Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Boogeyman
Boogeyman oder: Oogie, Oogie, Boogey! Horrorfilme kommen in letzter Zeit sehr beschwingt und unterhaltsam daher. Nichts für die Ewigkeit, aber Grusler wie House of Wax oder auch der hier besprochene Boogeyman unterhalten und ängstigen zugleich. Wer sich leicht von knarrenden Türen, im Wind klappernden Fenstern und offensichtlichen Schockern aus der Ruhe bringen lässt, der kommt hier definitiv auf seine Kosten. Wer regelmässig das TV-Programm verfolgt, wird die Pfarrerserie 7th Heaven kennen und somit auch den Hauptdarsteller Barry Watson. Er wird schön durchgeschüttelt und darf sich auch mehr als einmal deftig erschrecken. Die Tatsache, dass er dieses Abenteuer überleben wird, dürfte allerdings schon kurz nach Beginn des Filmes offensichtlich sein. Seine Partner sind alles junge und hübsche Personen, die schauspielerisch allerdings wenig bis gar nicht gefordert werden. Der Auftritt von Lucy Lawless, die ja privat mit einem der Produzenten (Rob Tapert) verheiratet und die Mutter seiner Kinder ist, kommt nostalgisch daher, hat aber für die Handlung keine wirkliche Bedeutung. Fazit: Boogeyman ist ein schöner Grusler, der es versteht, mit einfachen Mitteln eine unheimliche Stimmung zu erzeugen. Da das aber das einzige wahrhaft Positive am Film ist, bleibt der Rest auf der Strecke. Die Geschichte dümpelt vor sich hin, die Schauspieler sind zwar präsent aber nicht gut und das Finale mit dem animierten Bösewicht gehört schon fast in die Schublade des missglückten Endkampfes von The Mummy returns. Wer sich also mal wieder hemmungslos erschrecken lassen will, der greift hier zu. Die DVD kommt gruselig daher. Im Hauptmenu flüsterts und knarrts, dass man so rasch als möglich in die Features schalten muss. Darin sind einige schöne Extras enthalten, wie einerseits das alternative Ende des Filmes oder ein paar Szenen, die es nicht in den finalen Film geschafft haben. Beim zweiten Ende kann man darüber streiten, welches denn nun besser zum Film gepasst hätte. Ein standart-informatives Making-of, eine grössere Trailershow (u.a. mit Land of the Dead und diverse kurze Features über die Effekte, die Masken und den Hintergrund des Filmes runden das Angebot ab, das sich zwar nicht gross vom Massenschnitt abhebt, aber dennoch das eine oder interessante Thema behandelt. Ton und Bild sind solide und passabel. Vor allem in den Gruselszenen im alten Haus macht sich ein klarer Sound mehr als nur gut. |
Eigentlich schade, sah im Trailer noch nach einem soliden Shocker aus, der zwar mit mit bekannten Elementen arbeitete, Alpträume und von Angst ernähren kennt man seit Freddy Kruger, aber trotzdem gute Bu Momente bot. Werde wohl warten, bis er als Budget-Version zu kaufen ist. |
Ehm was???Horror?Schocker???Spannung???Also niemals!Der Film ist so etwas von langweilig und uninteressant...Und dieser Barry Watson geht einem gehörigen auf die Nerven! |
Boogeyman - solider Schocker mit vielen Mängel So wie es so kommt, war Boogeyman als Budget Angebot zu haben, also guckte ich mir den Streifen doch noch an und wurde durchaus positiv überrascht, doch unter dem Strich bleibt Boogeyman ein eher mittelmässiger Routineschocker. Irgendwie kam mir schnell der Vergleich mit Gothica in den Sinn. In beiden Filmen wird der Hauptdarsteller von Visionen von etwas geplagt, dass eigentlich gar nicht da ist und trotzdem für viele Schockmomente sorgt. Was aber bei Gothica sehr packend und interessant umgesetzt wurde, hat bei Boogeyman 3 Hauptschwächen: Einerseits fehlt eindeutig ein charismatischer Hauptdarsteller, Barry Watson gibt sich zwar ordentlich Mühe, vermag aber nicht wirklich überzeugen, so auch der Rest des Casts bleibt erstaunlich blass was auch verhindert, dass man sich mit den Mitwirkenden anfreunden kann. So werden sie schnell egal und verkommen zu uninteressantem Frischfleisch für den Boogeyman das nicht wirklich vermisst wird. Die zweite Schwäche ist die Story: Obwohl das ganze mit dem Boogeyman einen ganz ordentliche Auflösung hat, kann das nicht über die simple Story hinwegtäuschen, die wohl auf dem Reissbrett geschrieben wurde, um möglichst viele BU Szenen einbauen zu können. Obwohl sich das natürlich positiv auf die Atmosphäre auswirkt, verkommt es zum 08/15 Fast-Food Kino, das nur mässig interessant ist. Bis jetzt hätte der Film allerdings noch eine 3-Stern Bewertung erhalten, wirklich abgeschossen hat er sich aber mit dem völlig versauten Finale, das mit übelster Computeranimationen arg an der Grenze zum Lächerlichen entlang streift. Fazit: Boogeyman ist ein Film mit inhaltsloser Story und schlechten Schauspieler, der aber mit sehr guter Kameraführung, passendem Soundtrack, vielen Schockmomenten und dichter Atmosphäre durchaus noch überzeugen kann. Der Relativ unblutige Boogeyman ist daher passend für einen Filmabend der auch mit weiblicher Gesellschaft genossen werden kann. Wer allerdings etwas anspruchsvoller ist und auch noch gute Darsteller und Story dazu haben will, ist mit Gothica viel besser bedient. Wertung: 2.5 Sterne |

