Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays

Beitrag Being Julia

» Zum letzten Beitrag springen

Being Julia oder: Was für ein Theater!


Ein Lustspiel von beinahe Shakespear'ischen Ausmassen mit Liebe, Rache, Neid und Leid, nur dass Being Julia nicht auf einer Vorlage des grossen englischen Dichters fusst. Die Gestaltung der Geschichte einer alternden Bühnendiva und ihres kapriziösen Lebens ist recht bieder, fast theatralisch (im wahrsten Sinne des Wortes) und statisch umgesetzt. Filmisch hat Being Julia wirklich wenige Reize und wäre auf einer Theaterbühne wahrscheinlich besser vertreten als auf laufenden Bildern.

Auch darstellerisch, das eigentliche A und O bei dieser Art Film, konnte mich niemand wirklich überzeugen. Von Annette Benning war ich gleichermassen, ich möchte nicht sagen enttäuscht, vielleicht eher unterfordert - der Charakter ist einfach völlig uninteressant -, wie auch von Jeremy Irons, der als Theatermagnat recht blass bleibt. Krass fehlbesetzt ist Shaun Evans als amerikanischer Schürzenjäger Tom, oder T-O-M, wie Julia zu sagen pflegt.

Die Vorteile des Films liegen bei der obligaten Frage, wie geht es weiter und den hinterhältigen Twists der "grossen Lady". Damit bleibt dann doch noch genügend Neugier vorhanden, um den Film nicht in seiner recht farblosen Einöde (roaring 20's und anfangs 30's ist nicht) versinken zu lassen.

Extras: Ein lahmes Making Of und ein gewohnt PR-mässiges Behind the scenes sowie einige hübsche deleted scenes. Die Bildqualität ist sehr gut und der hauptsächlich dialoglastige Ton kommt sauber und klar rüber.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

pb's Wertung: 2 Sterne


Beiträge suchen

Aktive Beiträge