Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Caché
Caché oder: Punk'd à la Haneke Caché ist ein für Michael Haneke typischer Film. Der Österreicher arbeitet gerne mit Videokamerabildern, er schockt mit plötzlichen, blutigen Gewaltausbrüchen und benutzt nie Musik in seinen Filmen. Die mag der Professor der Wiener Filmakademie gar nicht. In Caché fehlt sie besonders. Ein Score würde der Zwickmühle, in der sich die Laurents befinden, eine gewisse Bedrohlichkeit verleihen. Stattdessen sind die unbewegten Einstellungen auf den zugesandten Videobändern nur ein szenisches Faszinosum. In die Filmhandlung eingebaut, sind sie teilweise erst als solche zu erkennen, wenn eine Filmfigur den schnellen Vorlauf aktiviert. Auch der Titelvorspann ist als Lauftext über einem Bild aus der versteckten Kamera mit der die Laurents beobachtet werden. Daniel Auteuil und Juliette Binoche meistern ihre Rollen hervorragend. Er ist als der bibliophile Intellektuelle immer leicht gereizt und latent rassistisch. Sie beruhigt, wenn die Ohnmacht ihres Mannes in Wut umschlägt, die sie sehr befremdet. Auch der gemeinsame Sohn Pierre ist glaubhaft dargestellt. Vor allem sein Zimmer kontrastiert in seiner Unaufgeräumtheit mit den irrealen Wohlfühlstübchen, die Kinder in amerikanischen Filmfamilien haben. Michael Haneke kann die Pariser Bourgoisie aber noch so exakt einfangen. Emotionen ruft Caché nicht hervor. Alles bleibt auf der intellektualisierten Ebene. Der Titel ist Programm. Interpretationen sind erwünscht bis zum Ende, das so offen ist wie die Fragen, die Caché aufwirft, aber nicht beantwortet. Solche Filme werden gerne an Festivals ausgezeichnet. In Cannes gewann Caché 2005 unter anderem den Preis für die beste Regie und den Preis der Kritikergilde FIPRESCI. |
der darsteller heisst auteuil nicht duval, |
Zitat papp (2006-01-12 12:20:11)
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Sehr interessant finde ich die Unterschiede der Trailers aus Frankreich und Deutschland im Vergleich mit dem aus den USA. Alle hier einsehbar. Im wesentlichen benutzen beide dasselbe Bildmaterial, aber weil die Franzosen schneller schneiden und jeden Velofahrer und sogar die Sekretärin mit irgendeinem Quitsch- oder Wwwwusch-Geräusch unterlegen, bekommt man das Gefühl, es sei ein Film von Wes Craven. |
hmm, die kritikerin gestern abend aufm schweiztv hat 6 von 6 vergeben |
Wie viele andere auch. Sogar Wolfram Knorr verblüffte den Alex mit *****. @papp Wie gefällt dir "Kino Aktuell"? Was bietet das luxemburgische Fernsehen ins Sachen televisionärer Kinokritik? |
naja, habs gestern zum erstenmal gesehen.auf atv+ (reklameverseuchter austriaprivatsender)lief "simple plan" und bei so nem werbeblock hab ich rübergezappt, die kritik zum fils war genau nach meinem geschmack. unsere beiden privatos kannst du in der schweiz auf astra sehen. meine absolute lieblingsfilmsendung war "le carrousel aux images" auf rtbf (im prinzip laufen die filme zeitgleich in belgien und in luxembourg)der präsentator selim sasson ist 2002 leider verstorben. |
Ein verstörender, kalter Film. Eigentlich wahnsinnig spannend, aber leider lässt er zu viele Fragen offen. [Editiert von umbro am 2006-01-23 11:37:42] |
Das beste am Film ist, dass keine Musik die Bilder wieder zudecken. |
leute die einen "erklärenden wink" (schlussszene)hineininterprätieren habens nicht kapiert.handke hällt uns eher einen spiegel vor, es lässt sich (mit zeitlichem abstand) nicht alles erklären...es ist eher wie bei lynch interpätationssache... |
das Schlussbild enthält eine real abgebildete Überraschung! - keine Interpretation, die macht man selber, mit oder ohne Spiegel und Lynch. |
da hab ich doch 2 austrias, die beide in frankreich leben, durcheinandergeschmissen |

