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Beitrag As it is in Heaven - Så som i himmelen

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As it is in Heaven - Så som i himmelen oder: Voll auf die Tränendrüsen


Letztes Jahr für einen Oscar als bester ausländischer Film nominiert, kommt das triefende Drama mit etwas Verspätung nun auch in die helvetischen Kinos. Bei Så som i himmelen haben wir es mit einer durchkonstuierten, klischierten Erlösergeschichte zu tun, wie sie auch in Hollywood hätte produziert werden können und dennoch typische Merkmale eines Europäischen Filmes aufzeigt. Das Erzähltempo ist gemächlich, die Figuren etwas quirrlig und die Landschaftsaufnahmen stimmig.

Beginnen tut alles ganz gut. Die Menschen der Dorfgemeinde werden uns vor tollen Schauspielern vorgestellt und die ersten Chorproben unterhalten uns mit frischem Witz. Die Doppelmoral der Kirche wird uns vorgeführt und eine Ode an die Kraft der Musik vorgetragen. Auch wird die Klatsch- und Tratschstruktur einer Kleinsadt hübsch überzeichnet dargestellt, so dass die erste Hälfte des Filmes eine wirklich unterhaltsame, leicht satirische Reise aufs Land zu bieten het.

Wie bereits erwähnt ist die Besetzung hervorragend. Schade nur, dass die Hauptperson des Filmes, Kantor Daniel, am blassesten scheint, obwohl seine Hintergrundgeschichte und Motivation detailliert geschildert wird. Doch irgendwie konnte mich diese Figur nicht komplet auf ihre Seite ziehen. Daniel hat eine Doppelrolle als Erlöser: Einerseits erlöst er die Leute des Dorfes aus ihrem Alltagstrott und mischt so einiges auf und andererseits arbeitet der gestresste Musiker auf seine eigene Erlösung hin. Diese universalen Themen sind inzwischen so ausgeleiert, dass der Film wenig Neues bieten kann.

In der zweiten Filmhäfte wirft Drehbuchautor und Regisseur Kay Pollak uns die Dramatik beidhändig um die Ohren und jegliche Subtilität geht flöten. Nach dem Überschreiten der 60 Minuten-Marke ist der Verlauf des Filmes so sonnenklar, dass ich mich nur noch aufregte, wenn meine Erwartungen dann tatsächlich erfüllt wurden und keine Chance auf Überraschung mehr blieb. Immer schlimmere Dinge passieren, immer mehr Tränen fliessen, bis das Mass mehr als voll ist und die Ereignisse kaum noch zu berühren mögen.

So endet der Film als Mischung aus Feel-Good Movie und schwerverdaulicher, aufgesetzt wirkender Melodramatik. Ansehen sollte man sich Så som i himmelen aber trotzdem, denn die herrlichen Figuren, die den Film bevölkeren sind die Zeit im Kinosaal wert. Und im Notfall kann man ja in der Pause nach Hause gehen.

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ma's Wertung: 3 Sterne

Dieser Film läuft in der Schweiz unter dem Titel "As it is in Heaven" in den Kinos. Wieso gräbt outnow den schwedischen Originaltitel aus? Der Verleih ist nicht "Pathe" sondern "Monopole Pathé Films".

wasischlos' Wertung: 6.0 Sterne

Zitat wasischlos (2005-11-09 14:04:06)

Dieser Film läuft in der Schweiz unter dem Titel "As it is in Heaven" in den Kinos. Wieso gräbt outnow den schwedischen Originaltitel aus? Der Verleih ist nicht "Pathe" sondern "Monopole Pathé Films".


wie du als waches bürschen locker beim durchstöbern der anderen aktuellen filmreviews erkennen kannst, verwenden wir die originaltitel der filme. dies darum, weil unser publikum durchaus bisschen internationaler ist als zürich & co ;)

möchtest du aber nicht lieber noch was zum film selber sagen? immerhin kriegt der ja von dir volle punktzahl...

th's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat th (2005-11-09 14:14:43)

wie du als waches bürschen locker beim durchstöbern der anderen aktuellen filmreviews erkennen kannst, verwenden wir die originaltitel der filme. dies darum, weil unser publikum durchaus bisschen internationaler ist als zürich & co ;)

möchtest du aber nicht lieber noch was zum film selber sagen? immerhin kriegt der ja von dir volle punktzahl...

Warum finde ich den Film "How'l moving Castle" nicht unter dem Originaltitel (OT) "Hauru no ugoku shiro"? Weil niemand den OT kennt!
Ich denke die Filmverleiher überlegen sich, unter welchem Titel die Filme in der Schweiz ins Kino kommen. Aber wenn überall andere Filmtitel stehen, mal englisch, mal deutsch und mal schwedisch hat die Filmbesprechung/kritik auch keinen Nutzen mehr, weil Diese zum Beispiel über Google auch nicht gefunden wird.

Die volle Punktzahl sagt doch etwas!...

wasischlos' Wertung: 6.0 Sterne

Zitat wasischlos (2005-11-09 14:43:51)

Warum finde ich den Film "How'l moving Castle" nicht unter dem Originaltitel (OT) "Hauru no ugoku shiro"? Weil niemand den OT kennt!


und weil auch wir nicht perfekt sind. bei japanischen/chinesischen/... wird meist der englische internationale titel verwendet, so zb. bei Appleseed.

Zitat wasischlos (2005-11-09 14:43:51)

Ich denke die Filmverleiher überlegen sich, unter welchem Titel die Filme in der Schweiz ins Kino kommen. Aber wenn überall andere Filmtitel stehen, mal englisch, mal deutsch und mal schwedisch hat die Filmbesprechung/kritik auch keinen Nutzen mehr, weil Diese zum Beispiel über Google auch nicht gefunden wird.


google doch mal...

die filmverleiher überlegen sich nicht immer viel bei den namen. zudem kann der kinobesitzer selber noch bestimmen, was er in seinem programm veröffentlicht. und da man in unserem land immerhin nicht nur synchro-filme sehen kann, haben wir uns auf den originaltitel festgelegt.

Zitat wasischlos (2005-11-09 14:43:51)

Die volle Punktzahl sagt doch etwas!...


nur bedingt. vielleicht bist du ja einer von denen, die einfach hoch werten, weil im review selber der film nicht so doll abgeschnitten hat?

th's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat th (2005-11-09 14:54:12)
Zitat wasischlos (2005-11-09 14:43:51)

Warum finde ich den Film "How'l moving Castle" nicht unter dem Originaltitel (OT) "Hauru no ugoku shiro"? Weil niemand den OT kennt!


und weil auch wir nicht perfekt sind. bei japanischen/chinesischen/... wird meist der englische internationale titel verwendet, so zb. bei Appleseed.

Bei den englischen, französischen, spanischen und auch italienischen Filmen finde ich es richtig, wenn diese in der Schweiz mit Origaltiteln ins Kino kommen. Bei den skandinavischen, japanischen, kirgisischen, indischen, ... Filmen wirken die OT dann doch etwas Geheimnisvoll!

Zitat th (2005-11-09 14:54:12)
Zitat wasischlos (2005-11-09 14:43:51)

Ich denke die Filmverleiher überlegen sich, unter welchem Titel die Filme in der Schweiz ins Kino kommen. Aber wenn überall andere Filmtitel stehen, mal englisch, mal deutsch und mal schwedisch hat die Filmbesprechung/kritik auch keinen Nutzen mehr, weil Diese zum Beispiel über Google auch nicht gefunden wird.


google doch mal...


Es kommt darauf an, nach was man sucht?
da finde ich die cineman-Filmkritik, auch wenn OUTNOW beim googeln besser abschneidet.

Zitat th (2005-11-09 14:54:12)

die filmverleiher überlegen sich nicht immer viel bei den namen. zudem kann der kinobesitzer selber noch bestimmen, was er in seinem programm veröffentlicht. und da man in unserem land immerhin nicht nur synchro-filme sehen kann, haben wir uns auf den originaltitel festgelegt.

Zitat wasischlos (2005-11-09 14:43:51)

Die volle Punktzahl sagt doch etwas!...


nur bedingt. vielleicht bist du ja einer von denen, die einfach hoch werten, weil im review selber der film nicht so doll abgeschnitten hat?

Ich bewerte alle Filme, die ich gesehen habe. Nur habe ich diesen Film bei Outnow fast nicht gefunden, siehe oben.
nütfürunguet^

wasischlos' Wertung: 6.0 Sterne

Zitat wasischlos (2005-11-09 15:46:45)

da finde ich die cineman-Filmkritik, auch wenn OUTNOW beim googeln besser abschneidet.


jup, dass wir erst auf seite 2 erscheinen ist natürlich ärgerlich... in der neuen kommenden version von outnow wird die sache mit den verschiedenen titelsprachen dann eh besser gelöst sein.

th's Wertung: Noch nicht bewertet

Ich kann mich der Beurteilung nicht anschliessen. Ich habe den Film weder als triefend noch als unbedingt vorhersehbar erlebt. Er ist einfach genial!

Vielleicht bin ich zu selten im Kino und deshalb ein bisschen ahnungslos, aber der Film hat mich sehr berührt, und vielleicht ist jeder realistische Film vorhersehbar, da die Probleme und das menschliche Fehlverhalten wohl überall zumindest ähnlich sind.

Verständlich, dass der Film über die Oskar-Nominierung nicht hinausgekommen ist, dafür tangiert er zu viele heisse Eisen und ermutigt viel zu sehr, Zivilcourage zu zeigen anstatt bei Problemen anderer einfach wegzusehen.
Insbesondere Frida Hallgren finde ich einfach genial, ebenso wie Lena ;)
Amliebsten würde ich Schwedisch lerne, um den Film im Original zu sehen - ob die Originalstimme auch so gut passt wie die Synchronstimme? (In D werden leider fast nur Synchronfassungen gezeigt)

Ich bin meiner Freundin jedenfalls sehr dankbar, dass sie mich ins Kino geschleift hat!

wolfson's Wertung: 6.0 Sterne

Dieser Film ist ein Phanomen! Er ist ganz schlecht angelaufen, die Kritiker der einzigen Tageszeitung in Basel haben ihn verrissen, fast niemand wollte ihn sehen. Er lief im Dez. 2005 schon "Letzte Tage", und nun läuft er doch noch, schon in der 19. Woche! Zwar im kleinsten aller kult.kinos in Basel, aber wieder im Hauptprogramm. Das beweist wiedereinmal, dass gute und berührende Filme ihr Publikum finden, wenn sie nur genug Zeit dazu haben.
Die Neustarts folgen sich ja in einem atemberaubenden Tempo, auch für Viel- KinogängerInnen ist es unmöglich, alle guten Filme je zu sehen. Ob sich da die Verleiher nicht selber das Geschäft kaputt machen, und die Kinos dazu?

Ich habe übrigens "As it is in heaven" (in Schwedisch mit Untertiteln 8d) einfach grossartig gefunden! Der Kitsch-Anteil ist hart an der Grenze, so wie ich es liebe! Der Film macht glücklich! Und gibt Mut, das Leben selber in die Hand zu nehmen. Was will man mehr? :)

slimpro's Wertung: 6.0 Sterne

der film läuft bereits 34 wochen in bern! das erzählt ja wohl alles, oder?

hab jedenfalls noch nie einen derart heftigen gefühlsausbruch gehabt wie bei diesem film...

werde davon noch heute, knapp ein halbes jahr später verfolgt...

eine schöne und zu empfehlende erfahrung!

phimonster's Wertung: 6.0 Sterne

fand den film auch ausserordentlich berührend. Wobei er sich ja schon auf uuunglaublich dünnen Eis zum kitsch bewegt, jedoch fast nie einbricht. dafür sind die personen zu genau gezeichnet, zu facettenreich und vor allem entwicklen sie sich während dem film ständig um und weiter. das find ich schön.

Nur:
Wieso müssen immer so kleine dämliche witze eingestreut werden, es schien mir so, als hätten die erzähler zu viel angst vor ernshaftigkeit und tragik - wobei sie doch für einmal angebracht ist. ich mein ja nicht, dass der film nicht lustig sein darf, aber manche witze wirken so gezielt eingestreut, um aufzulockern. und das hatte der film echt nicht nötig.

und wieso müssen sie noch einen behinderten nehmen. klar, nichts gegen behinderte. Aber spätestens da war mir der daniel ein bisschen zu nett. komm, den lassen wir auch noch mitsingen, ich bin ja so ein pestalozzi. unnötiger mitleids und tränendrüsenstoff.

ansonsten aber top - voller interessanter themen und motive. und nicht zu letzt einfach sehr sehr berührend.

han's Wertung: 5.0 Sterne

ich habe den film erst jetzt gesehen... mir kommt es vor, man hat einige sachen bei diesem film übersehen. für mich war das vor allem eine erzählung über die musik an sich, über ihrer geburt ("alles fängt vom zuhören an...")und ihrer gewaltigen wirkung... jemand sagt, dass das alles schon im kino gab? tja..., so könnte man den vorwurf auch der ganzen kunst selbst machen...

für daniel wird seine suche nach musik und nach dem prinzip der musik zur suche nach eigenem "ich" und die verarbeitung der kindheit. für die chormitglieder wird diese begegnung mit musik zum auslöser des ausbruchs verborgener gefühle. wieder eine schmerzhafte konfrontation mit dem schatten des eigenen "ego". somit zeigt der film eine therapeutische, heilende rolle der musik.
bei der rolle des behinderten geht nicht um die "political correctness" oder um einen moralischen aspekt in modischem kino. der behinderte kann nicht singen - das ist die annahme. durch die im film gezeigten übungen wird klar, dass eben jeder singen und musik machen kann. und das ist die tatsache. die frage ist nur wie man zu einem klaren, richtigen und vor allem eigenen ton kommt. und das zeigt der film auch gut.

ausserdem gibt es noch was frisches in diesem film zu sehen: keine von diesen figuren ist stereotyp, keine ist eindeutig, und am wenigsten glaube ich, der daniel. es ist vielen aufgefallen, dass er keine klare figur ist. ich denke aber, dass es auch eine absicht war. aus der verwirrung, unsicherheit, fehlender harmonie (daniel redet immer von balance, die er selbst nicht findet) soll ein "heller ton" entstehen.
will man die musik als hauptdarstellerin in diesem film sehen, somit kann dieser an einer neuen perspektive gewinnen.

PS:wenn es eine klische sein mag, welche filmen würden denn in frage kommen?

tadeuss' Wertung: 5.0 Sterne

ein wundervoller film, der mich sehr berührt hat. nahe an der grenze zum kitsch, wirkt er doch nie zu aufdringlich. ein paar kleinigkeiten, die ein wenig übertrieben wirken, seien ihm grosszügig verziehen.

bitter-süss wie der film ist auch der schluss, wirklich bewegend. spannendes dorf mit spannenden charakteren, die einen in den bann ziehen. bleibt zu hoffen, dass wir alle unsere lena finden werden ;)

ein glück, dass es outnow gibt, denn ohne die page (bzw. ihren wettbewerben ;) wär ich nie auf den film aufmerksam geworden.

Ghost_Dog's Wertung: 6.0 Sterne

Ganz toller Film!!
Unbedingt empfehlenswert!!!!

ABER:

Auf eurer Seite hier schreibt ihr, Daniel nähme die Kantorenstelle widerwillig an. DAS stimmt NICHT!
Ich habe ihn gestern in Originalsprache auf DVD gesehen u erinnere mich genau, wie der Gute auf die Argumente des Priesters "ist aber schlecht bezahlt" mit "egal" und auf "muss erst vor dem Kirchenrat verhandelt werden" mit "ich will sofort anfangen" reagiert........
Übersetzungs"fehler"?!?!?

Sowas finde ich krass!
Mal zu bedenken, ob das mit der Synchronisation so eine immer gute Sache ist..........

Beste Grüsse aus D!

[Editiert von Gela_78 am 2007-08-27 22:39:51]

Gela_78's Wertung: Noch nicht bewertet

Joa, netter Film. Berührende Story, tolle Landschaft, klasse Nebencharaktere. Aber auf der anderen Seite... etwas richtig besonderes ist der Film nicht. Gerade wo überall diese interessanten Nebencharaktere sind, hat mich der Protagonist nicht übermässig überzeugt, vor allem in der zweiten Hälfte. Und zu zu kitschig ist der Film teilweise auch. 8)

[Editiert von Dirty Harry am 2007-09-01 18:21:21]

jon's Wertung: 4.0 Sterne

Das Beeindruckende an diesem Film ist, dass er immer noch Leute ins Kino zieht. In Luzern läuft er aktuell in der 98. Woche. Und ein Ende ist (noch) nicht abzusehen.

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet

Zitat Gela_78 (2007-08-27 22:36:28)

Auf eurer Seite hier schreibt ihr, Daniel nähme die Kantorenstelle widerwillig an. DAS stimmt NICHT!
Ich habe ihn gestern in Originalsprache auf DVD gesehen u erinnere mich genau, wie der Gute auf die Argumente des Priesters "ist aber schlecht bezahlt" mit "egal" und auf "muss erst vor dem Kirchenrat verhandelt werden" mit "ich will sofort anfangen" reagiert........
Übersetzungs"fehler"?!?!?

Ich glaube, outnow.ch hat diesen Fehler von der DVD-Hülle übernommen, denn dort steht es so drauf.

filmchefchen's Wertung: 4.0 Sterne


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