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Beitrag Million Dollar Baby

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Million Dollar Baby oder: Sport ist Mord!


Clint Eastwood fährt gerne Achterbahn. Zumindest wenn man seine vergangenen Filme als Regisseur anschaut, so finden sich darunter doch so einige Filme, die eher mal das Tal als die Spitze einer attraktiven Fahrattraktion erreichen. Million Dollar Baby gehört dabei sicher zum aufsteigenden Teil, wenn das weibliche Boxer- oder doch eher Sozialdrama auch nicht durchgehend überzeugen kann. Was mich eigentlich am meisten daran störte und Rocky-Sequel Albträume hervorrief, war die so arg übertriebene Darstellung der "ostdeutschen" (???) Meisterin, die schlicht und einfach das Böse im Ring personifizierte, von grausamsten, kaum nachvollziehbaren Regeblübertretungen getrieben, die man dem Amateurfussball nicht anhängen würde. Für ein ernsthaftes Drama verliert der Film dort seinen eigentlich richtigen und wichtigen Weg. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass Million Dollar Baby weit weniger Boxerfilm als Charakterfilm ist. Die Suche nach dem richtigen Weg. Und so profitiert der Film von seiner Ruhe und Gelassenheit, die Eastwood bestechend einarbeitet.

Nicht von der Hand zu weisen sind die Klassedarstellungen um die Oldies Clint Eastwood und Morgan Freeman. Hilary Swank spielt physisch ebenso stark wie psychisch, das und die bissigen Dialoge dieser drei Charaktere gefällt und hält den Film wirklich zusammen. Ist Million Dollar Baby trotzdem der laut Oscarverleihung beste Film des Jahres? Eigentlich nicht. War er besser als The Aviator? Eigentlich schon. Das Ende, der letzte Akt zieht sich allerdings auch etwas klebrig hin, das Resultat scheint bald unausweichlich, das Ende hingegen wiederum ist gelungen. Nun müsste sich Eastwood noch überlegen, seine Finger von simplen Tonfolgen zu lassen und einen Komponisten zu engagieren, dem Film hätte das sicher besser getan als die langweilig monotonen Musikfiguren.

Nein, vollends konnte mich Million Dollar Baby weder ausknocken, noch vom Hocker hauen und es verbleibt ein wenig das Gefühl, dass der Film schneller vergessen gehen könnte, als man denkt.

Million Dollar Baby ist in eher dunklen, pessimistischen, manchmal dokumentarisch anmutenden Farben verfilmt, die DVD bringt das gut rüber, am Bild ist eigentlich kaum zu mäckeln. Der Tonbereich ist für ein eher ruhiges Drama ebenfalls gelungen. Leider liegt mir nur die einfache DVD-Edition vor, so dass ich zu den Extras der 2-DVD keine näheren Angaben machen kann.

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pb's Wertung: 4 Sterne

Genialer Film. Meiner Meinung, der beste Streifen von 2004.

Die Darbietungen von Clint Eastwood, Hilary Swank und Morgan Freeman sind erstklassig.

Es handelt sich dabei nicht um ein 0815-Drama aus den Reihen Spielbergs oder Howards, bei denen immer krampfhaft nach einem Happyend gestrebt wird.

Ein Film, der einen bitteren Nachgeschmack im Mund hinterlässt.

Markus' Wertung: 5.0 Sterne

Nachteil bei der deutschen Synchronfassung ist, dass der von Swank hervorragend gesprochene "Slang" oder "Akzent" nicht vorhanden ist. *grml*

nd's Wertung: 4.0 Sterne

so, hab mir das teil nun endlich auch gegönnt...

der film hat mir sprichwörtlich die sprache verschlagen. authentisch gespielt, atmosphärisch dicht inszeniert und eine story, die mich zu tränen gerührt hat - schlichtweg umwerfend!
hilary swank spielt echt klasse: die junge kellnerin wächst einem sofort ans herz und man kauft ihr jeden moment im film ab; der oscar ist hochverdient!
die 2 stunden haben bei mir nie den eindruck von "langweilig" oder "langezogen" hinterlassen, da der film vor allem von seinen ruhigen momenten und den starken dialogen lebt.

ich sag nur noch soviel: sör eastwood, ich gratuliere!

farossi's Wertung: 6.0 Sterne


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