Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Four Rooms
Four Rooms oder: Die Nacht ist nicht zum schlafen da "Four friends, telling four stories, making one film", so lautet das Motto von Four Rooms. Die Herren Allison Anders, Alexandre Rockwell, Quentin Tarantino und Robert Rodriguez erzählen unabhängig voneinander Geschichten vom Hotel. Der rote Faden ist Tim Roth, der in Pulp Fiction oder Reservoir Dogs bereits Erfahrungen mit Tarantino gemacht hat. Die Ausgangslage ist eigentlich recht lustig. Ein Typ wird in die verschiedensten Situationen gesteckt und, man glaubt es kaum, schafft es immer irgendwie, diese zu meistern. Allerdings sind diese, jeweils von einem anderen Autor geschrieben und sogleich in Szene gesetzt, qualitativ und unterhaltungstechnisch sehr unterschiedlich. Während man vor allem bei der Episode von Robert Rodriguez lachen kann, tun sich die anderen drei Folgen relativ schwer, den Zuschauer bei Laune zu halten. Glücklicherweise sind sie jedoch relativ kurz gehalten und so schafft man es auch, die ersten beiden, wirklich schwachen Folgen, auszuhalten. Auch bei Quentin Tarantinos Folge wird erst gegen Ende ein bisschen aufs Gas gedrückt. Bis dahin ists zwar schön, die Stars zu sehen, aber so richtig tut sich kaum was. Ein weiteres Problem, das dieser Film mit sich bringt, ist der Hauptdarsteller. Tim Roth mag ein guter Schauspieler sein und das hat er auch schon ein paar Mal bewiesen. Hier aber betreibt er overacting der übleren Sorte. Ein bisschen hampeln ist sicherlich nicht schlecht, aber so nervös und übertrieben dargestellt, vermag die Figur des Bellboys Ted leider keinesfalls zu gefallen, geschweige denn zu unterhalten. Die vier Namen der Autoren, Regisseure und Freunde versprechen einiges, was die Folgen an sich leider kaum halten können. Diejenige mit Antonio Banderas ist lustig und die letzte kann man mit viel gutem Willen auch noch zu der Sorte gelungen zählen. Die restlichen zwei konnten mich leider absolut nicht überzeugen. Da hilft auch *wrrrau* Valeria Golino nichts. Fazit: Nicht alles, was den Namen Tarantino auf dem Filmplakat hat, ist auch dementsprechend cool. Der Mann kann Regie führen und produzieren. Ja. Aber übers Schauspielern kann man sich streiten. Letzten Endes ist Four Rooms ein Episodenfilm, der wahrscheinlich nur Hardcore-Fans gefallen wird. Freundschaft unter einander in allen Ehren, aber dieses Projekt kann man abschliessend mit gutem Gewissen als "höchstens Durchschnittlich" bewerten. Wenn schon der Film an sich nichts Atemberaubendes ist, schaffen es dann die Extras auf der DVD, das Gemüt zu erhellen? Mal kuckn... Den Trailer haben sie mal mit raufgepackt. Dann Schrifttafeln zu jeder der vier Stories. Man will ja schliesslich wissen, um was es geht, oder? Denn der Inhalt und Beweggrund für die jeweilige Geschichte wird kurz erläutert. Wie kam der Film überhaupt zu Stand? Nun, auch diese Frage wird per Schrifttafel beantwortet. Ebenso das kurze Trivia, das ganze vier Sachen aufführt, die man eventuell noch nicht wusste. Abschliessend darf man sich aus einer grösseren Trailershow ein paar Produkte des Verleihers anschauen, wie zum Beispiel Land of Plenty oder das Million Dollar Baby. Mehr gibts nicht. Ton und Bild haben keine Probleme bereitet und seien hiermit als "ansprechend" oder sogar "gut" bewertet. |
Abgesehen vom ersten Raum, ist der Streifen der absolute Hammer. Man bekommt fast Mitleid mit Tim Roth. Aber nur fast |
Zitat Markus (2005-12-21 08:49:05)
Die Rodriguez-Episode "The Missbehaviours" ist mit Abstand die Beste. Don't missbehave! |
Also ich fand, der komplette Film war ein sinnloses Irgendwas. Spaetestens nach 20 Minuten kamen mir beim Zuschauen nur mehr die beiden Fragen 'Was soll das?' und 'Was soll ich davon halten?' in meinem Kopf. Und wann immer ich mir gedacht hatte 'Jetzt wird was kommen, jetzt wird was kommen', war die Episode dann schon aus. Die ersten beiden Folgen sind total witzlos, die Dritte bringt einem zum Schmunzeln, aber der Schlussgag ist von der Idee her so alt und Tarantinos Gerede am Ende über seine Vorlieben zu irgendwelchen alten Filmen... wen interessiert das? Und Tim Roth ist hier leider nur eine Knallcharge. [Editiert von First It Giveth am 2008-08-18 02:11:49] |
Zitat Markus (2005-12-21 08:49:04)
True! |
Der Film unterhält super und enthält einige zum umfallen komische Momente. Tim Roths leicht übertriebenes Getue ist einfach nur cool. (natürlich muss man sich dafür in der richtigen gemütsverfassung befinden |

