Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Skeleton Key
Skeleton Key oder: *hex hex* Wenn ein Film "Voodoo" und dessen schwarze Magie zum Thema hat, dann kommt mir immer gleich wieder Angel Heart von 1987 in den Sinn. Damals hexte sich Mickey Rourke durch Beschwörungen und mysteriöse Symbole. The Skeleton Key zielt auf ein ähnliches Publikum und trifft damit voll ins Schwarze. Gespenstische Gesänge, Hühnerkrallen, Backsteinpulver vor der Haustür und Symbole wohin man schaut. In die Geisterwelt von New Orleans taucht unsere Hauptperson ein und was der Trailer an Spannung und Mystik versprach, vermag der Film auch wirklich zu halten. Vielleicht ist es nicht der Grusel-Horror-Schocker geworden, den man erwarten konnte, aber atomar spannend ist er auf jeden Fall. Vor allem gegen Ende, wenn sich die Puzzleteile langsam aber sicher zusammenfügen, kommt man kaum mehr zum atmen. Die Umgebung mit ihren Sümpfen, den Geisterbäumen und dem nassen Wetter ist der optimale Ort für eine Geschichte über Geister und deren Machenschaften. Dazu noch ein altes Haus mit möglichst vielen Türen, die herrlich knarren können und schon hat man eine geglückte Location für gruslige Spannung. Und auch wenn man der Hauptfigur kaum abnimmt, dass sie innerhalb kürzester Zeit vom Ungläubigen zum Pulver- und Spruchspezialisten wird, so schaukelt einem der Film und seine Figuren langsam aber sicher selber in Trance, die in dem absolut gelungenen Finale seinen Höhepunkt findet. Die Zahl der Hauptcharakter beschränkt sich auf Vier. Wobei natürlich die Tochter von Goldie Hawn, Kate Hudson, die Hauptperson gibt und definitiv besser rüberkommt als in ihren letzten Werken Raising Helen oder auch The Four Feathers. Allerdings die oben angesprochene Wandlung zur Zauberfrau nahm ich ihr nicht wirklich ab. Die alte Garde, Gena Rowlands (die komische Mutter aus Taking Lives) und John Hurt (der Professor aus Hellboy) kommen sehr gut rüber. Auch dadurch, dass die Dame zeitweise an Kathy Bates aus Misery erinnert und der Herr praktisch den ganzen Film durch nichts zu sprechen hat und nur mit Ausstrahlung und Mimik arbeiten muss. Fazit: Wer Grusel, Horror und pure Angst erwartet, der darf bei The Skeleton Key zwar manchmal den Atem anhalten, bekommt aber weder Blutorgien noch irgendwelche Gedärme zu sehen. Der Film setzt auf subtilen Thrill, der angereichert wird mit einer geheimnisvollen Religion und deren unheimlichen Mächten. Man mag zwischendurch die Taten der Figuren in Frage stellen (warum muss man ausgerechnet in regnerischer Nacht geheimnisvolle Türen öffnen..), doch im grossen und ganzen ist aus dem erwarteten Gruselschocker ein solider und sehr spannender Thriller geworden, dessen Auflösung mich wirklich beeindruckt hat. Schön, dass solch verhältnismässig kleine Filme auch bei uns im Kino laufen und hoffentlich den einen oder anderen, von der nur selten vorhandenen Sommerwärme weg, ins kühle Kino lockt. |
Zu diesem Thema wurden insgesamt 24 Beiträge geschrieben.
Um die Übersicht zu verbessern sind ältere Beiträge eingeklappt und versteckt.
The Skeleton Key war wirklich wieder mal Wenn einem wie der Hauptfigur das Geheimiss offenbart wird (erst ganz am Schluss), wird einem klar dass... Spoiler zum Lesen Text markieren
...einfach krass. War wirklich eine Überraschung. Die Vorschau gibt einem den Eindruck, dass es ein Film ala "The Ring" sein könnte, was er aber ganz und gar nicht ist. Er ist bei weitem nicht so Horror-gruslig wie z.B. "The Ring", |
Ein Film, über den man nicht zuviel schreiben darf, weil man sonst alles verrät. Am ehesten würde ich den Streifen mit Spoiler zum Lesen Text markieren
Wirklich gefallen haben mir am Streifen nur die stimmungsvollen Bilder von New Orleans und der anschliessenden Landschaft, die wurden wirklich hübsch atmosphärisch eingefangen. Auch den Darsteller von Ben fand ich überzeugend. Auf der Gegenseite siehts leider nicht so hübsch aus. Angefangen mit einer ziemlich dümmlich agierenden Hauptfigur über typisch-lahme Buh-Effekte bis hin zu aufgenommenen und wieder fallengelassenen Handlungssträngen bietet sich ein ganzes Spektrum an negativen Eigenschaften. Dazu kommt eine Story, die nach der Vorstellung aller vorhandenen Charakteren (und wie muri schreibt sinds ja nicht wirklich viele) sehr voraussehbar und spannungsarm wird. Meiner Meinung nach ein schwacher Film. Da empfehle ich doch lieber den (auch nicht über alle Zweifel erhabenen) "Hide & Seek". [Editiert von 'gollum' am 10 Aug 2005 12:58:35] |
Ich schliesse mich mit meiner Bewertung eher Cinefan an. Denn wer trotz dem Trailer, der in eine andere Richtung weist, ins Kino geht und sich den Film anschaut, wird durchaus positiv überrascht sein. Denn.... Spoiler zum Lesen Text markieren
|
Kate Hudsons letzter Film Raising Helen mit dem Poster, auf dem sie Hotpants und diese schrecklich modischen Winterstiefel kombinierte, kam nie in die CH-Kinos. Er war so schlecht wie eigentlich alles, was sie seit dem gnadenlos überbewerteten Almost Famous (Klick auf den Kritikklassiker aus der frühen Kreidezeit von OutNow.CH!) auf die Leinwand brachte. Als Rockergroupie wurde sie zum It-Girl und wurde dann doch zur Schmalspur-Meg Ryan mit einer Frisur, die in jedem Film pflegeintensiver wurde. In Skeleton Key trägt sie statt Winterstiefel Flip-Flops und die Lockenpracht à la Beverly Hills weicht dem Rossschwanz. Als unkompliziertes Mädchen von nebenan gefällt sie mir schon wieder viel besser. Als einzige weisse Frau unter 30 in ganz New Orleans, tätowiert, wo man es nicht sehen kann und immer noch einen Plattenspieler besitzend hat das Mädel sogar eine Duschszene. Auch wenn der Film nur leidig spannend ist, muss man ihm zu gute halten, dass es der erste Horrorfilm aus Hollywood seit langem ist, der nicht ein Remake aus dem eigenen Fundus (House of Wax, Amytiville, Texas Chainsaw Massacre) oder amerkanisierter J-Horror (Ring, Dark Water, The Grudge) ist. Und der Plot ist wasserdicht, auch wenn man nach dem Kino länger darüber nachdenkt. Die Runzeln, die Frage nach den Tatoo, die Eifersüchteleien, "no more scratches, please" und das anfängliche Wegschicken, weil sie eine Weisse ist, sind alles kleine Hinweise, die einen trotzdem nicht auf das gute, weil überraschende Ende lupfen. |
die Filmografie von Regisseur Iain Softley liest sich nicht schlecht: Backbeat, Hackers, Die Flügel der Taube, K-Pax und nun Skeleton Key. Ich krieg irgendwie das Gefühl nicht los, als wolle sich da ein Mann auch in diesem Genre etablieren, um zu zeigen, was für eine Bandbreite er beherrscht. Zugegeben, ich kenne nicht alle seine Filme, gesehen hab ich nur K-Pax und Die Flügel der Taube, die ich beide hervorragend fand. Skeleton Key ist weder Fisch noch Vogel, weder Voodoo noch Hoodoo . Vielleicht liegt da seine ganze und einzige Stärke. Der Trailer verspricht ein weiteres dieser Filmchen zu werden, von denen wir in letzter zeit mehr als genug hatten: The Grudge, Hide and Seek, the Ring 2 (waren doch allesamt sehr enttäuschend). Doch die Liste der Schauspieler lässt da doch mehr erhoffen. Und letztendlich ist man auch nicht ganz enttäuscht, aber eben auch nicht wirklich überrascht. Die Location um New Orleans mag ja schön sein und macht sich auch gut als kulisse zum thema schwarze magie, haben wir doch auch schon irgendwie gesehen und zwar in anderen (besseren) filmen (wie bereits erwähnt: Angel heart). Nach The Grudge muss jetzt wieder eine Krankenschwester die ganze Auflösungsarbeit übernehmen: Ein Minuspunkt. Gena Rowlands und John Hurt machen mit, ziemlich ungewohnt für so eine Gespenster-Mär: Ein Pluspunkt. - doch bleibt die Frage, was hat sie bewegt, hier mitzuwirken? Was mich meist mehr ärgert, sind die immer gleichen Schreck-momente, die in diesen Filmen "so" originell gestreut und umgesetzt sind. Ist denn kein Regisseur müde, den gleichen Trick zu verwenden wie all die anderen vor ihm? und wen bitte schön soll dies noch erschrecken? Jeder erprobte Thriller-Grusel-Kenner, weiss doch schon 10min. im voraus, dass die obligatorische Ich-erschreck-mich-zu-Tode-Szene kommt. Buhu! Und dass immer wenn es spooky wird, das elektrische licht versagt oder flackert ist doch auch ein müder effekt, n'est pas? (ein weiterer Minuspunkt) Das Finale ist dann gottlob gelungen, vorausgesetzt, man kann mit magie und solchem zeug mithalten. alle anderen rational denkene werden sich wie immer masslos ärgern, dass sie einem weiteren solchem film zugesagt haben. Kate Hudson macht ihre Sache gut. Trotz ein paar gängiger Klischees ist dies doch einer der besseren Gespenster-Märchen, und somit Mr. Softley, würd ich sagen, sie haben auch in dieser Disziplin gut abgeschnitten. [Editiert von 'lafrecciablu' am 26 Aug 2005 23:17:04] |
Hatte Ticket gewonnen, vielen Dank an Outnow! |
Zitat Paganini (2005-08-18 01:44:05)
hello mr, paganini. hab den film nun ein weiteres mal gesehen und musste meine meinung revidieren. bei mir ist nun der knopf aufgegangen, kannst ja mal den operateur fragen.... weshalb.. gruss, orri |
Zitat lafrecciablu (2005-08-26 23:21:01)
|
Ist euch schon aufgefallen, dass das haus aus the Skeleton Key von aussen und teilweise auch von innen dem haus aus texas chainsaw massacre extrem ähnlich sieht. |
Fand den Film echt gut, grusselig und trotzdem (ich sage es wieder) spannender horror auch ohne blut (oder ist blut geflossen?) jedenfalls nicht in den massen, dass es mir besonders aufgefallen wäre Spoiler zum Lesen Text markieren
Ne, also wirklich unterhaltsam, nur zu empfehlen! |
@dienchen Hier der Trailer. Ist sehr ähnlich in der Art wie diese beiden. http://www.moviemaze.de/media/trailer/997.html |
Zitat Skynet (2005-09-05 13:59:25)
thanks, sehr nett von dir. |
sehr lahmer film, mit schlechten schockmomenten und null grusel-szenen! |
Zitat machine (2005-09-09 13:21:37)
das macht doch schon 50% des films |
ist ja auch gut so...muss auch gestehen, dass ich überhaupt kein fan von ehren kruger bin! na ja, the skeleton key versucht japanische vorbilder zu kopieren, was meiner meinung, auf nem unteren niveau geschieht! |
Ich bin vom Film enttäuscht, auch wenn der Filmschluss genial ist. Der Trailer versprach zu viel. Die erschreckende, tolle Auflösung genügt für mich aber nicht, um den Film auch genial zu finden, auch wenn das Ende eines Filmes etwas vom wichtigsten ist. Durch den Film hindurch kam einfach kein Gruselfeeling auf und ich fand das ganze ziemlich langweilig. Aber um es noch einmal zu betonen, der Schluss vom Film war schon echt spitze, für den gäb's 4/5 Punkte. @ Dr.Snowchick: Hab dasselbe gedacht, bezüglich auf die Ähnlichkeit der Aussenfassade des Hauses mit dem von Texas Chainsaw Massacre (Michael Bay Version) |
Der Film ist absolut geil. Schon lange kein Thriller mehr gesehen, der spannend war. Obwohl dieser Film auch teilweise vorhersehbar war. Scheisse finde ich, dass in der Vorschau schon alle guten Szenen gezeigt werden |
Skeleton Key Als ich mir Skeleton Key zugelegt habe, erwartete ich wenigstens soliden Grusler, der eine genügend starke Atmosphäre aufbaut, dass man bei der Stange bleibt. Doch trotz des etwas makaberen Intros schlägt Skeleton Key ein enorm langsames Tempo an und nimmt viel Zeit in das Thema einzuführen und hat überhaupt sehr wenig mit einem Horrorfilm zu tun. Während man sich im Haus einquartiert und erste Déjà Vues von anderen Filmen unterdrückt bleibt die Spannung weitgehend aus, und die wenigen laschen BU-Momente, lassen auch nicht wirklich aufschrecken. Obwohl die Darsteller wie John Hurt und Gena Rowlands sehr gute Leistungen bringen und Kate Hudson den Film durchaus tragen kann, bleibt die Spannung aus. Schliesslich driftet Skeleton Key in das erkunden von Magie und alten Zauberkünsten ab und lässt den Grusler endgültig hinter sich. Obwohl eine gute Story erzählt wird, welche durch ein unerwartetes aber sehr guten Ende abgeschlossen wird, vermag der Film nicht beeindrucken und lässt eine Atmosphäre wegen zurückhaltendem Soundtrack und wenigen wirklich düsteren Szenen beinahe gänzlich vermissen. Wenn dann noch ausgewachsene Menschen vor einer Linie aus Dreck zurückschrecken und sie nicht übertreten können, konnte ich mir dann ein Grinsen auch nicht verkneifen. Fazit: Skeleton Key ist sicher ein Solide produzierter Streifen, der eher ins Mystische als in den Grusler abdriftet und über weite Strecken sehr gemächlich dahindümpelt. Obwohl die Erkundung der Hoodoo Magie mit allen Symbolen und ähnlichem noch interessant ist, bleibt es auch dabei. Also wer auf dichte Atmosphäre aus ist, oder Spannung erwartet wird enorm enttäuscht sein, andere welche sich für Zauberkünste und ähnliche düstere Praktiken interessieren könnte der Film noch ansprechen. |
Ganz netter Mystery-Streifen mit guten Grusel- und Mitfieberstellen. Das Ende jedoch dürfte jeden umhauen. Und zwar nicht im postitiven Sinne. |
der film fängt gut an, dümpelt im mittelteil ein bisschen vor sich her und wird zum schluss nochmal wircklich gut. und der twist am schluss macht vieles wieder wett. für das setzt es von mir volle vier sterne |
jo das beste passiert wirklich am schluss. |
Bisschen Voodoo, ne dreckige Umgebung, eine richtig coole Auflösung, Kate Hudson und ne vermeintlich böse alte Oma machen den Streifen zu einen richtig netten Grusler. Hätte ich so jetzt nicht erwartet. |
Also ich fand, dass der Streifen gut gemacht ist. Der Faden war konsequent bis zum Finale gesponnen und das Ende! SUPER! Genau so gefällt mir ein Thriller-Film (mit bisschen Voodoo)! Klar gibt's Ungereimtheiten über die "wieso", aber die Story ist bis zu Ende gedacht und es löst sich alles auf. Super! Kann's nur wiederholen. Zuweilen macht es auch Spass zu raten, was sein könnte. |

