Forum Movies - Reviews: Kino

Beitrag Everything Is Illuminated

» Zum letzten Beitrag springen

Everything Is Illuminated oder: Frodo goes Ukraine


Everything is illuminated ist ein Film voller Poesie. Mit nostalgischen, manchmal melancholischen Landschaftsbildern, originalgetreuer Musik und nicht zu letzt authentisch wirkenden Schauspielern schafft der Film eine Atmosphäre und Frische, die man selten im Kino erlebt. Zwar verlangt der Film mit seinen langen Einstellungen und dialoglosen Sequenzen einiges an Geduld vom Publikum, doch hat man sich einmal auf die Erzählung eingelassen, eröffnet sie sich einem in ihrer ganzen Schönheit. Unbeschreiblich, wie erfüllend etwa die endlosen Sonnenblumenfelder aus den Weiten der Ukraine wirken, nachdem sich die krude Truppe durch die Provinz gekämpft hat. Bevor dieser endlich die "Illumination" widerfährt und sich ihnen die Klärung der Vergangenheit offenbart, erleben die drei Männer und ihr geistig behinderter Hund eine beinahe traumartig erlebte Odyssee. Sie stossen auf aggressive Bauarbeiter, einen ukrainischen Geissenpeter und auf viel Verständnislosigkeit gegenüber Vegetariern. Immer spielt der Film dabei gekonnt mit Klischees und Erwartungen, wobei es ihm stets gelingt, aufs Neue zu überraschen.

Auch das Aufeinandertreffen von dem westlichen Publikum grösstenteils unbekannten Schauspielern aus der Ukraine mit einer Grösse wie Elijah Wood gibt dem Film eine besonders herzliche Note. Die konsequente Zweisprachigkeit des Films und den daraus resultierenden witzigen Verständigungsproblemen machen den Film authentisch und bilden einen schönen Kontrast zur Verträumtheit des Films. Genau diese Mischung ist es auch, welche der äusserst sentimentalen Geschichte oftmals hilft, nicht in kitschige Gefilde abzudriften. Und auch wenn ihr das nicht immer gelingt und der Mond ein paar Mal zu oft über die Leinwand wandert - bei Liev Schreibers Werk handelt es sich um einen grossartigen Film, der wunderbar zur fantastischen Kulisse der Biennale passt.

» Die komplette Filmkritik lesen

han's Wertung: 4.5 Sterne

Toller Film mit einem fantastischen Soundtrack. Schade dass solche Perlen an den Kinokassen meist etwas untergehen.

thatssno's Wertung: 5.0 Sterne

Der Film zeigt auf leise und unaufdringliche Art und Weise die Folgen des Krieges (z.B. in der Erziehung und wie die Erziehung immer weitergegeben wird). Der Film zeigt auch wie der Krieg einen Einfluss hat auf Rasismus und den Selbsthass und dem jahrelangen schlechten Gewissen, hoffen und bangen. Auch zeigt der Film aber die Erlösung am Schluss durch die "Illumination".
Ausserdem wird sehr lustig und ehrlich die Modernisierung gezeigt und die alte Generation und welche Unterschiede herrschen zwischen beiden Generationen. Die immer noch am Krieg hängenden und die Jugend die lieber mit Amerika liebäugelt.
Auch wird gezeigt wie nicht nur die Ausländer Probleme haben mit Rassismus und Neid sondrn auch im eigenen Land Schichten herrschen und man neidisch aufeinander ist und sich gegenseitig nicht mag.
Die Message des Filmes ist auch sehr schön, dass die Vergangenheit die Menschen immer beeinflussen werden, dass die Vergangenheit ein Teil von uns ist und wir die Vergangenheit deshalb bewusst sehen und verstehen müssen.
Der alte Mann, er den Grossvater spielt spielt am eindrücklichtsen. Er spielt den von der Vergangenheit geplagten, ignoranten, verbitterten, verletzten und melancholischen Grossvater sehr gut.
Auch die beiden anderen Darsteller spielen solide aber leider kann Elijah nicht sein Potential zeigen, da sich seine Figur auf einige Mimiken beschränken muss.
Was noch zu sagen ist, ist dass die Bilder(sprache) des Filmes sehr schön und gut sind/ist und aussagekräftig.

fearing is believing's Wertung: 5.0 Sterne


Beiträge suchen

Aktive Beiträge