Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag A.I. Artificial Intelligence
A.I. Artificial Intelligence oder: INPUT 'love' DOES NOT COMPUTE. Eigentlich wusste ich's ja schon bevor ich A.I. gesehen hatte. Regel #419a: Spielt dieser Bengel Osment mit, kann der Film nur Sch...rott sein. Und wieder einmal konnte die Regel nicht gebrochen werden. Bringt doch dem Jungen mal Schauspielern bei bitteeeee! Danke. Doch ganz alleine an A.I.'s Versagen ist Osment nicht schuld. Der Film hat zwei verschiedene Facetten: einerseits langsame, ruhige und schleppende, andererseits zuckersüsse, moralbelastete und mitleiderhaschenwollende Szenen. Dieser Zwiespalt kommt offensichtlich durch die zwei Regisseure, die ihre Hände im Spiel hatten, zustande. Stanley Kubrick (ruhe er in Frieden) hat sich jahrelang am Stoff zu A.I. die Zähne ausgebissen, und Steven Spielberg hat durch Beimischen von unzähl (von ihm) repetierte Elemente (Tränendrüsendrücker, Spezialeffekte, Rückgriffe auf alte Filme - E.T. hat wohl telefoniert!) das Chaos vervollständigt. Herausgekommen ist ein langweiliger Film mit möchtegernemoralisierendem Inhalt, der den Besucher bewusst ans ethische Thema "Mensch spielt Gott" regelrecht heranprügeln versucht. Und wirklich, ein paar Fragen hab ich mir schon gestellt: Zum Schluss doch noch was Gutes: Jude Law's Verkörperung des Cybergigolos ist echt gut. Und die A.I. Website ist genial und extrem umfangreich. Und auch die Robotermodelle sind noch "nett". Und die Musik von Maestro John Williams auch. Und dass sich einer ans komplexe Thema Künstliche Intelligenz herangewag hat muss auch angerechnet werden. Aber damit hat's sich's dann auch bald mal... |
Der Film fängt gut an und beschreibt ein interessantes Thema und ist gut gemacht (was man von Spielberg erwartet und gewohnt ist). aber, aber, aber Wohin wollte der Film? Ich werde das Gefühl nicht los, dass in der Mitte des Films der Plot eigentlich zu Ende war ,Spielberg in geistiger Umnachtung es nicht gemerkt hat und es niemandem vom Team aufgefallen ist oder sich getraut hat dies ihm zu sagen. |
A.I. Artificial Intelligence von Steven Spielberg David ist ein ganz normaler Junge. Er liebt seine Mutter über alles, doch er ist nur der Ersatz für deren verunglückter Sohn. David (Haley "The 6th Sense" Osment) ist ein Mecha, ein künstliches Wesen, dazu programmiert, zu fühlen. Sobald der leibliche Sohn sich von seinem Unfall erholt und zu seiner Familie zurückkehrt, ist David jedoch nicht mehr erwünscht und wird im Wald ausgesetzt. David, dessen Lieblingsmärchen "Pinocchio" ist, macht sich nun auf die Suche nach der blauen Fee, die ihn in einen richtigen Jungen verwandeln soll. Auf seiner Reise kommt er in so manch prekäre Situation, wie in eine "Flesh Fair", eine von radikalen Menschen organisierte Veranstaltung, bei der die Roboter gedemütigt und verschrottet werden. Dort trifft er auch Love-Mecha Gigolo Joe (Jude Law) der ihn auf seiner Suchebegleitet. Steven Spielbergs Umsetzung von Kubricks Idee wird eher Spielberg- als Kubrick-Fans begeistern. Zwar erinnern einige Szenen stark an dessen "2001" und wurde die Kameraarbeit eindeutig von ihm beeinflusst. Doch Steven Spielberg wäre ja nicht Steven Spielberg, würde er die ganze Geschichte nicht als familientaugliches modernes Märchen mit genügend Zuckerguss verpacken. Visuell ist der Film überwältigend, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, in einer Nescafé-Werbung zu sein. Haley Joel Osment ist beeindruckend. Jedoch bleibt abzuwarten, wie sich seine Karriere weiterentwickelt. Jude Law als Gigolo Joe gibt sich Mühe, seiner Rolle Ernsthaftigkeit zuzufügen, was ihm trotz quirliger Momente durchaus gelingt. Die letzten zwanzig Minuten der Story passen jedoch nicht zum Ganzen. Am Schluss will man immer wieder aufs Bremspedal drücken, doch es kommt doch noch mehr. Auch die "Flesh fair"-Sequenz grenzt in ihrer Aufmachung ans Lächerliche, doch kann man das verzeihen, denn der Märchenaspekt der Geschichte und die verzweifelte Suche einer Maschine nach Liebe wird grosse und kleine Herzen bewegen. Und vielleicht können wir am Ende wie Gigolo Joe auch sagen "I am, I was". |
Ich liiiiiiebe diesen Haley Joel Osment. Nächstes Jahr bitte den Ehrenoscar für sein Lebenswerk und dann ab in die Mottenkiste mit ihm |
Ist dir auch aufgefallen dass Herr Osment ein bisschen wie Ed Norton aussieht? [Editiert von 'Maximus_Decimus' am 12 Jun 2003 15:45:10] |
Wieso dass Spielberg sich lieber an dieses Projekt wendete, als an das grosserwartete Filmproj. "Jurassic Park 3" ist mir heute noch ein Rätsel... Spielberg hätte aus Teil 3 so einen verdammten Hit wie Teil 2 machen können, stattdessen verschwendet er Zeit in so einen uninteressanten Film wie diesen hier... Der Einzige Grund ihn zu schauen (wer's noch nicht tat) ist Spielberg oder Law... Sorry ! |
Zitat ma (2003-06-12 15:44:47)
Wohl kaum... Ed Norton ist ja wohl der schönste Mann auf Erden. |
... das mit dem Traummann kommt hin Ed Norton for Präsident! |
Und noch mehr Sympathie Punkte für Edward... |
Der Chat-Bot auf der Seite ist cool... Check it out ! |
Ich finds ein sehr schöner Film. Wenn man den Abspann 10 Minuten früher positioniert hätte Spoiler zum Lesen Text markieren
, würde noch ein weiterer Stern winken. Denn das jetzige Ende gefällt mir überhaupt nicht. |
Ja, der Meinung bin ich auch. Das wäre der ideale Zeitpunkt fürs Ende gewesen. |
Mir hat das Finale sehr gefallen. Das Ende hat mir echt zum weinen gebracht, denn schliesslich wollte das Robokind bloss eine Mutter und die bekam er bis zum Ende nie! Das finde ich eines der traurigsten Sachen die es gibt. |
Zitat elildead (2004-03-05 20:42:22)
Welche Wertung gibst du dem Film? |
Zitat ma (2003-06-12 15:44:47)
Jep, das ist mir auch aufgefallen und zwar in Primal Fear, da sieht er genau so aus. Gleiche Frisur und gleicher gequälter Blick in den Augen. Auch wenn das Themea glaub nicht mehr so aktuell (hab halt so herumgestöbert) ist, möchte ich meinen Kommentar dazu abgeben. Aber an Haley Joel Osment lasse ich mir nichts kommen. Sein einziger Fehler ist wohl die falsche Rollenwahr, die Charaktere gleichen sich zu sehr, es sind immer "Kinder" mit einem Problem, ganz arme Geschöpfe! Er ist dennoch ein ganz ordentlicher Schauspieler und ich sehe ihn immer wieder gern. Jetzt wird er wohl für einige Zeit in der Versenkung verschwinden und dann besser denn je zum Vorschein kommen. Hoffe ich doch. |
der anfang des films ist gut und realistisch, im ganzen finde ich den film nicht so gut, das hat viele gründe |
der film ist zu wirr und driftet am schluss regelrecht ab! lichtblicke: der anfang lässt soviel hoffen. der rest leider nur überdreht. die waren doch alle auf acid, als sie den gedreht ham ;) hält nicht was er verspricht |
Da stimme ich mit th(eus)' Filmkritik ueberein. Dem Spielberg fehlt hier der sechste Sinn, der Zwerg Osment scheint dauerlieb in Zuckerwatte eingelullt. Zuviel des Guten. Kubrick wuerde den Schoepfer um eine kurze Auszeit bitten und in den Schneideraum verschwinden. Ach, moege er (sowohl Kurbick wie A.I.) in Frieden ruhen. Btw, Ed Norton sieht gut aus? Dann bin ich ein Topmodel! *gg* Who cares, auf jeden Fall ein toller Schauspieler (sowohl er wie ich).
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hm...ich bin hin und hergerissen...sowohl ein WOW-Film (Arena-Szene) als auch ein Bäh-Film (Bunte Lichte und alle sind so lieb *würg*) Weiss nicht das 'Duo' Spielberg und Kubrick passen nicht zusammen... |
einfach zum heulen |
Ich hab mich während des ganzen FIlms gefragt, ob da irgendwas philosophisches dabei ist, für das ich einfach zu blöd bin. |
Eine derartig unprofessionelle Kritik ist mir selten untergekommen. Man merkt zwar, dass der Autor einen Unterhaltungsfilm erwartet hat und hier mehr oder minder nur seiner Enttäuschung freien Raum lässt und kann somit diese Kritik (gering) genug einschätzen, aber wirklich inhaltliche Begründungen, die einem etwas darüber sagen können, warum man diesen Film nicht gut finden wird, sucht man deshalb eben auch vergebens. Ich bin der Auffassung, dass jeder Mensch jeden Film gut oder schlecht finden darf, aber da sollte auch etwas substanzielles als Grundlage dieser Bewertung erkennbar sein. Agression gegen den Hauptdarsteller, offensichtliche Unkenntnis darüber, dass Sci-Fi nicht gleichbedeutend ist mit Weltraumaction sowie Abneigung gegenüber intellektueller Unterfütterung (nicht im Sinne von Nahrungsentzug sondern im Sinne von Aufwertung!!!) eines Stoffes, die in A.I. nichtmal sonderlich auf die Spitze getrieben wird, sind da die denkbar schlechtesten Vorraussetzungen. Sie vermitteln kein Bild vom Film sondern nur von den Vorlieben und Abneigungen des Autors und ein Leser zieht daraus keine wirklich verwertbare Information. Würde ich den Film nicht bereits kennen, diese Kritik hätte mir null geholfen. Im Deutschaufsatz wäre das wie folgt quittiert worden: Thema verfehlt! Setzen, 6! Gruss, |
Potztuusig, das war vor 5 Jahren & Meinungen ändern sich (zB. habe ich meine auch noch oben korrigiert). |
Hi, ronin. (derselbe wie im scoreboard? Mich hat ja nicht so sehr die Meinung selbst gestört, auch wenn ich sie nicht teile, sondern eher die Art und Weise, wie sie dereinst wohl zustande kam und rausgerülpst wurde - nämlich unbedacht. Dass das outnow z.T. immernoch passiert, sieht man an einigen soundtrack-kritiken, z.B. derer zu Howards King Kong. Mir ist die Musik mittlerweile auch etwas mehr ans Herz gewachsen, aber ein 6er ist für mich ganz schön hart zu schlucken. Das bringt den doch recht stimmigen Rahmen von Phillipes Kritiken schon fast zum Bersten. Ist natürlich nicht böse gemeint, nicht jeder Filmfan muss auch zwingend ein Soundtrack-Fan sein, damit die Redaktion das jetzt nicht als Generalangriff missversteht Gruss, |
Zitat Anteeru (2006-10-29 14:04:22)
wieso? wir sind alles menschen mit verschiedenen geschmäckern und ansichten, herangehensweisen und vorlieben. drum gibts dann auch noch die dvd kritik, wo man zumeist eine zweite "redaktionelle" meinung findet: |
Zitat Anteeru (2006-10-29 17:36:55)
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auch wenn die review heute wohl stylistisch bisschen anders ausfallen würde - ich find den film noch immer total ... doof. |
pffff... |
Zitat ronin (2006-10-30 09:22:26)
Schon gut. Kenne einen 'ronin' aus einem anderen deutschsprachigen Forum über Filmmusik. Der bist du dann wohl nicht Zitat th (2006-10-30 10:28:30)
Gruss, |
Zitat th (2006-10-30 10:28:30)
Zitat Anteeru (2006-10-30 11:42:50)
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Grauenhafter Film.. |
Puuh, ich habe mir den Film seit längerer Zeit wieder mal angeschaut. Wegen meinen grossen Erinnerungslücken an den Streifen, konnte ich mir ihn neu anschauen Ich fand die ganze Sache sehr ermüdend, anstrengend und zwischenzeitlich auch sehr langweilig. Das war Schade, weil der Film echt potential gehabt hätte. Die Grundstory ist interessant und die erste Hälfte bietet anständige Unterhaltung. Ebenfalls haben die Figuren genügend Tiefe um mit ihnen mitzufühlen. Leider hat Meister Spielberg daraus ein grosses Durcheinander hergestellt. Folgt die Geschichte in der ersten Hälfte noch linear, verliert man in der zweiten Hälfte vollkommen den Überblick. Spoiler zum Lesen Text markieren
Der Film hat zudem etliche Logikfehler, die kaum zu verzeihen sind. A.I. Artificial Intelligence spielt in der Zukunft? Habe ich nicht bemerkt. Da wird es wohl kaum reichen die Autos zu pimpen. Im Grossen und Ganzen ist es bestimmt einer der schlechteren Filme von Spielberg, der hier ähnlich wie bei War of the Worlds nicht ganz gewusst hat, was er am Schluss will. Für das ganze gibt es mal eine aufgerundete Durchschnittsnote. [Editiert von ()=() am 2009-07-27 19:46:44] |

