Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays

Beitrag The Phantom of the Opera

» Zum letzten Beitrag springen

The Phantom of the Opera oder: Achtung! Fallender Kronleucter!


Objektivität ist so eine Sache, nicht wahr? Musicals haben eine kleine Chance, bei mir Begeisterungsstürme, geschweige denn Interesse zu erhalten. Doch, OutNow zuliebe wird auf "play" gedrückt und die Zähne werden zusammengebissen um Joel Schumachers Version des Musicalerfolges kritisch zu beäugeln. Die Bühnenversion ist mir gänzlich unbekannt. Vergleiche werden deshalb hier keine zu lesen sein.

Nach einem schwarz-weissen Intro geht es auch schon los und das weltbekannte Hauptthema erschallt. Mag sich jemand an Rondo Veneziano erinnern? Ich leider schon, und ich verabscheute deren Klassik-Pop-Kitsch. Genau so klingt es in der pompösen Eröffnungssequenz und der erste Schmachtfetzen eines Songs ist nicht weit. Dialog in Gesangsform, das lasse ich bei Disney ja noch durchgehen. Doch hier sind nirgends Mäuseohren oder Entenschnäbel zu sehen, jedoch die schöne Emily Rossum die mit ihrer Stimme zu beeindrucken mag. Bald meldet sich auch das Phantom mit dem Titelsong, doch elektrische Gitarren und Poprhythmus gepaart mit klassischem Gesang, Symphonieorchester und Synthesizer Gepiepse passt für mich ebenso gut zusammen wie eine Jodeleinlage mitten in einer Black Metal Hymne.

Doch wie ist der Film? Ein visuell berauschendes Werk mit prunkvollen Kulissen, detaillierten Kostümen und ziemlich bescheuerter, aber klassischen Geschichte über Ausgestossenheit, Liebe, Verrat und Eifersucht. Von Kunstschnee zu Trockeneis werden alle Register gezogen und mit Bravour in Szene gesetzt. Hier stört die überkitschige Optik wenigstens niemanden, was man bei Schumachers Batman ja nicht behaupten kann.

So blieb für mich ein aus technischer Sicht beeindruckendes Wert, mehr nicht. Wenn jemand aber Musicals mag, und es erträgt, knapp 120 der 140 Minuten Spielzeit angesungen zu werden, der sollte sich dies nicht entgehen lassen, Zur Weihnachtszeit sicher ein befriedigendes Werk für einen gemütlichen Abend zu Hause, doch nicht wirklich etwas für mich. Ganz Subjektiv.

Die 4-Disc Version des Filmes enthält den Hauptfilm in spektakulärer Bild- und Tonqualität, die Soundtrack-CD und zwei Bonus DVDs. Als Gimmick gibt's beim Hauptfilm noch eine Art Karaoketonspur, bei der man die Songs inbrünstig mitsingen kann.

Auf der zweiten DVD befinden sich einige Specials über die Bühnenversion. Das Herzstück ist die einstündige Dokumentation Behind the Mask. Das Feature befasst sich mit der Entstehung des Musicals und besteht vorwiegend aus Menschen, die reden. Nicht wirklich interessant und dennoch informativ für Fans des Musicals. Witzig das Detail, dass auf der CH-Version der DVD die deutsche Übersetzung des Features von einer Star TV Stimme gesprochen wird. Unter The Music findet man mehr Geschwafel zweier Webber-Experten, die in diesem kurzen Segment etwas genauer auf die Komposition eingehen. Dazu gibt es den Trailer und einige Musikvideos, die das Musical in den 80er promoteten.

Wirklich interessant für Filmfreunde wird es dann auf der nächsten Disc, die die Entstehung der filmischen Umsetzung. Wählt man die Option Making Of an, wird man auf mehrere Kapitel verwiesen. Wirklich witzig ist das Crew Sing-A-Long wo MitarbeiterInnen ihre Stimmkraft beweisen, oder auch nicht. Das wahre Making of beginnt mit den Bildern der Weltpremiere in London um dann volle 43 Minuten über die Produktion des "aufwändigsten Indie-Filmes aller Zeiten" zu berichten. Casting, Dreh, Post-Production, das ganze Programm. Behind the Scenes kann eigentlich weggelassen werden. Das deutschsprachige Promo-Making-Of dürfte Star TV-Gucker bereits bekannt sein und enthält wenig neues Material. Screen Tests, Slideshow und Aufnahmen der Abbey Road Recording Sessionsbietet eingefleischten Fans, genau das, was man sich darunter vorstellt. Zurück ins Hauptmenu wähle ich die Featurettes an. Einzelne Aspekte wie Produktionsdesign oder Kostüme, bis hin zu Svarovskis Sponsoring werden minutiös behandelt. Letzte Station Interviews. Hier ist vor allem interessant, die Deutschen Sprecher/Sänger zu sehen, die jedoch nur 30 Sekunden zu Wort kommen. Zum Dessert gibt's noch den Trailer, bevor man von dieser Überdosis Phantom of the Opera erlöst wird.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

ma's Wertung: 3 Sterne

Die genialste Umsetzung von einem Musical!! Wer Moulin Rouge mag und nur ab und zu Musicals schauen geht, sollte diesen Film sehen. Der Film ist genial umgesetzt worden und die Schauspieler sind 1. Sahne. Dieser Film hat mich echt gefesselt....

Son Goku's Wertung: 6.0 Sterne

Musicals haben mir schon immer gefallen, jedenfalls die, welche ich gesehen habe. Im Bereich der Musicalsumsetzung fehlen mir etwas die Referenzfilme, darum kann ich nur beurteilen was ich gesehen habe.

Phantom of the Opera, erzählt wie viele Filme die Geschichte einer tragischen Liebe, und deren teilweise recht intensiven Verlauf. Anfänglich beginnend mit einer Auktion und dann in einer Rückblende ins Paris im 19. Jahrhundert, wo ein mysteriöser Geist sein Umwesen in einer Oper treibt. Kurz darauf sind wir mitten im Geschehen drin und verfolgen gebannt die farbige Pracht die sich auf der Leinwand entfaltet.

Wie schon im Trailer zu sehen haben sie für diese Umsetzung alle Register gezogen. Gewaltige Kulissen, ausgezeichnet ausgeleuchtet und mit Kunstnebel mit dem nötigen Mystischen angereichert. Dazu kunstvolle Kostüme und ein nahtloses Verschmelzen der Special Effects und den echten Aufnahmen. Abgerundet von einem reissenden Soundtrack und den sehr gut choreographierten Tanzeinlagen. Viele grosse Adjektive, welche diese Produktion auch verdient hat, hier muss sie sich überhaupt nicht verstecken.

Allerdings schwächelt sie an anderen Stellen enorm. Hauptsächlich der Cast hat mir der Film recht verdroben. Ohne Charisma und streckenweise schlichtweg langweilig singen sie ihre Lieder und bringen die Emotionen nicht wirklich rüber. Das Phantom verliehrt seine letzte wenige Präsenz die es noch hat, als es letztendlich dann doch die Maske abzieht und das wahre Gesicht zeigt und der Held und Retter in der Not ging mir mehr auf den Geist als er als Held akzeptiert wurde. Space Dream zum Beispiel konnte mit Schauspielern aufwarten die besser in die Rollen passten als diese hier.

Schnitt und Kameraführung, die sonst durch den ganzen Film überzeugte versagt allerdings bei dem Grande Finale und zerhackt das Duell auf dem Friedhof so unübersichtlich, das es viel von dem Potential einbüsst. Leider ist das auch bei den Gesungenen Lieder so. Ja klar das sind Schauspieler und grossen Respekt von der Leistung, nur sind die Singszenen teilweise recht unsynchron mit dem Ton. Schade, nimmt viel von dem sonst überzeugenden Film weg.

So insgesammt war ich beeindruckt von dem was ich gesehen habe, konnte mich aber nicht mit dem Cast anfreunden. Wer Musicals mag und gerne Perfekt inszenierte Filme anschaut, wird aber durchaus seine Freude an diesem Film haben.

[Editiert von Skynet am 2005-11-03 01:15:22]

db's Wertung: 3.0 Sterne

Filme sind immer Geschmackssache und Musicals ebenfalls, aber bitte, bitte, Vergleich nicht die Dritt-Liga Mimen aus Space Dream mit den Spauspielern aus diesem Film. Mehr will ich dazu nicht sagen!

Son Goku's Wertung: 6.0 Sterne

Die in Space Dream konnten wenigstens noch begeistern, die in Phantom waren ja so öde wie die Darsteller in einem Soap im Fernsehen. Langweilig ausdruckslos und so spannend wie ein 10 Wochen alter Big Mac. x(

db's Wertung: 3.0 Sterne

du hast natürlich recht skynet... wie soll ein so unbedeutendes filmmusical wie phantom of the opera auch mit dem "erfolgreichsten schweizer musical aller zeiten und galaxien" mithalten. :o)
gottseidank gibt es dich (und suchmaschinen), sonst wär mir dieses "kulturhighlight" nie bewusst geworden...

papp's Wertung: Noch nicht bewertet

ja natürlich, Space Dream ist doch DER Kulturelle Event und ist auch auf DVD erschienen. DANN hat es als erstes Musical Weltweit ein Sequel erhalten, das sagt doch etwas aus, wie gut es doch war. Ausserdem wurde es in der Schweiz und Deutschland sehr lange aufgeführt :o)

(habe nur die Schauspieler die ich auf der DVD und im Musical gesehen habe, direkt mit den Schauspieler im Film verglichen. Nicht das ganze drumrum, und wie man bei Space Dream deutlich sehen kann die Schauspieler spielen ihre Rollen wirklich und sind auch mit voller Enthusiasmus dabei. Die weibliche Hauptrolle in PotO ist jedoch eher lasch, schaut die ganze Zeit gleich langweilig in die Kamera und auch der anderen Hauptrollen Boyfriend und Phanton waren schlichtweg langweilig. Meine Meinung, schade wenn die etwas besser gecastet worden wären, hätte ich ihm mindestens 5 Sterne gegeben.)

db's Wertung: 3.0 Sterne


Beiträge suchen

Aktive Beiträge