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Beitrag Die Höhle des gelben Hundes

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Die Höhle des gelben Hundes oder: Bunter Hund auf grüner Steppe


Du hast genug von ewig gleichen und simplen Hollywood-Actionfilmen? Marlboro-Werbungen wecken in dir das Fernweh (wegen der unberührten Natur, nicht wegen den Cowboys). Wer sich gerne mal 90 Minuten eine ruhige, anmutige Geschichte gönnen möchte, vor einer Kulisse, welche jedes Steppenwolf-Herz höher schlagen lässt, dem sei Die Höhle des Gelben Hundes empfohlen. Man möchte sagen, die ideale Kombination von Dokumentar- und Spielfilm.

Regisseurin Byambasuren Davaa wagte es gleich zwei grosse Schwierigkeiten in Angriff zu nehmen: Das Drehen mit Kindern und mit Tieren. Dies scheint ihr jedoch nicht mehr Mühe zu bereiten, als der kleinen Nansal das Reiten. Die drei Kinder sorgen für viele amüsante Szenen und es kommt sogar zu spannenden Momenten. Keine Minute zweifelt man an der Authenzität der "Darsteller" (denn ein bisschen geschauspielert wird schon). Auch der seltene Kontakt mit der mongolischen Sprache ist ein Erlebnis. Das Wichtigste mag aber wohl die Vermittlung einer uns zumindest fernen (wenn nicht fremden) Lebensphilosphie sein (siehe Trailer).

Der Film zeigt aber nicht nur ein uns wenig (bis gar nicht) bekanntes Leben, sondern kritisiert auch ganz am Rande dessen Kontakt zur westlichen Kultur, beziehungsweise Letztere selbst. Dennoch wird der Genuss an der Teilhabe einer friedvollen und hoffentlich nicht zu bald (oder gar nicht) aussterbenen Lebensart beinahe ungetrübt. Wer jetzt noch nicht vollends überzeugt ist, soll doch bei der offiziellen Webseite (siehe unten) vorbeischauen. Dort kriegt man einen visuellen und musikalischen Eindruck. Wer allerdings schon Die Geschichte vom weinenden Kamel genossen hat (von derselben Regisseurin), braucht wahrscheinlich nicht zu einem Kinobesuch überredet zu werden.

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pf's Wertung: 5 Sterne


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