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Beitrag Lost - Season 1

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Lost - Season 1 oder: Inselkoller oder Monstershow?


In Amerika sitzen regelmässig bis zu 17 Millionen Menschen vor der Glotze, wenn der Sender ABC die Serie Lost zeigt. Wöchentliche Ereignisse, Entdeckungen, Tragödien und Gefahren. So präsentiert sich die gelungene Serie vom Alias-Schreiber JJ Abrahams. Auch in Europa hat die Serie Fuss gefasst und konnte durch stabile Quoten überzeugen. Wer die Geschichte um die Überlebenden von Flug 815 noch nicht im TV sehen konnte, wird jetzt mit einer detaillierten DVD-Box entschädigt.

Wenn man von Leute aus der Zivilisation hört, die auf einer Insel ausgesetzt werden, dann kommt dem geübten Kinogänger natürlich sofort Cast Away in den Sinn. Damals wehrte sich Tom Hanks bekanntlich mit Hilfe eines Volleyballs gegen das Verhungern und das Sterben. In Lost liegt die Last nicht bloss auf einer einzelnen Person, sondern auf einer Gruppe. Eine Gruppe von Individuen, die sich erstmal finden muss und von denen jeder einzelne ein bisschen andere Ansprüche hat, als sein Kollege. Während die einen so schnell als möglich von der Insel weg wollen, ziehen es andere vor, sich zu organisieren und das Beste aus der Situation zu machen. Konfliktpotenzial ist wahrlich gegeben.

Ebenso ist, erstaunlicherweise, nicht nur das Tun und Lassen der Menschen im Mittelpunkt der Serie, sondern auch die Insel selber. Jawohl, die Insel wird als Charakter angeschaut und liefert immer wieder herrlich gruselige und spannende Momente. Wo ist man? Wieso ist das Flugzeug genau hier abgestürzt? Wegen wem sitzt man auf der Insel fest, wo nichts so scheint, wie es eigentlich sein sollte? Alles Fragen, auf welche die erste Staffel Antwortmöglichkeiten geben kann. Nein, wer glaubt, das Mysterium um die Insel bereits nach Ansicht dieser ersten, über 20 Folgen gelöst zu haben, der wird hier offiziell als Lügner abgestempelt. Denn wenn man mal eine Spur hat, kann man davon ausgehen, dass sie kurze Zeit später wieder weggewischt wird und sich eine neue Möglichkeit auftut. Miträtseln ist also angesagt.

Die Schauspieler sind meistens bekannte Gesichter aus irgendwelchen amerikanischen TV-Serien. Sei es JAG, Becker oder Party of Five. Wem diese Serien nichts sagen, der kann hier unvorbelastet ans Werk gehen. Den bekanntesten Namen hat sicherlich Dominic Monaghan, der durch seine Darstellung des "Merry" aus der Lord of the Rings-Trilogie noch in guter Erinnerung ist. Ansonsten ist es erfreulich, wenn man Gesichter mal nicht von Anfang an dem Guten oder dem Bösen zuteilen kann. Gastauftritte gibt es einige und auch dort werden Serien- und Genrefans den einen oder anderen wieder erkennen.

Fazit: Lost ist cool. Mysteriös, spannend, lustig, traurig, tragisch und deckt praktisch die ganze Palette an Gefühlen ab, die man bei anderen Serien so schmerzlich vermisst. Was als Abenteuer-Drama beginnt, entwickelt sich zur Fantasy- und Gruselshow, die mit Action, Witz und schlussendlich einem Cliffhanger aufwartet, der die Fans von solchen Dallas-ähnlichen Enden mit Tränen in den Augen vor der Glotze sitzen lässt. Immer wieder mit Flashbacks angereichert (damit man die Charaktere noch besser versteht und kennenlernt) entwickelt sich im Laufe der ersten Staffel eine Intensität, die an Spannung kaum mehr zu überbieten ist. Lost, das in unseren Breitengraden gleichzeitig mit den Desperate Housewives gestartet ist, hat den Zicken und Klatschmäulern allerdings schon nach kurzer Zeit gezeigt, wie eine geile Serie sein muss.

Die DVD-Box der ersten Staffel ist natürlich ein Fingerschlecken für jeden Fan dieser Serie. Und nachdem nach Ansicht des Filmmaterials doch einige Fragen aufgetaucht sind, kann man sich mit Freude an die zahlreichen und sehr interessanten Extras machen. In einem 8-minütigen Feature wird erzählt, wie es eigentlich zu Lost gekommen ist. Wer hat seine Hände im Spiel, wer betreibt welchen Aufwand und wie sollte die Serie eigentlich am anfänglich aussehen. Nachdem dieses Feature den Machern und Schreibern gehört, kommen im nächsten die Schauspieler selber zu Wort. Ihre Vorsprechen wurden gefilmt, ihre Rollen den jeweiligen Charakteren angepasst und so ergibt sich ein detailliertes und interessantes Filmchen, das dem Zuschauer den Schauspieler hinter der Rolle näher bringt. Besonderer Blick wird auf den Kinofilm-reifen Pilotfilm geworfen. Das Making-of zu diesem ist ebenfalls abrufbar, wie auch die fotografische Kunst des Matthew Fox, der wirklich ein paar sehr gelungene Aufnahmen zum Besten gibt. Den Abschluss des ersten Featureteils macht ein Bericht über eine der vielen Conventions, an welcher der Pilotfilm zum ersten Mal vorgestellt wurde. Das Haus ist voll und die Fans ekstatisch. Dabei wurde noch keine Minute Film gezeigt. Die Schauspieler sind entsprechend sprachlos.

Im zweiten Teil gehts vor allem darum, bei den Dreharbeiten den Machern über die Schulter zu gucken. Die Kamera hinter der eigentlichen Kamera. Die Aufdeckung der Special-Effects und der einzelnen, komplizierten und aufwändigen Shots. Das alles am Beispiel von Ausschnitten aus sechs Episoden. Jimmy Kimmel, ein lustiger Mann aus Amerikas TV-Programm macht sich dann auf, die Geheimnisse von Lost, nicht wachsenden Bärten, verlorenen Themesongs oder Farbtöne des Monsters zu lösen. Lustiger Kerl, der es tatsächlich schafft, das Monster vor die Kamera zu kriegen. Der fiktiven Rockband "Drive Shaft" wird ebenfalls ein Kapitel gewidmet, das erklärt, was es damit auf sich hat und was man sich davon verspricht.

Interessant gehts weiter, wenn wir zusätzliche Flashbacks anschauen können, über Bloopers lachen und Szenen zu Gesicht bekommen, die es nicht in die Serie geschafft haben. Schlussendlich ist die Crew im "Museum of Television and Radio" und stellt sich den Fragen der Zuschauer. Und soviel gelacht wie da, hab ich schon lange nicht mehr. Lustig auch, wie die realen Personen hinter den Charakteren herrlichste britische Akzente auspacken und auch sonst nicht auf den Mund gefallen sind.

Abschliessend also eine herrlich ausgestattete Box, die interessiert und fesselt und welche für einzelne Episoden sogar noch einen Audiokommentar der Macher parat hält.

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muri's Wertung: 5.5 Sterne

Zu diesem Thema wurden insgesamt 18 Beiträge geschrieben.
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Für mich ist Lost Staffel 1 eine der grössten Veraschungen des wacker schauenden Serienpublikum. Meine Fresse war ich stocksauer nach diesem absolut billigen Finale..... Aber eben, die Proftitmaschine funktioniert und so muss nun auch noch die 2. Staffel geschaut werden.

Chemic's Wertung: 3.0 Sterne

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Ein Kollege von mir, der sich die Teiler via P2P saugt und als 100%-Lost-Süchtiger abgestempelt werden könnte, meinte letzthin nur, dass die zweite Staffel jetzt gegen Schluss keinen Biss mehr habe. Es scheint als gingen den Herren die Ideen aus und man wolle unbedingt noch eine 3. Staffel machen.

Markus' Wertung: 4.0 Sterne

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Auf die ewigen Nörgeleien eines Kollegen habe ich mir mal Staffel 1 reingezogen.

Ok ok. Mein erstes Urteil war wohl doch etwas hart. Es hat einige interessante Aspekte, aber sicherlich nicht alle.

Positives:
Die Hintergrundgeschichten von Hurley (hey dude!), Locke und Sawyer sind der absolute Hammer. So stell ich mir TV vor.

Negatives:
Die Geschichten von Kate (uuhhh, ich fahr mit Perücke und ganz vielen Autonummern herum) ist ja mehr als nur gähn.

Sayid ist zwar als Charakter interessant aber sein Hintergrund....Muuuahh!

Und der liebe Jack. Jaja, geht so. Könnte besser sein.

[Editiert von Markus am 2006-06-17 17:59:57]

Markus' Wertung: 4.0 Sterne

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Zitat Markus (2006-06-17 17:59:24)

Ok ok. Mein erstes Urteil war wohl doch etwas hart. Es hat einige interessante Aspekte, aber sicherlich nicht alle.


Das muss jetzt sein. :d

Zitat Markus (2005-03-15 21:15:31)

Hab die erste Folge gesehen und ich bin nicht sehr begeistert. Kommt mir gerade wie '40-ungrad Amis auf Südseeinsel' vor...Ganz ok das Ganze aber...es wird wiedermal mit Special-Effects herumgespielt...

Die Charaktere sind die 0815-Stereotypen, welche auf keinem Flugzeugabsturz fehlen dürfen. Der 'Arzt' mit Adoniskörper, der auch technisch versiehrt und Führungserfahrung hat (er kann sicher ALLES).

Das nervende Chick, dass sich am Strand neben all den Leichen ihre Fussnägel lackiert *gähn*

Auf der Insel scheint es auch irgendwelche Menschenfresser / Fleischfressende Gorillas oder sonst was gruseliges zu haben (damit man die Spannung aufrechterhalten kann...

Spannung ist hier sowieso eine ganz interessante Sache. Es wird alles mit Musik gemacht...So richtig schön im 70er-Jahre Stil...Urplötzlich ganz laut damit man gleich merkt...uhh jetzt passiert dann was.

Werd mir mal noch die zweite Folge ansehen aber da halt ich mich doch lieber bewährtes wie: Carnivale / Desp Housewives (rm: ich weiss magst du nicht ;);)) / Enterprise / The Wire oder The West Wing...denn dort steppt der Bär :)


Übrigens. TSR zeigt gerade jeden Donnerstag drei Folgen der 2. Staffel Lost am Stück.

rm's Wertung: 4.0 Sterne

Die Anspielungen sind wirklich hübsch. Die üblichen Star Trek / Wars Sticheleien sind süss (der Koreaner wird als Sulu abgestempelt...).

Aber auch das Flashback in Locke's Kisten-Firma. Als der Chef kommt und John nach dem 'TPS-Report' fragt :d:d. DEM running gag aus Office Space.


Markus' Wertung: 4.0 Sterne

Ist interessant, wie ein Thema (hier: The Hatch) solange interessant bleibt bis man weiss, was es effektiv ist. Danach ist es nur noch...okay..

Aber es gibt noch Hoffnung:

Spoiler zum Lesen Text markieren

Mal gucken was sich hinter 'The Flame' verbirgt. Swan war ja okay aber irgendwie nicht genug. Pearl, Spear und Staff waren eher dürftig interessant. Ein paar Steinchen mehr fürs immer grösser werdende Puzzle.


[Editiert von Markus am 2006-06-26 11:10:21]

Markus' Wertung: 4.0 Sterne

Seit ProSieben am Samstag Nachmittag die Wiederholungen der ersten Staffen zeigt bin ich echt LOST-Süchtig, und Jack finde ich echt süss (jaaa Ärzte... ;) )Hab mir sogar die DVD Box gekauft um mir das ganze mal ohne Werbung zwischen drin anzuschauen. Das einzige was ich nicht verstehe ist, dass die Serie ab 16 ist. Halloo, ich bin 13 und finde die Serie echt spannend und gruselig. Aber ab 16?

real_witch's Wertung: 6.0 Sterne

naja, was soll man dazu sagen. Eine recht enttäuschende Geschichte, die sich teilweise zu lange damit Aufhält mit Flashbacks irgendwelche Vergangenheitsbewältigungen zu machen, als die Story voranzutreiben. Obwohl einige Dialoge ganz gelungen sind und die einzelnen Figuren sehr gut ausgearbeitet sind, bleibt es enttäuschend. Kam mir irgendwie vor wie Wickerman - ständig wird irgend etwas sehr theatralisch eingeführt/angekündigt, dass sich letztendlich doch als Nullnummer entpuppt. Dazu kommt noch ein Finale, das schlimmer geworden ist als eine Folge von GZSZ wo genau dann ein überflüssiges Flashback eingeblendet wird, als es spannend wird.

Wie auch immer, wenigstens gab es ein wieder sehen mit Delenn.

Fazit: Naja wems gefällt. Mich hat es nur teilweise gepackt und fand es eher viel Rauch um nichts. Mal schauen ob ich mir die zweite Season auch noch zulege und mir nochmals das ganze antue.

db's Wertung: 4.0 Sterne

Zitat db (2007-06-24 23:29:22)

...und fand es eher viel Rauch um nichts....

Aufpassen! Dieser Rauch beisst zurück ;)

Markus' Wertung: 4.0 Sterne

Das weiss man aber erst in der 2. Staffel ;)

muri's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat Markus (2007-06-27 12:53:47)

Aufpassen! Dieser Rauch beisst zurück ;)

Wie es scheint ;) aber wenn dies und die Luke das einzig mysteriöse sind, frage ich mich was die noch bringen wollen... jo mal gucken...

db's Wertung: 4.0 Sterne

Dir ist aber schon bewusst, dass LOST keine pure Mysterie-Serie ist, sondern eine Drama-Serie mit mysteriösen Einflüssen. Die machen nicht immer Sinn, aber s'wird spannend.

Eigentlich ist Staffel 1 auch schon sehr interessant. Du scheinst dafür einfach weniger anfällig zu sein. ;)

muri's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat muri (2007-06-27 13:29:50)

Dir ist aber schon bewusst, dass LOST keine pure Mysterie-Serie ist, sondern eine Drama-Serie mit mysteriösen Einflüssen. Die machen nicht immer Sinn, aber s'wird spannend. Eigentlich ist Staffel 1 auch schon sehr interessant. Du scheinst dafür einfach weniger anfällig zu sein. ;)

Jo ich sage ja nicht, dass es nicht interessant ist. Die erkundung der Figueren und ihre Vergangenheit und einige Elemente auf der Insel sind schon auch interessant. (Wie lange fragt man sich was hinter dieser Luke ist) Doch vieles wurde mir zu schnell als viel zu banal aufgelöst und nachdem man ich mir das wildeste Vorgestellt hatte, kam ich mir recht verarscht vor. (Was sollte das ganze gequassel von "the Others"? Nur um so ein vermurkstes Finale zu bieten?) Vor allem hat mich das Soap Syndrom enorm gestört, das zwar viel geredet und erklärt wurde, aber die Story keinen Schritt weiterkam und die einzelnen Episoden zum Teil sehr nichtssagend waren.

Wie auch immer, werde mir wohl doch die zweite Staffel noch zulegen um zu schauen wies weitergeht. Wenn sie die Flashback-Orgien endlich mal ruhen lassen und die Story mal ordendlich vorantreiben, könnte dies noch recht spannend werden, denn Potential und ein unverbrauchtes Szenario haben sie schon....

db's Wertung: 4.0 Sterne

the others kommen in staffel 3 noch näher zur Geltung. In Staffel 2 sinds u.a. andere überlebende (Michelle Rodriguez...)

muri's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat muri (2007-06-27 13:47:44)

the others kommen in staffel 3 noch näher zur Geltung. In Staffel 2 sinds u.a. andere überlebende (Michelle Rodriguez...)


Jo würd sich schon nur wegen Michelle Rodriguez lohnen, aber demfall weiterhin Flashback orgie?

db's Wertung: 4.0 Sterne

Zitat db (2007-06-27 13:55:37)
Zitat muri (2007-06-27 13:47:44)

the others kommen in staffel 3 noch näher zur Geltung. In Staffel 2 sinds u.a. andere überlebende (Michelle Rodriguez...)


Jo würd sich schon nur wegen Michelle Rodriguez lohnen, aber demfall weiterhin Flashback orgie?

das gehört dazu und die flashbacks sind teilweise hammergeil. vor allem weil sich die personen irgendwo begegnen, ohne zu wissen, dass sie dann mal auf einer insel stranden.

muri's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat muri (2007-06-27 13:56:33)

das gehört dazu und die flashbacks sind teilweise hammergeil. vor allem weil sich die personen irgendwo begegnen, ohne zu wissen, dass sie dann mal auf einer insel stranden.


zugegeben. Doch als in der ersten Staffel teilweise vier Folgen nacheinander mit Flashbacks zugepflastert waren und sonst in der Handlung allgemeiner Stillstand war, fingen sie an zu stören. 8)

Kamen mir langsam vor wie Füller. "Jo wir haben keine Idee wie es weitergeht" - "Sie sind ja am Boot bauen." "Ach jo, lassen wir sie Boot bauen, schieben ein paar Flashbacks hinein und noch eine Sabotage Aktion, so diese Episode ist fertig." - "Wer sabotiert dann?" - "Keien Ahung, schieben wir es dem unter, wo es am sinnlosesten ist..."

etwa in diese Richtung.

db's Wertung: 4.0 Sterne


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