Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Rumor has it
Rumor has it oder: Was macht eigentlich Mrs. Robinson heute so Das Gerücht, dass sich irgendjemand für eine Fortsetzung von Charles Webbs Geschichte um den Uniabgänger Benjamin Braddock interessieren würde, muss von einem Hollywoodschlipsträger in die Welt gesetzt worden sein. Zur Tatsache wurde es auch nicht, als eine Reihe namhafter Schauspielerinnen und Schauspieler sich zur Teilnahme entschlossen haben. Nicht einmal als der ursprünglich beauftragte Regisseur Ted Griffin, das weite suchte und durch Rob Reiner ersetzt werden musste, schien sich jemand des grossen Irrtums bewusst zu sein. Nun wird der Film dennoch auf die Menschheit losgelassen. Für einen Film, der sich so offensichtlich auf The Graduate bezieht, hat er ziemlich wenig mit dem Original zu tun. Das sind gute Neuigkeiten für alle, die Angst haben, vor lauter Anspielungen die Hälfte der Witze nicht zu verstehen. Doch auch allen anderen können über die Tatsache nicht glücklich sein. Denn die Hälfte von wenig, ist auch nicht gerade viel. Shirley McLane stiehlt die Show als Männer hassenden Zynikerin. Grandma Katherine - wehe man nennt sie öffentlich so - hat Style und die Lacher auf ihrer Seite. Wie schlimm ältere Damen in Hollywood auch dargestellt werden können, zeigt der Kurzauftritt von Kathy Bates als "Zirkusclown". Total unsympathisch ist Jennifer Aniston, deren Figur den Film tragen soll. Wer dachte, es ginge nicht noch unentschlossener als Rachel in Friends wird schon auf der Flugzeugtoilette in den ersten zehn Minuten des Films eines besseren belehrt. Mit einer ganzen Reihe von Filmzitaten soll gerettet werden, was zu retten ist. Die einen sind gewollt (The Good the Bad and the Ugly, Friends und logo! The Graduate), die anderen ungewollt (Pretty Woman, My Best Friend's Wedding und jede Schnulze mit Mark Ruffalo). Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Die Marketingabteilung versucht Frohmut zu verbreiten und hat die Entstehungsgeschichte des Films gleich zur Tagline verwurstet: "Based on a true Rumor". Reiner Zweckoptimismus: Dass The Graduate einer Fortsetzung bedarf, kolportierte ausserhalb der Inkasso-Abteilung eines Hollywood Studios niemand. |
Wer Kevin Costner sehen will, ist in diesem Winter mit The Upside of Anger viel besser bedient. Darin hat er in Joan Allen wenigstens eine ernst zu nehmende Sparring-Partnerin, die schauspielern kann. Hier noch auch der Clip mit dem Freaky Cameo von Kathy Bates. |
Zitat rm (2005-12-18 18:31:45)
Jetzt wissen wir auch, wohin der Zirkus Knie sein Zelt gibt, wenn er Winterpause hat |
Zu Beginn ist "Rumor has it" wirklich abgedreht und witzig Spoiler zum Lesen Text markieren
aber so ca in der Hälfte des Streifens ändert sich dies. Der Film mutiert zu einer ordinären Liebesschnulze mit einem noch ordinäreren Spoiler zum Lesen Text markieren
end. Durchschnittlich! Obwohl Kevin Costner für einmal nicht als der superpotente Hengst dargestellt wird wie in "Waterworld" und "The Postman". Man erinnert sich an die Paralellen: In beiden Filmen kommt er in ein Dorf oder Insel, wo er dann von der Dorfschönheit um eine grosszügige Spermaspende gebeten wird, da die Männer der Dorftussis zeugungsunfähig sind... Dies ist wahrscheinlich auf den Fakt zurückzuführen, dass Costner bei "Rumor has it" nicht Regie geführt hat.
Und trotz dem: nur durchschnittlich! |
Die besten Witze hat wirklich nur Shirley MacLaine auf Lager (siehe Spoiler Paganini). Sonst ein netter Film, mit netten Schauspielern und einer netten Story (und einer Mena Suvari, die nur nerven tut). Gegen Ende beherrscht das Belanglose diese Komödie und man wünscht sich das glasklare Ende sehnlichst herbei. |
@paganini u. lafrecciablu Kennt ihr das Original? |
du meinst the graduate? Nein, den hab ich bis zum heutigen tag irgendwie nicht geschafft... |
Eurer Meinung kann ich mich nur anschliessen. Ein wirklich guter und frecher (zumindest bis zur Hälfte) Film fürs Fernsehen, aber für die Kinokarte ist es einfach zu wenig. Zuwenig von allem.
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Zitat rm (2005-12-22 13:28:35)
Ne, auch ich kenn den nicht! Warum? |
Ich hab mich nur gelangweilt.. |
Die Idee ist ganz nett, aber furchtbar umgesetzt. Jennifer ist jo wie immer süss, aber diesen Mark Ruffalo kann ich überhaupt nicht ausstehen. |
Ein Film, wie man ihn schon 1000Mal gesehen hat. Voraussehbar, dementsprechend uninteressant und einzig durch Shirley MacLaines Präsent ein bisschen aufgelockert. Jennifer Aniston spielt Rachel Greene (kann sie auch was anderes?) und Costner sollte man mit Cowboyhut auf ein Pferd setzen, da passt er besser hin. Die Anspielungen auf The Graduate sind allerdings recht lustig, vor allem wenn man den Film kennt. Trotzdem ists halt eine "romantische Komödie made in USA", wie man sie kennt und (gegebenenfalls) mag. Allerings hatte ich gegen Ende noch Hoffnung auf eine Abweichung des erwarteten Finishs. Da hätte ich doch fast noch dem blassen Mark Ruffalo einige Sympathiepunkte zukommen lassen, doch er musste mir natürlich schlussendlich einen Strich durch die Rechnung machen. |
Dabei war doch der Schluss im Original so geil. Spoiler zum Lesen Text markieren
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Also mich hat es doch auch etwas um den Eintritt gereut... ist ein film, den man mal an einem langweiligen sonntag - abend auf orf, pro7 oder rtl schauen kann... vor allem war ich enttäuscht, dass der ganze film keinen einzigen moment bereit hält, bei welchem ich hätte sagen können: hmmm hätte ich jetzt nicht gedacht!!! Spoiler zum Lesen Text markieren
mein fazit: wartet bis der film ins fernsehen kommt! |

