalten verführen lasse |
Es ist wohl so: Wenn der Film was zu sagen haben wollte, hat er es voll versifft. Wenn nicht, bleibt die Holzhammer-Komödie, die Carrey aber schon besser drauf hatte. Tea Leoni hält in diesem Fall eigentlich überraschend gut mit. Diskutieren wir nicht lange weiter, sonst gehen noch Leute, in den Film die das gar nicht vorhatten, weil sie wissen wollen, auf welcher "Seite" sie stehen könnten. Tut es nicht! Das Startwochenende mit Dick und Jane im Angebot hat viel besseres zu bieten. Wer richtig Lachen will, soll in Jeune Homme gehen, und wenn der Film von A-Z packen soll, gibts Jarhead als Alternative. Da gehen sich auch rs und rm einig, dass er eine politische Aussage hat und diese auch rüber bringt. |
ach was. alles unsinn was der da oben schrieb. fast alles. denn natürlich ist alles klaumauk auf kosten der gescheiterten firmen bzw den unzähligen existenzen, die deshalb zugrunde gingen. ob man darüber spassen darf ist jedem zu urteilen selbst überlassen. wer sich drauf einlässt, wird recht gut unterhalten. denn für ein paar minuten ausschalten und spass haben taugt der film allemal was. |
@rm, würde mich an deiner Stelle mit Kritiken über Kritiken zurückhalten: - 24 Season 1 (1 Stern) - Sideways (0 Sterne) - Saw (0 Sterne)
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Zitat sj (2005-12-30 09:57:04)
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Ja aso.... ...den kann man durchaus geben. Ist lustig, macht Spass und unterhält auf eine angenehme Weise, ohne den ernsteren Unterton und die Hüftschüsse gegen die "Grossen und Mächtigen" des Landes zu verlieren. Ja, ich hab mich schiefgelacht, als das wirklich gut harmonierende Paar Carrey/Leoni (übrigens nicht verwandt oder verschwägert mit dem FCZ-Coalie Auch den Abspann fand ich recht witzig mit all den Namen der bankrotten Firmen (hat sonst keiner gemerkt, oder sonst nicht drüber lachen können) und der Film hat mich (wie damals 40 Year Old Virgin) bis in die frühen Morgenstunden wachgehalten. Gute Unterhaltung ist garantiert. Egal was Grummelbären und Griessgrämer in diesem Forum schreiben |
fand den film eigentlich auch recht unterhaltsam... sicher nicht der oberburner, aber lachen lässt sich! Ich habe jedoch das Gefühl das ich den Trailer nicht vorher hätte schauen sollen, da ich evt. zu viel erwartet habe... das kommt jedoch bei mir noch viel vor :) |
jim carrey ist für mich ein unsicherer wert. mal macht er tolle sachen (eternal sunshine, truman show, man on the moon), auf der anderen seite gibt es auch jede menge schrott (............. platz zum selber ausfüllen) ;-) |
Dick and Jane ist durchaus sehenswert und wird euch sicher auch fun bereiten. Ich habe mich super amüsiert, nur der Schluss ist zu normal. Desweiteren finde ich den Menschenauflauf am Ende übertrieben, die kommen aus allen Richtungen auf den Hügel gelaufen, zu hunderten. Da könnte man fasst meinen die haben sich auf ihrer Pilgerreise nach Mekka verlaufen. ;-) |
Leidlich unterhaltsam, aber halt wirklich nur höchst durchschnittlich (meine Bewertung liegt eher zwischen 2 und 3 als zwischen 3 und 4). |
Netter Film, allerdings merkt man das der gute Jim Carrey langsam alt wird. Der Humor ist halt nur Slapstick, hat aber einige wirklich witzige Momente am Start. Der Enron-Gag am Schluss hat seine Wirkung im Kino total verfehlt Wirklich funny fand ich Alec Baldwin. Seit der "Friends" Folge, wo Baldwin Fibbis absolut euphorischer Freund spielt, find ich den Kerl zum totlachen. |
fand den film gar nicht so schlecht. die beste szene im ganzen film ist wohl die mit den verzerrten stimmen. da hat der carrey wahrscheinlich vollgas gegeben. |
Nun, ich glaube nicht, dass ich jemand bin, der wegen jedes Gags gleich grinst, lacht oder sich vornüber kugelt... nein, ich mag keine einfachen Komödien à la Achtung, Fertig, Charlie! (sorry, folks! das war wirklich nicht mein Geschmack...) und auch Téa Leoni hat seit Jurassic Park III bei mir keinen Stein mehr im Brett... Doch in Fun with Dick and Jane hatte es für mein Verständnis "von und zu Lustig" ein paar Volltreffer mit dabei Spoiler zum Lesen Text markieren
Daraus darf doch niemand schliessen, dass der Film keine Hänger hat (Alec Baldwin an erster Stelle). Deshalb gibt's auch zwei Sterne abgezogen. Ein guter Film, der mir Spass bereitet hat. |
meine güte, was haben wir damals gelacht, als wir im kino sassen. "haben sie einen spitznamen? äh, spritzer" jahahahaha, zum totlachen |
Dick & Jane oder wieder ein Mal Jim Carrey Dick and Jane ist ein relativ typischer Jim Carrey Film. Es wird einmal mehr deutlich, dass Remakes auch nicht immer die Besten sind. Leider kommt keiner der Schauspieler so recht aus sich heraus. Doch sind nicht nur die Schauspieler daran Schuld, dass der Film nicht das erwünschte Ergebniss liefert. Schuld ist auch das Drehbuch, wobei ein Drehbuch natürlich nicht Schuld sein kann, sondern vielmehr der Drehbuchautor. Viele Freiheiten werden den Schauspielern nicht gelassen. 3 von 6 Sternen |
naja, neben einigen politischen Seitenhieben und eingewebten versteckten Botschaften über das Wirtschaftssystem ist der Streifen weder unterhaltend noch interessant. Die Gags sind voraussehbar und saublöd und mir gingen die beiden Nervensägen jedenfalls recht schnell aufn Senkel. |
Witziger Film der aber ab und zu "hängen bleibt". Jim Carrey ist sowieso einer der besten Komiker im Film-Biz, er passt gut in diesem Film. Sonst kann ich mich nur den anderen Meinungen anschliessen. Für einen kleinen Film-Abend unter der Woche ist er aber ganz ok |
für mich eine typische durchschnitts-komödie. |
Mir hat der Film nicht schlecht gefallen. Vor allem in der ersten Hälfte machts Spass. Da wird locker die amerikanische Art, Geschäfte zu machen, satirisch gezeichnet. Mach Globodyne zu Enron und man hat eine schöne Kongruenz. Ansonsten glänzt der Film eher durch fiese Seitenhiebe und einige gelungene Witze. Die Macher haben es sogar fertiggebracht, den Schluss nicht zu sehr weichzuspülen. Leider ist der Film sehr voraussehbar, das Drehbuch liesse sich noch mehrere Male überarbeiten und es hat nicht wirklich "Laugh Out Loud"-Szenen, aber Spass macht er trotzdem. [Editiert von El Chupanebrey am 2009-04-19 13:15:01] |
Bei diesem Titel stell ich mir immer ein "Swinger"-Film vor |
Zitat Markus (2008-01-08 12:59:04)
Weit gefehlt http://www.christianbook.com/Christian/Books/product?item_no=35686&event=CFN |
Zitat Markus (2008-01-08 12:59:04)
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Zitat El Chupanebrey (2008-01-08 15:10:12)
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Ich weiss, es ist sinnlos (@ farossi), aber das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: Warum postest du eigentlich immer irgendwelche Youtube-Links, euros? |
Ich weiss, es ist sinnlos (@ all), aber das kann ich mir jetzt nicht verkneifen: [Editiert von euros am 2008-01-08 15:32:49] |
Jetzt weiss ich was farossi meint... |
najaaa... es dauert m.e. zu lange, bis der film irgendwie in fahrt kommt und dann wiederum geht alles zu schnell. von dem moment an, wo carrey und leoni als "gangster" loslegen ist der film echt unterhaltsam und bietet den einen und anderen brüller: Spoiler zum Lesen Text markieren
aber das ist dann leider schon alles. hätte man deutlich mehr daraus machen können. |
Zitat farossi (2008-07-30 12:17:28)
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Ich fand den film noch lustig aber im vergleich mit anderen jim carrey filmen ist er nicht für viel zu gebrauchen. Es hat einige lustige szenen, wie bei der Bewerbung als plötzlich alle losrennen und versuchen als erster dort zu sein Ach ja ich hab mir erst gerade Dirty harry das todes spiel reingezogen. |

