Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Brokeback Mountain
Brokeback Mountain oder: "We was fishin' buddies..." Es herrschen garstige Zeiten für den Marlboro-Man. Die SBB lassen ihn am Bahnhof stehen und in Brokeback Mountain reitet er zwar noch, aber so dass die republikanisch wählenden Red States rot sehen. Trotz dem der Film erst in den Kinos der US-Grossstädte läuft, und wahrscheinlich wegen seiner Thematik auch nicht überall in den USA zu sehen sein wird, hat er schon in die US-Populärkultur Einzug gehalten als das "Gay Cowboy Movie". Das Etikett lässt auf einen Film über einen Sänger der Village People schliessen. Für eine Satire über Cowboys wie sie Mel Brooks mit Blazin' Saddles vorlegte, ist aber der taiwanesisch-amerikanische Regisseur Ang Lee definitiv der falsche Mann. Der Cowboy, ein amerikanischer Archetyp, als Homosexueller mag trotz aller revisionistischen Western etwas Neues sein, aber Lee hat schon in The Wedding Banquet gezeigt, dass er mit diesem spezifischen Tabu so umgehen kann, dass ein Film über einen chinesischen Schwulen zum Kassenerfolg in China werden kann. "Schwuler Western" greift als Begriff einfach zu kurz. Brokeback Mountain ist eine Liebesgeschichte, die innerhalb der Weiten des amerikanischen Westens stattfindet. So richtig wild ist er in den Sechziger Jahren sowieso nicht mehr, und im Laufe des Films zieht sich die Handlung über die Dekaden, als wäre es ein Mafiafilm von Martin Scorsese. Die Schnauzbärte wachsen, und der Fernseher hält Einzug in die Haushalte. Wenn vom Western nur noch die Hüte übrig sind, bleibt Brokeback Mountain ein Film über die eigene Repression. Wie in seinen Vorgängerfilmen The Ice Storm, Eat Drink Man Woman oder Sense and Sensibility, die zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Orten spielten, geht es auch hier über das Fremdsein in der herrschenden Gesellschaft. Die Cowboys Jack und vor allem Ennis sind im Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne. Ein Kindheitstrauma von Ennis verhindert die Langzeitliebe der beiden. Auch wenn sie sich zu einem späteren Zeitpunkt, in einer liberaleren Weltordnung kennen gelernt hätten, der Mythos des Cowboys bliebe ähnlich wie seine Arbeitskleidung zeitlos und nur schwer zu überwinden. Bilder von der majestätischen Landschaft, wie aus der Zigaretten-Werbung, zementieren den Cowboy-Mythos am Anfang des Films noch. Eine unscharfe Einstellung der Katzenwäsche des splitternackten Ledger am Kopf von Gyllenhaal vorbei macht erstmals stutzig. Wer nichts von der Handlung weiss, könnte vom ersten Techtelmechtel im Zelt sogar aufrichtig überrascht sein. Der Film ist komplett frei von irgendwelchen Anleihen bei der Schwulenkultur und schliesslich sind hier auch gestandene Hollywood-Jungstars am Werke, die für ihren Mut Anerkennung verdienen. Will Smith und Tom Hanks spielten auch schon Homosexuelle, aber auf der Leinwand geküsst haben sie in Six Degrees of Separation und Philadelphia noch nicht. Viele andere Stars bekamen bei diesem Film kalte Füsse und zierten sich schon vor den Castings, hört man aus Hollywood. Heath Ledger, dessen bisherige Rollenwahl man als eher schwankend bezeichnen könnte, beeindruckt in seiner Rolle sehr, auch wenn er ständig grauenhaft nuschelt. Den Australier sollte man nach diesem Film endlich ernster nehmen. Jake Gyllenhaal ist der aufbrausendere und rein sexuell auch der gierigere der beiden. Michelle Williams, die seit diesem Film mit Heath Ledger verlobt ist und im Oktober ihr erstes gemeinsame Baby auf die Welt brachte, tut einem als Nebenfigur noch mehr leid als die tragischen Hauptfiguren. Anne Hathaway versucht hier nach Havoc schon zum zweiten Mal erfolgreich vom Image des Disney-Backfisches wegzukommen. In einer Nebenrolle überzeugt auch die fast nicht zu erkennende Anna Faris als geschwätzige Südstaatlerin. Bis zur Oscarverleihung wird Ang Lees Film sehr wahrscheinlich noch mehr Auszeichnungen und Nominationen eingeheimst haben, als er es bis jetzt schon tat. Wahrscheinlich werden auch die christlichen Proteste noch zunehmen. All das wird der Publicity des Films nur zu gute kommen. Ob dann Teeniegirls in der Hoffung auf heisse Nacktszenen mit Hollywood-Hunks enttäuscht werden, einen Blick auf bambelnde oder steife Goodies wagt man doch noch nicht, oder reifere Frauen sich ob des tragischen Schicksals das Taschentuch klatschnass weinen ist schlussendlich egal. Es wurde einfach langsam Zeit, dass auch Mainstream-Hollywood schöne und traurige Love-Stories über Schwule produziert. Und um weitere solcher Filme zu ermöglichen, muss am Ende halt auch die Kasse stimmen. Um den Ruf des Marlboro-Man sollte man sich dabei keine Sorgen machen. Dessen Zeit ist langsam aber sicher sowieso abgelaufen. Dass er im hohen Alter noch aufs andere Ufer wechselt, ist kein Beinbruch mehr. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 133 Beiträge geschrieben.
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JoBlo linkt zu verschiedenen Filmchen, die den Einzug von "Brokeback Mountain" in die US-Popkultur beweisen. |
wer will schon ins kino um schwulen beim kuscheln zuzusehen??? |
Sicher nicht die Leute, die Achtung Fertig Charlie 6 Sterne geben und Ray nur 2. |
Man kann Dummheit sorgfältig durch Erziehung zu Vorurteilen herbeiführen. (Alexander Mitscherlich) |
ehrlich gesagt reizt es mich auch überhaupt nicht männer im kino rumküssen zu sehen... hoffe das gibt keine welle! |
Harald Schmidt sprach schon von der Wester(n)welle. Für ein Handvoll Küsschen. Aber die homophoben Kommentare könnt ihr euch echt sparen. |
Zitat rm (2006-02-09 10:46:42)
wieso darf man nicht dazu stehen das einem schwulen-szenen nicht gerade sehr gefallen? |
Zitat siamolo (2006-02-09 10:58:40)
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Ein ehrlicher, mutiger, sehr guter Film. Erstaunlich, was Ang Lee hier geleistet hat. |
Zitat fredi-k (2006-02-08 19:35:55)
btw: Jake Gyll-meine-Güte-wie-heisst-der? ist seit Bubble Boy und natürlich Donnie Darko einer meiner absolut favorisierten Jungschauspieler Hollywoods... |
Zitat nd (2006-02-09 18:14:17)
Naja erwachsener möglicherweise nicht, nur daran gewöhnt. Brokeback Mountain ist ja nur einer von vielen Filmen die im anrollen sind, die sich mit dem Thema beschäftigen, habe bereits die Übersicht verloren, welcher jetzt im Kino ist, welcher noch kommt und welcher schon vorbei ist. Es ist halt eben ein Tabu-Thema, das ein neues Terrain ist und eben noch nicht wirklich ausgelutscht ist. Wenn sich sogar Brad Pitt für eine Homosequellen-Rolle interessiert, wird da wohl noch eine ganze Welle auf uns zurollen. Nach dem 4. Brokeback Mountain wird es wohl auch nicht mehr "igiiiit" sein, sondern einfach nur "boooring". Ob das auch für die Lesbisch orientierten Filme gelten wird, wird sich zeigen, schätze mal, die werden besseren Anklang finden. |
Nur so nebenbei, etwas off-Topic, Adam Sandler ist gerade in den Verhandlungen, dass er mit Kevin James ein gefäschtes Schwulenpaar spielen kann, die nur die Nummer durchziehen um zusätzliche Gelder zu erhalten. Brokeback Mountain ist nur die Spitze des Eisberges. Bald werden wir überschwemmt von "lustigen" warmen Komödien. Quelle: darkhorizons |
eben. und genau das missfällt mir! hollywood muss immer einen boom haben. wenns n'schwulen superhelden geben würde wäre dieser dann im herbst dieses jahres dran! |
es schockt mich jedes mal, wenn ich sehe, dass es einige leute gibt, die sich an homosexualität stören...und das in der heutigen zeit. vor allem das theater unserer ami"kollegen" ist einfach nur lächerlich. zieht euch zB mal dieses topic rein: http://www.emmylou.net/cgi-bin/ehforum/ehboard.cgi?az=show_thread&om=1359&forum=DCForumID1&viewmode=all --> man beachte vor allem die beiträge eines gewissen "Scanner" [Editiert von splendora am 2006-02-11 11:32:49] |
Zitat splendora (2006-02-10 12:25:58)
"daran stören" und sich "daran stören weils nach einer überschwemmung aussieht" sind immer noch zwei paar schuhe, oder etwa nicht? |
so jetzt wird es schon der "Brokeback Mountain-Effekt" genannt. Nachdem der Film über zwei Schwule Cowboys so erfolg hat, kramen die Hollywood Produzenten die Scripts aus ihren Schubladen die dieses Element beinhalten. Jetzt wurde schon ein weiterer Film angekündigt: The Dreyfus Affair: A Love Story heisst der Streifen und handelt von einem verheirateten Baseball-Spieler, der sich in ein Spieler siener Mannschaft verliebt.
Anscheinend bestätigt das, was viele schon vermutet haben. Hollywood steigert die Brokeback Mountain Euphorie in eine Warme Welle zwei Filme sind schon angekündigt und es werden wohl noch mehr folgen. So um dieses Thema mal vorläufig abzuschliessen. Quelle: empireonline |
Njä, njä, njä, ich weiss nicht.... Der Film war mir persönlich zu lang und hat vor allem gegen Ende hin Kaugummiszenen, die nicht enden wollen und deren Ruhe (die vorher im Film sehr passend praktiziert wird) mich ermüdeten. Doch bis dahin macht Brokeback Mountain eigentlich alles richtig, wenn man einen Oscar gewinnen will. Die Darsteller sind stark, die Landschaft wunderschön und die Geschichte geht schön ans Herz. Ich weiss nicht, wies euch da draussen geht, aber die heissdiskutierten Homoszenen fand ich gar nicht tragisch. Denn erstens spielen sich 90% davon im Halbdunkel ab (nur dort beim Waschsalon knutschen die beiden mal im vollen Licht) und sind anfänglich noch animalisch (1. Nacht), dann aber sehr zärtlich und gefühlvoll in Szene gesetzt. Also der Ruf "ach, das ist ja der schwule Western" kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Und eine solche Schubladisierung tut dem Film unrecht. Ausserdem sieht man die weiblichen Darstellerinnen obenohne, was mich vor allem bei The Princess Diaries 2-Darstellerin Anne Hathaway erstaunt hat. Auch Scary Movie 3-Tusse Anna Faris macht sich langsam aber sicher... Fazit: |
Ich denke, dass Brokeback Mountain ein wichtiger Film ist. Bitte, List die Kritik hier: http://www.nybooks.com/articles/18712 Es ist in Englisch, aber sehr wahr. Enjoy....Jon |
Zitat muri (2006-02-16 21:23:43)
sieht man anna farris auch oben ohne? anne hathaway hat bereits in "havoc" diese hürde genommen |
ob man das etwas, was sie bei der "school of rock premiere" trug, als bekleidung durchgehen lässt, bleibt wohl jedem selbst überlassen |
ja, mit diesem kleid hat sie schon damals angekündigt, dass es wohl nicht mehr all zu lange dauern würde bis man "alles" zu sehen bekommt |
Interessant wie schnell man einen Film wie Hulk verzeihen kann ;) Hier paar Stichworte: - trotz 134Minuten Filmlänge sehr abrupte Zeitsprünge und Übergänge. Das Leben der beiden ähnelt zu sehr einem Zeitraffer als das man die emotionale Verbindung über die ganze Filmlänge aufrechtbehalten könnte. BM ist eine tragische Liebesgeschichte die so plötzlich und intensiv beginnt wie sie überraschend und unvorbereitet endet. Wobei die Liebe bekanntlich vieles überdauern kann, vorallem in Kombination mit Reue, Sehnsucht und Trauer. Von mir gibts aufgerundete 900 von 1000 Schafen P.s |
Zitat goodspeed (2006-02-17 17:13:23)
eben. tabubruch! |
Ich fand den Film einfach total Klasse. Er hat zu Recht so viele Preise gewonnen und die vielen Oscar-Nominationen sind auf jeden Fall gerechtfertigt. Der Film hat so eine intensive Atmosphäre und die Geschichte ist einfach wunderbar und auch wunderbar umgesetzt. Der meist künstlich wirkende Himmel auf dem Brokeback Mountain trägt auch zur Atmosphäre bei und stellt uns schöne Bilder zur Verfügung. Die Story ist tragisch aber auch reel. Man kann mit den beiden Männern mitfühlen und vorallem auch mit Alma. Michelle Williams hat mich total überrascht mit ihrer wirklich tollen Leistung und sie hätte den Oscar verdient für die beste weibliche Nebenrolle. Ihre Mimik überzeugt in jeder Szene. Geschockt war ich von Plötzlich Prinzessin Star-Anne, als sie ihre Busen entblösste. Ich hätte das nie im Leben erwartet.Der Schluss gehört zu einer der schönsten und traurigsten Szenen des ganzen Films und der letzte Satz von Heath Ledger geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Die ganze Bedeutung dieser Szene ist einfach wunderbar. Der Schluss ist vielleicht ein bisschen in die länge gezogen, doch dies macht dem Film nichts aus, weils halt diese Szenen brauchte, um den Verlust zu zeigen, den Ennis erlitten hat.Die Liebesgeschichte ist rührender als die von Titanic. Der Film ist einfach grandios und ich würde ihn auch noch ein 2tes mal anschauen. |
Zitat machine (2006-02-18 15:58:30)
Nein anna Farris sieht man nicht oben ohne. |
Nein, dafür hörst du sie genug plappern... |
schade na egal, werde mir den film natürlich trotzdem ansehen! |
ausschliesslich heteropärchen welche sich in filmen küssen und wildere dinge treiben, finde ich auch nicht besonders spannend...trotzdem werde ich zuhauf damit eingedeckt. die frage ob man(n) die anna farris nun oben ohne sieht oder nicht, erklärt selbstredend schon einiges über die welt derer welche sich durch zwei sich liebende männer bedroht fühlen. liebe ist eine realität und dass diese nicht durchwegs hetero ist auch! der papst möchte es zwar anders und einige der homophoben hier wohl auch. die welt ist etwas komplexer als es rigide wertvortsellungen zulassen. intelligent ist, wer dies erkennt. |
Zitat terkan (2006-02-20 00:16:17)
"it's fun to stay at the Y.M.C.A.
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ach ja, stimmt...diese prototypen gab es ja auch schon! grins! |
Fand diesen Film echt langweilig und nicht sehr interessant. Grösstes Ärgernis ist aber Hauptdarsteller Ledger. Seine Original-Stimme und seine Mimik sind nervtötend. |
Ein Mesiterwerk, mehr kann ich da nicht zu sagen. Heath und Jake spielen super und die ganze Geschichte war für mich grandios. Und ich fand den niemals langweilig. Ein 2. Kinobesuch wird kommen und morgen hole ich mir mal den Soundtrack zum Film. |
Zitat natalie (2006-02-20 14:25:14)
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Zitat th (2006-02-07 01:53:18) |
Kann mir mal jemand sagen wieso Jake Gyllenhaal für bester nebendarsteller nominiert ist? Michelle Williams hatte eine klare Nebenrolle und ist auch berechtigterweise nominiert. |
Die Sache mit den Oscar-Nominationen ist manchmal etwas undurchsichtig... da gibt es nominations für nebenrollen, die hauptrollen sind und umgekehrt. Vielleicht ist es bei Brokeback Mountain nicht so klar, wer nun hier die Frau (Cowgirl) oder Mann (Cowboy) spielt bei Heath und Jake ;-) Bis zur ersten Hälfte hat mich BBM nicht sonderlich erwärmt, doch der 2.Teil hat dann alles wettgemacht. Die tragische Liebesgeschichte der beiden, die tragische Situation der "betrogenen" Hausfrauen... grosses Drama um grosse Gefühle vor grosser Kulisse von einem grossen Regisseur... wiederhol ich mich zu häufig? Speziell hervorzuheben ist sicherlich die darstellerische Reife von den Schauspielern, insbesondere Jake Gyllenhaal und Michelle Williams haben mich sehr überzeugt, Heath Ledger hat sich wirklich sehr sehr bemüht... doch letzten Endes sehe ich eben nur Heath Ledger vor mir. Sorry, er schafft es leider nicht mich vollends zu überzeugen (darum gebt den Oscar doch bitte an Philipp Seymour Hoffman oder Joaquin Phoenix!) Anne Hathaway ist einfach zum Schreien komisch mit ihrer schrecklichen, wechselnden Wasserstoff-Bomben-Frisur. Da musste ich doch immer wieder losprusten in jeder neuen Szene, wo sie auftauchte (selbst wenn sie noch so traurig war, die Szene...). Doch da hat sie bei mir den Prinzessinnen-Bonus, denn als Cowgirl macht sie eine gute Figur. Ang Lee hat mich noch nie enttäuscht (und selbst "The Hulk" fand ich okay... ja, jetzt könnt ihr's mir zeigen!). Dieser Mann schafft es, einen britischen Tee-und-Guetzli-Film a la Sense and Sensibility zu drehen und dabei britischer zu wirken als das Königshaus... oder amerikanischer als jede Fast-food-Kette. Ein Chamäleon unter den Regisseuren und einer, der immer wieder für Ueberraschungen sorgt. [Editiert von lafrecciablu am 2006-02-20 20:10:34] [Editiert von lafrecciablu am 2006-02-20 20:14:21] |
Die Geschichte regt zum nachdenken an; über das Leben, die Liebe, die gesellschaftlichen Zwänge und die (teilweise nicht vorhandene) Freiheit, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Die eigentliche Thematik hat nichts mit homo zu tun, sondern gilt für jeden auf die eigene Art und Weise. Die Schauspieler sowie der Regisseur verstehen die Kunst, ohne viele Worte enorme Emotionen auszudrücken. Die Kulisse ist atemberaubend. Einzig das "Gemurmel" von Heath Ledger ist ein wenig schade, die Untertitel sind nützlich... Alles in allem ist brokeback mountain nicht "nur" ein Film, sondern eine eindrückliche Lebensweisheit! |
Ein schöner und trauriger Film welcher Potential verschenkt. Über die immer gleichen Gitarrenmelodien kann ich hinweg sehen, schade ist jedoch, dass die Bindung zwischen den Beiden nicht wirklich glaubwürdig rüber kommt. Zu Beginn sieht es eher so aus, dass halt nichts anderes da war zum lieben. Für mich entstand nie der eindruck, dass sich die Beiden wirklich lieben. Das Team in der Maske hat alles gegeben, den Alterungsprozess gelang nicht wirklich. In Forrest Gump habe ich das noch wirklich abgekauft, bei diesem Film wirkt es komisch wenn Heath Ledger neben seiner Tochter ist und man sieht, dass beide fast gleich alt sind... Genug genörgelt, der Film ist wirklich gut und widmet sich einem in Hollywood lange todgeschwiegenen Thema. Ich kann mir nicht erklären was man am schwul sein als krank und falsch finden kann - obwohl mir der Anblick von zwei sich küssenden Männer auch nicht gerade positiv berührt hat. Ich glaube ich bin nicht der Einzige der sich auf eine Frauen-Version dieses Filmes wünscht ;) |
"Sense and Sensibility" war eine angenehme, warmherzige und humorvolle Überraschung; "The Ice Storm" hat mich echt berührt und mich lange beschäftigt; "Crouching Tiger, Hidden Dragon" hat mich schlicht umgehauen; "Hulk" war - nebst der Tatsache, dass Hulk einfach ein schlechter Superheld ist und dem Fakt dass Kris Kristofferson völlig deplatziert war - eine durchaus unterhaltsame und gelungene Comic-Umsetzung. |
und ausserdem wird der herr alle diese unnatürlich beieinander liegenden mit einem blitz erschlagen und auf ewig in der hölle schmoren lassen, gell thatssno... |
Zitat gargamel (2006-02-22 08:14:48)
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Zitat gargamel (2006-02-22 08:14:48)
erst mal keine keine "eindeutigen" kloster- und priesterseminarlinks |
Zitat papp (2006-02-22 08:23:03)
Lev. 20, 13: "Wenn ein Mann mit einem Mann liegt als wie mit einer Frau, haben beide einen Greuel begangen, sie sollen getötet werden, ihr Blut lastet auf ihnen." na, das sagt doch ziemlich klar, was ein christ von diesem film halten muss... |
Zitat gargamel (2006-02-22 08:30:18)
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ist zwar ziemlich off-topic und eigentlich halte ich nicht viel von der firma: http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_und_Religion |
Zitat omedeto (2006-02-20 18:25:35)
Btw: Wenn schon hat m.E. Jake Gyllenhaal den Oscar eher verdient als Heath Ledger - zu eintönig ist seine Charakterisierung des Ennis; aber Jake Gyllenhaal sieht sich grosser Konkurrenz ausgesetzt und ich hoffe der Oscar für den "Actor in a supporting role" geht an Matt Dillon oder Paul Giamatti (der schon für Sideways eine goldene Statue mehr als verdient gehabt hätte). [Editiert von thatssno am 2006-02-22 09:27:23] |
Zitat thatssno (2006-02-22 08:33:04)
...und vor allem wäre es eine erklärung für deine schwache bewertung des filmes mit ziemlich schwammiger begründung... |
Zitat gargamel (2006-02-22 09:08:54)
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Zitat thatssno (2006-02-22 09:16:34)
wenn man die homophobe geschichte deiner speziellen sekte anschaut, dann ist meine argumentation wohl nicht sooo weit her geholt, nicht? aber egal, ich wollte dich vor allem "anzünden" (also, anzünden im sinne von necken, nicht im sinne von hexen/schwule/rothaarige verbrennen... ach, dies noch: weisheiten auf jemanden projizieren? |
Zitat gargamel (2006-02-22 09:41:54)
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Zitat gargamel (2006-02-22 09:41:54)
aber nochmals, damit das geklärt ist: nein, ich halte dich nicht für homophob, ich wollte einfach ein wenig sticheln... ja, ich weiss, was weisheiten sind, aber ich bin nach wie vor der meinung, dass weisheiten nicht auf jemanden projiziert werden können... weil, weisheiten lassen das einfach nicht mit sich machen... das ist gegen ihre natur. [Editiert von gargamel am 2006-02-22 10:41:57] |
Zitat gargamel (2006-02-22 09:41:54)
Das nicht:
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Herrschaften, s'ist jetzt gut. wir wissen jetzt fast alles über euch und drum wirds zeit, sich mal wieder dem Film zu widmen. Findet ihr nicht auch? Danke. |
Für mich der bewegenste Film seit Boy's d'ont cry, und der war 1999! |
toller, berührender film... allemal ein würdiger oscargewinner (nebst Crash |
Brokeback Mountain - oder viel warme Luft um nichts Mit acht Oscarnominationen wurde Brokeback Mountain überhäuft, nachdem ich jetzt den Film gesehen habe verstehe ich das noch weniger als zuvor. Dass die Einsamkeit der Wildnis auf Cowboys Veränderungen mit sich bringt kennen wir schon seit City Slickers wo ein lustloser New Yorker seine Freude am Leben wieder fand. Brokeback Mountain geht da mit Pioniercharakter um einiges weiter und lässt zu, dass sich die Cowboys noch verlieben. Das ganze geschieht auf dem Titelgebenden Brokeback Mountain wo sie die Schafe hüten müssen, die ihnen anvertraut wurden. Hier zeichnen sich schon die schönen Bilder ab, die Einsamkeit und die Natur wird sehr in den Vordergrund gerückt und auch sehr gut bildlich eingefangen. Der Countrysoundtrack lässt auch Westernfeeling aufkommen und macht den ersten Teil trotz seinen unnötig langen Einstellungen und trägem vorankommen durchaus noch interessant. Nachdem sie dann von Brokeback Mountain heruntergekommen sind, hatte der Film irgendwie seine Munition verschossen. Was anfänglich noch mässig interessant war, zeigt ab da seine wirkliche Schwäche. Die absolut dünne Story, wird auf weitere runde 1,5 Stunden ausgewalzt und wird mehr und mehr zur Routine. Dank der guten Kameraführung und dem Soundtrack konnte man noch etwas retten, aber da es weder wirklich Charismatische Schauspieler hat, und für lange Zeit "los gehn wir Angeln", wenn du verstehst was ich meine, das einzige Dramatische Element ist, macht sich die Langeweile breit. Obwohl der Konflikt der Veiden für ihre "Angeltrips" sich zu Synchronisieren und die Folgen daraus noch für etwas Schwung sorgen, wird das eigentliche "Problem" des "schwul seins" zuwenig angerissen und in einer kurzen Sequenz abgehandelt. So hätte er wenigstens etwas mehr Fleisch am Knochen gehabt und hätte sich nicht nur durch Familiäre Krisen mehr Inhalt hineinbringen müssen. So endet der Film so belanglos wie er angefangen hat, jemand wartet, das etwas passiert. Der Country Soundtrack, der zwar, zugegeben, recht nett ist, wird gegen Ende mehr und mehr deplatziert und ist schlichtweg ungeeignet Western angehauchte Szenen und gleichzeitig Todesfälle gleich zu untermalen. Etwas mehr Geigen oder ähnliches hätte da noch etwas geholfen mehr Emotionen in den Film zu bringen. Noch einen Abschnitt für den Respekt an die Beteiligten, sie haben sicher Mut bewiesen dieses bisher eher gemiedene Thema auf die grosse Leinwand zu bringen und geht auch sehr respektvoll an das Thema heran. So wird es nicht zu dick aufgetragen, was dem Zuschauer auch die Möglichkeit gibt, sich mit dem ungewöhnlichen Setup zurechtzufinden und sich daran zu "gewöhnen". Fazit: Brokeback Mountain ist ein meiner Meinung nach überbewerteter Film der anfänglich zwar noch interessant ist, aber mit seinen überlangen Einstellungen, eintönigen und ausdruckslosen Schauspieler und kaum vorhandener Story gegen Ende schlichtweg in die Langeweile abdriftet und mich jedenfalls weder berührt noch fasziniert hat. |
Ang Lee ist der Meister des poetischen Kinos. Er beherrscht die Kunst, das was sonst zwischen den Zeilen verloren geht, sanft in den Vordergrund zu rücken. Unbemerkt schleichen sich die wirklich grossen Gefühle - Liebe, Wut, Verzweiflung - an einen heran und wenn sie dich überwältigen scheint es fast so, als würden sie sich auch noch dafür entschuldigen. Brokeback Mountain ist eine Liebesgeschichte, ja, aber keine hollywoodgeschönte Liebesgeschichte. Und dies nicht nur, weil die Thematik des Filmes so ganz und gar unamerikanisch ist. "Marloboro Man" und Homosexualität? Das ist beinahe der grössere Tabubruch als es zu wagen, die "bösen" Konföderierten als einfache Menschen darzustellen, die nur auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Frieden sind (Ride with the Devil, Ang Lee, USA 99). Wahrscheinlich brauchte es in beiden Fällen einen taiwanesischen Regisseur der aus einem anderen Blickwinkel heraus die Tragik dieser potentiellen Geschichten erkannte und sich mit einer beinahe kindlich anmutenden Unbeschwertheit daran machte, das andere, das verleugnete und unterdrückte Amerika abzulichten. Schon nur dafür hat dieser Film am kommenden Wochenende einen Oscar verdient. Heath Ledger (Ennis Del Mar), Jake Gyllenhaal (Jack Twist) und Michelle Williams (Alma) liefern eine überzeugende schauspielerische Leistung ab. Man lacht, liebt und verzweifelt mit ihren Figuren denn "Love is a force of nature". Mit der Zeit muss Alma erkennen, dass sie von ihrem Mann nicht die selben Gefühle erwarten kann, die sie für ihn hegt. Auch Jack Twist ist sich dieser Naturgewalt bewusst und geht sogar soweit, sich ein gemeinsames Leben mit seiner grossen Liebe vorstellen zu können. Nur der wortkarge, introvertierte Ennis Del Mar kann den Schritt weg von seiner gutbürgerlichen Familie mit Frau und Kindern hin zu seiner wahren Liebe Jack nicht machen. Und auch wenn Heath Ledger in der Kategorie "Best Actor" auf eine zu gute Konkurrenz trifft, so ist es gut möglich, dass Michelle Williams mit ihrer Darstellung der Alma in der Nacht vom kommenden Samstag auf Sonntag abräumen wird. Verdient hätte sie es! Noch ein Wort zu Maske und Musik: beides kam sehr glaubwürdig und der Geschichte dienend rüber. Die beiden Hauptcharaktere altern leise, sanft und beinahe unbemerkt. Und genauso konstant und sanft dient dieses eine Musikstück der Geschichte. Anfangs noch roh, zersplittert und irgendwie unfertigt findet es in dem Augenblick als Jack und Ennis ihre Fischerausflüge unternehmen zu seiner leisen, sanften,sehr einfachen aber vollkommenen Melodie. Einfach perfekt. Fazit: Brokeback Mountain ist ein Meisterwerk und absolut sehenswert, auch (und vorallem) für diejenigen Jungs unter euch, die sich lieber die "lesbische Version" anschauen würden. |
Zitat Skynet (2006-02-25 22:01:38)
Dann hast Du wohl den Film nicht ganz verstanden. Die Geschichte dahinter ist die Tragik wie man aus gesellschaftspolitischen Zwängen sein Leben absolut falsch lebt. Scheinheirat, Scheinfamilie und dass alles nur - damit wir in unsere religiös gefärbte Gesellschaft passen. Wenn in diesem Forum gegen Homosexualität Bibelsprüche kommen, dann ist das Beweis für mich, dass es auch bei uns genug sogenannte Christen gibt, die Menschen ausgrenzen und verachten. Er geht nicht einfach einem Trend nach. Ang Lee hat schon vor Jahren einen feinfühlign Film über Homosexualität gemacht. Hollywood bäumt sich im Moment einfach gegen die "doppelzüngige und christliche" Mentalität im Weissen Haus auf. Und das ist recht so - sonst verlieren wir eines Tages alle unsere Freiheit. Top Bewertung für den Film [Editiert von filmsüchtig am 2006-03-01 07:50:03] |
Demzufolge hat jeder, der den Film nicht gleich oder ähnlich bewertet wie du, den Film nicht verstanden? Du machst es dir ganz schön einfach... |
Zitat papp (2006-02-09 11:12:06)
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Zitat siamolo (2006-02-09 10:58:40)
Dann gefallen dir Filme auch nicht in denen jemand abgeknallt wird, weil du nicht gerne Leute abknallst oder was? Was ist denn das für eine Argumentation? Das hat wirklich was mit homophobie zu tun. |
Zitat mare68 (2006-03-01 15:53:52)
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Zitat idonofrio (2006-02-23 01:05:14)
A propos "...don't cry". Das mit dem bewegendsten Film hätte wohl auch meine Freundin unterschrieben. She did cry, auch wenn es ihr danach etwas peinlich war... ;-) Irgendwo hab ich eine schöne beschreibung gelesen/gehört. In dem Film gehts nicht um Sex, es geht um Freundschaft. Und deshalb funktioniert der Film wohl auch bei Hetero-Männern. |
Zitat Netizen Kane (2006-03-02 21:13:41)
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Schon klar. Ich hab bewusst die "Freundschaft" gewählt, weil die den Unterschied zum Sex besser klar macht. Es gibt ja noch immer Leute, die Sex und Liebe nur schwer aus einander halten können... |
Es gibt auch Leute die behaupten, dass es in Brokeback Mountain nicht um Sex geht... |
Zitat thatssno (2006-03-03 12:08:12)
Es geht in Brokeback Mountain wirklich nicht um Sex. Es geht um "gleichgeschlechtliche" Liebe - und das ist weit mehr als nur Sex. Es geht um Gefühle, Liebe, Anziehung, Verantwortung, dazu stehen, für den anderen da sein etc. etc. Ein gleichgeschlichtliches Paar ist genauso wertvoll wie eine Familie oder ein Single. Um es für freikirchliche Christen etwas einfacher auszudrücken: Und wenn alle Gläubigen und Ungläubigen das so sehen würde, hätte Ang Lee nie diesen Film drehen müssen. Und in diesem Film geht es nicht um Sex sondern um Tragödien, Ausgrenzung und Morde welche eine "bigotte" Gesellschaft zulässt , nur weil Mitmenschen nicht in ihr christliches Weldbild passen. AMEN Und Daumen drücken für OSCAR |
Zitat filmsüchtig (2006-03-03 15:36:54)
Ich frage mich um was es bei Jack Twist wirklich gegangen ist, wenn er nachdem es einmal wegen den Kids mit der Angeltur nicht geklappt hat gleich auf Mexiko muss um sich abzuregen und sonst auch Del Mar sehr unter Druck gesetzt hat, wenn es nicht all Monate geklappt hat. Naja, kam mir ziemlich Notgeil vor und fand eigendlich wenig von Verantwortung und co, wenn er Del Mar auffordert seine Frau und Kind zu verlassen und gleichzeitig noch viele andere Nummern paralell schiebt. Etwas mehr Respekt Ennis gegenüber wäre da angebracht gewesen. |
Zitat Skynet (2006-03-03 15:49:28)
Es ging ja nicht einfach um das verpasste Date. Es ging darum, dass beide nicht so leben konnten wie sie wollten. Die Familien beider sind nur Schein alle - inkl. Frauen - sind unglücklich. Sie wären glücklicher gewesen, wenn sie so leben hätten können, wie sie es wollten. Jack war dazu bereit, Ennis hatte Schiss wegen der Gräueltat die er als Kind gesehn hat.Die Angst war ja nicht unbegründet, wenn man das Ende vom Film richtig interpretieren kann. Und die Moral der Geschichte: Man soll sein Leben leben und nicht das Leben welche andere von einem erwarten. Ennis hat sich nur aus gesellschaftlichen Gründen für eine Heirat entschieden, die von anfang an zum scheitern verurteilt war. PS: Da es sich bei Jack um einen Mann handelt, hat er mit der Reise nach Mexiko nur seine aufgestauten Agressionen / Gefühle rausgelassen.:) |
Naja trotz allem. Nach der Scheidung hätten sie ja genügend Möglichkeiten gehabt, aber Jack Twist hatte Ennis ja schon lange abgeschrieben und bei dem Typ mit der Quaselstrippe schon einen Ersatz gefunden. (Mit dem er ja die Farm in Schuss bringen wollte). Von dem her, hat mich das ganze Beziehungskonzept überhaupt nicht überzeugt. Werden wohl nicht alle Homosexuelle so wankelmütig sein wie Jack Twist, obwohl es bei der eingetragenen Partnerschaft kein Treueplicht drin ist... Vorallem Ennis ging es schlecht, war ja die ganze Zeit Pleite, also wie sollte er von da weg, und etwas Akzeptanz sollte von Jacks Richtung schon kommen, also bitte, Gesellschaft oder nicht, irgendwie geht das ganze nicht ganz auf... |
Zitat filmsüchtig (2006-03-03 15:36:54)
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Zitat Skynet (2006-03-03 16:17:10)
1: Ersatz nach 20 Jahren..... 2. Homosexuelle sind genauso wankelmütig wie Hetrosexuelle |
Zitat thatssno (2006-03-03 16:41:15)
Es geht um eine Beziehung zwischen 2 Männern. Das ist das Thema und nicht Sex. Das sie Sex miteinander haben ist normal - und darum hier nicht das Thema. |
Zitat filmsüchtig (2006-03-03 16:47:32)
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Zitat thatssno (2006-03-03 16:55:04)
Weil der Film über eine ungelückliche Liebesbeziehung handelt und nicht über eine reine Sexbeziehung. Hast Du es jetzt kapiert? |
Die ganze Thematik entfaltet sich schlussendlich erst durch einen Moment ungezügelten Verlangens - und durch nichts anderes. |
Zitat thatssno (2006-03-03 17:16:16)
naja - man kann sich's ganz einfach machen. |
Zitat filmsüchtig (2006-03-03 16:43:38)
ok, das mit den 20 Jahren hab ich ausgeklammert, aber sonst wurde mir Jack Twist über die Filmdauer schlichtweg unsympathisch. Mache jetzt da maln Punkt, sehe nicht ein, warum ich nicht die Feinheiten des Films gesehen haben soll, oder du einfach viel zu viel in den Film hineindichtest, das gar nicht vorhanden ist. Frage mich wo du Mimiken gesehen hast, bei diesen schlechten Hauptdarstellern, Dialoge sind auch nicht wirklich der Hammer und kommen numal sehr einfach und nicht sonderlich speziell daher. Eben ein überbewerteter Streifen, der trotz dem ungewöhlichen Thema nicht über Routine hinwegkommt.... So könnt ja selber herausfinden wie gross Sex in diesem Streifen geschrieben wird. |
Zitat Skynet (2006-03-03 17:36:06)
Weiss wirklich nicht ob Du alles gesehen, gefühlt hast. Beantworte mir mal eine Frage: Spoiler zum Lesen Text markieren
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Zitat filmsüchtig (2006-03-04 07:22:06)
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naaaaja. die bilder sind wirklich schön. aber 8 nominationen? scheint so als ob man heuer einfach n schwulen oder eine tunte spielen muss, und schon wird man nominiert. versucht da hollywood das queer-segment besser zu erschliessen? die erste filmhälfe war mehr als dürftig! die zweite hingegen war wirklich gut. aber trotzdem, so wahnsinnig überragend wie allerorts zu hören war fand ichs nicht. und wieso in aller welt wurde michelle williams nominiert?! n paar mal dumm in die kamera gucken, wirklich ne super leistung... einige punkte die mir nicht passten: Spoiler zum Lesen Text markieren
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Zitat Ghost_Dog (2006-03-05 12:31:23)
ja, ganz toll. solche bemerkungen brauchen wir heutzutage wirklich... aber was ist denn mit all den darstellungen von musikern (ray, johnny cash) und anderen existierenden personen aus gegenwart und vergangenheit? denen schmeisst man den oscar auch hinterher. wieso nicht auch mal einer schwulen rolle, die mal abseits des klischees ist? und l.a.crash ist genauso ueberbewertet. [Editiert von lafrecciablu am 2006-03-07 19:15:35] |
singen zu lernen wie z.b. phoenix ist imho ne weitaus beeindruckendere leistung als einfach nen queer zu spielen... |
Zitat Ghost_Dog (2006-03-07 16:48:44)
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Zitat Ghost_Dog (2006-03-07 16:48:44)
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ha! darum hat ich auch "johnny" namentlich erwähnt und keinen ton über den unsäglich trivialen ray verloren ;) sowieso, dass einer wie foxx nen oscar gewinnen konnte, ist schon fast pervers... btw hat der die stücke ja auch nicht selber gesungen, im gegensatz zu den darstellern in walk the line. |
leute, wir sind bei den oscars nicht bei den grammies. right? seit wann gibt es ein goldmännchen für den besten singenden schauspieler? bei allem geplänkel, hut ab vor foxx's darstellung |
Zitat lafrecciablu (2006-03-08 13:31:47)
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Zitat Ghost_Dog (2006-03-05 12:31:23)
Lieber/Liebe Ghostdog: Das es dieses Jahr verschiedene Filme mit "homosexuellen" Hauptfigurn gab, ist eher auch als politisches Zeichen gegen die immer mehr "unfrei" werdende Gesellschaft unter Führung von Bush u.a. zu werten. So entweder bist Du heimlich ein Schwulenhasser oder hast einfach nicht gross nachgedacht bei deiner Aussage. Beides ist suboptimal (:D) |
trotzdem: recht hat er! es geht nicht mehr um die story selbst sondern darum wer das tabu bricht, das grad am meisten "in" ist. |
ich bin weder schwulenhasser noch hab ich nicht nachgedacht, als ich gepostet hab. meine meiung ist, dass der film überberwertet wurde, ich fand ihn auf weiten strecken stinklangweilig. fertig. und sorry wegen "tabu" etc. das zieht vielleicht im puritanischen ami-land... es war marketing und ein versuch, die schwulen-lobby an bord zu holen. erschliessen neuer segmente, wenn schon die industrie so leiden muss wegen der piraterie... im tv wars ja das gleiche, das spriessten auch die queer-eye / konsorten sendungen... |
Oh mann. Hört doch auf. Zitate wie 'Wer will schon Männer beim Kuscheln sehen' und andere bringen mich nur auf die Palme. Darüber kann ich echt nur den Kopf schütteln. Wenn Frauen kuscheln und sich küssen dann ist es ja soooo geil, aber sobald es Männer sind, ist es plötzlich was anderes. Ich schaue auch nicht gern Männer beim Küssen zu, aber solche Sprüche sind für mich trotzdem tabu. Die Produzenten sind mit diesem Film schon ein gewisses Risiko eingegangen aber ich finde es gut, dass man da ein Tabu bricht. So ist nun mal unsere Gesellschaft. Sie ist nicht perfekt. |
das tabu brechen und gleich weitere tabu's in die andere richtung schaffen? neee |
Du verstehts ja auch gar nichts... |
Exakt, vor ein paar Jährchen war Carrie Bradshaw und ihre Sex in the City Kolleginnen der Marketingbrüller, heute sinds halt die Schwulen und Lesben. Hört sich vieleicht extrem an, is aber so! Und wie schnell mann hier als Schwulenfeindlich / Hasser verdächtigt wird ist auch mehr als bedenklich. |
das ganze als aktuelles marketing abzutun zeugt von ziemlicher unwissenheit, die story könnte durchaus ihren ursprung bei vergils "ecologa 2 "haben Formosum pastor Corydon ardebat Alexim heisst in etwa:corydon der hirt hegte heisse liebe für den schönen alexis... |
*KOOOTZ* *KOOOOOTZ* *3-mal KOOOOOOOOOOTZ* !!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sorry! Ich fand den Film echt ****** |
ich fand den film super, und denkt jetzt nicht, nur wegen jake (l.schauspieler)! der film ist sehr eindrücklick, und man leidet irgendwie mit jack und ennis, auch wenn man sonst nicht wirklich findet, dass schwule perfekte paare sein könnten! aber asuf der anderen seite tut einem auch ennis frau leid. jacks frau weniger, die haben ja irgendwie (ausser am anfang) auch nicht wirklich ne beziehung. als ennis das hamd mit dem blut bei jacks eltern holt, und dessen mom noch so nett zu ennis ist, habe ich nur noch geheult! ein fantastischer film!!! |
der schnelldurchgang |
Zitat papp (2006-04-27 07:59:31)
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Zitat papp (2006-04-27 07:59:31)
Genial |
Hallo meine Lieben, ich habe mir gestern den Film angeschaut und seitdem phasenweise immer wieder heulen müssen. Der Film hat mir mein Herz gebrochen, um es mal krass auszudrücken... Er zeigt deutlich auf, dass Menschen umsonst leiden müssen, weil es die Gesellschaft (die seit Jahrhunderten von der Kirche ihre Gehirnwäsche bekommt) so will.. Was mir an dem Film nicht gefällt, ist, dass Jack nicht wegen Ennis, sondern wegen dem anderen Typen stirbt.. Die tragische Romantik wird dadurch zerstört (ausserdem muss es für Ennis ein zusätzlicher Tritt ins Gesicht sein, der gerade davon erfahren hat, dass sein Liebster gestorben ist und noch nicht mal die Wahrheit über seinen Tod erfahren hat), aber vielleicht ist es dadurch realistischer. Wer kann schon 20 Jahre einen Menschen lieben, den man so selten sieht?? Was mich wohl am Meisten bewegt hat(und immer wieder zum heulen bringt), ist, als Jr. ihn besucht um ihre baldstehende Hochzeit kundzutun. Sie sagt: "Papa, du brauchst unbedingt mehr Möbel" und er sagt: "Wenn man nichts hat, dann braucht man auch nichts". Wie recht er hat!!! Er hat seine Liebe verloren, er hat keine Familie, keine Freunde. Er lebt völlig in der Isolation, weil er keine Kraft mehr hat, die Regeln der Gesellschaft zu befolgen.. Andererseits kann ein Mensch aber nicht alleine leben... Von wem bekommt er Geborgenheit und das Gefühl geliebt zu werden? Von niemanden und wahrscheinlich wird er bis zu seinem Lebensende alleine sein. Und was mir ungemeine Kopfzerbrechen bereitet: Was meint Ennis am Schluss mit: Jack, ich schwöre?? Was schwört er? Ihn auf ewig zu lieben? Was hat der Regisseur damit bezweckt, den Text unvollständig zu lassen?? Das muss ich unbedingt wissen, um mit dem Film abschliessen zu können, sonst komm ich noch in die Klapse wegen Depressionen.... So, meine Lieben.. Es ist ein bisschen lang geworden, aber der Film hat mich sehr mitgenommen und ich musste meine Gefühle rauslassen.. Liebe Grüsse, Greekhoney |
Dazu fällt mir nur der Spruch meines Bekannten ein: "Sowas können auch nur Frauen gut finden!"
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Zitat Greekhoney (2006-05-05 22:46:53)
Ich nochmal.... |
als Westernfan find ich das einfach nur ne verarsche... tu ich mir nicht an |
naja...soll ja auch kein westernfilm sein...geht ja um den hauptinhalt: drama um ein schwulenpärchen.... |
Soviele Schafe waren da gar nicht aufm Set. |
Absolut zum kotzen, wie man hier den Western durch den Dreck zieht! Das absolut Letzte! *Kotz* |
Zitat V8 Power (2006-11-14 18:17:26)
kann es sein, dass du den film nicht richtig verstanden hast?! |
Zitat dienchen (2006-11-14 20:27:01)
tja, dienchen, ich denke der gute v8 (der name spricht ja wohl für sich), der lebt selber halt auch immer noch in der zeit... |
Zitat gargamel (2006-11-14 21:04:49)
Ja, das könnte natürlich gut sein... |
Viel Rummel um nicht's! Und nur weil eines der heiligen Kühe der Amis angegriffen wird!! Denn Cowboy's, das sind richtige Kerle!! Aber warum denn die ganze Aufregung? Jack sagt ganz klar und deutlich,"Ich bin nicht schwul!" Er mag halt nur engere Löcher... Ne, im Ernst der Film ist ganz nett, mit sehr guten Schauspielern. Was ich aber nicht ganz verstehe ist halt die ganze Aufregung in den Staaten. Wie schon im Film Full Metal Jacket gesagt wird:"aus Texas kommen nur Schwule und Stiere!"
Was hat die Kirche bitte schön mit diesem Film zu tun?? Es gibt wahrscheinlich Weltweit keine andere Organisation mit sovielen homosexuellen Mitglieder als die Kirche!! |
Bis auf die zwei gutaussehenden Schauspieler |
Brokeback Mountain ist mit Abstand der beste, ergreifendste, schönste und erotischste Film, den ich je gesehen habe. Kein Film hat mich bisher so nachhaltig berührt und fasziniert. Es ist jetzt über ein halbes Jahr her, dass ich ihn gesehen habe und noch immer denke ich ständig an ihn. BROKEBACK MOUNTAIN |
nach der ersten Sex-Szene war DVD-Player aus. Das war mir dann doch zu viel. Ich hab gar nix gegen Homo-Erotik oder Homosexualität allgemein, aber schwule Cowboys die es auch noch vor unseren Augen treiben und das in einem Hollywood-Film...das war zu viel des guten. |
Zitat CodyMaverick (2007-10-11 22:15:40)
mit andren worten... du hast DOCH etwas gegen Homosexualität. Wieso soll es grad bei Cowboys nicht auch Schwule darunter geben? Diese Argumentation verstehe ich nicht. Alle anderen Berufe ja, Cowboys nein. (ist dies überhaupt ein Beruf?...). Dann sind es eben Sheepboys, what's the difference anyway... |
Hei mir geht es gleich wie codymaverrick.... es geht mir aber nicht um die cowboy sondern allgemein! ich hab auch nichts gegen homosexualität aber ich muss mir nicht einen halben homoporno (erotik je nach defintion ob porno etwas mit gewalt zu tun hat!) anschauen! (übrigens auch keine heteroporno) |
@ summerfeeling und CodyMaverick Wieso darf das nicht in einem Hollywood Film vorkommen? Klar, es ist ungewohnt zwei Männern beim Akt zuzusehen, aber warum sollte man das nicht auch einmal zeigen? Das Ganze muss man ja nicht irgendwie anziehend finden, aber dabei ekeln sollte man sich ja wohl auch nicht. Ich finde es mutig von Ang Lee, dass er versucht hat die Homosexualität in einem Film zu normalisieren. Andere Frage: Mit einer Sexszene muss man in einem Hollywood Film rechnen. Warum habt ihr euch also überhaupt Brokeback Mountain angeschaut? Ich nehme an ihr habt genau gewusst, dass es da um Schwule geht. Habt ihr Angst, dass ihr schwul seid, wenn ihr eine solche Szene schauen könnt? nur @ summerfeeling Diese Szene auch nur einen halben Porno zu nennen ist ja wohl etwas vom Lächerlichsten, was ich in der letzten Zeit gehört habe. Für dich wären also 50 % Prozent aller Sexszenen in Hollywoodfilmen halbe Pornos. (sowieso, was ist ein halber Porno? Entweder Porno oder Film-Sexszene). |
hmmm also ich habe mich wahrscheinlich nicht gut ausgedrückt.... es geht mir nicht um hollywood oder nicht hollywood.. das isch mir sch** egal! homosexualität wird für mich nie etwas ganz normales sein immerhin ist es biologisch gesehen auch eher nicht normal mit ausnahme einiger tiere! mir ist es sowas von egal ob es lächerlich ist oder nicht... ich schaue eben die anderen 50% der filme... muahahahaha nein im ernst jetz! ich hab ja gesagt es ist definitionssache was erotik sexszene oder auch porno ist! ich finde die szene eifach übertrieben detailhaft dargestellt egal ob mann und frau oder mann und mann! ps. ich find es nicht nötig die meinung anderer als lächerlich zu bezeichnen, selbst wenn sie dir nicht entspricht! frage lieber zuerst wie genau dies gemeint war bevor du sie als lächerlich bezeichnest! |
Zitat summerfeeling (2007-10-12 21:09:23)
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leseverstehen ist nicht jedermanns sache..... |
sorry das wo du jetz gad gmacht hesch isch lächerlech... lises no 100 mau de chunnsch villicht drus u mueschmi nid blöd af**** |
Zitat summerfeeling (2007-10-13 17:21:31)
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i o ni [Editiert von summerfeeling am 2007-10-13 18:39:36] |
a sorry du chunnsch ja vo luzern oder öppe ni? sorry bärner si haut usländer... |
Brokeback Mountain ist eine schöne und einfühlsame Liebesgeschichte, die sehr schön die Konflikte der Gesellschaft und das Wachstum einer Liebe über viele Jahre beleuchtet. Untermalt wird das Ganze mit einer schöne Musik, die jedesmal wunderbar zur Szene passt. Den beiden Hauptakteuren, Jake Gyllenhaal und Heath Ledger, muss man ein grosses Kompliment machen, sie haben die komplizierten Charaktere blendend umgesetzt. @ CodyMaverick [Editiert von El Chupanebrey am 2009-01-25 12:21:05] |
Habe den Film soeben werbefrei auf ORF 1 gesehen. Die zwei Darsteller spielen wirklich gut ihre Rolle, aber für mich ist es kein Oscar/Grammy würdig (was der Film oder die Schauspieler glaube ich verdient hatten). Spoiler zum Lesen Text markieren
Für mich ist der Film 1mal sehenswert, aber kein Grund zum kaufen. Film erhält von max 10 Punkten, 6.5 von mir (10 = ausgezeichnet) Ergänzung: [Editiert von Fabi7 am 2009-02-22 22:34:35] [Editiert von Fabi7 am 2009-02-22 22:50:02] |

