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Beitrag The Football Factory

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The Football Factory oder: Nach dem Spiel ist vor dem Kampf


Der Titel des Filmes suggeriert, dass es sich hier um einen Fussballfilm handelt. Dies ist richtig und falsch. Fussball ist zwar der Aufhänger der Story, aber es gibt im gesamten Film keinen einzigen Ball zu sehen. Das ist aber auch nicht nötig, denn es dreht sich ja um die Hooligans. Und diese begleitet der Film durch England und durch ihren Alltag. Regisseur Nick Love versucht über die Figuren, die Motivation der Hooligans und den Reiz der Gewalt zu erklären. Dass das nicht ohne Gewaltdarstellung auskommt, ist keine Überraschung. Allerdings schafft es Love diese Szenen sehr realitätsnah und nicht verherrlichend darzustellen. Dazu wurden extra für die Kampfszenen ehemalige und aktive Hooligans angeheuert. Und die sollten schliesslich wissen wie so was geht.

Überzeugt haben mich die Schauspieler. Zwar sind keine allzu bekannten Gesichter dabei, einzig Frank Harper kannte ich aus Bend it like Beckham. Aber trotzdem passen die Darsteller auf ihre Rollen, wie die Faust aufs Auge, um mal bildlich zu sprechen. Besonders Danny Dyer und eben Frank Harper überzeugen mit der Darstellung ihrer Charaktere. Dabei kann es natürlich nicht schaden, wenn man sich den Film im Originalton anschaut, denn erst dann entfaltet sich durch die Ausdrucksweise der Darsteller eine Atmosphäre, in der man direkt mitfluchen möchte.

Sehr sehenswert sind die Extras auf der DVD. Neben den verschiedenen Trailern und Teasern, den deutschen und englischen Untertiteln, ist vor allem das Making Of sehr gut gelungen. Ebenfalls sehr empfehlenswert sind die Audiokommentare von Philipp Köster und Trevor Jones. Köster ist Chefredaktor des Fussball- und Kulturmagazins "11 Freunde". Jones ist Ex-Radiomoderator und betreibt ebenfalls eine Fussballzeitschrift (www.FC45.de). Die Beiden sind selber leidenschaftliche Fussballfans und haben wirklich Ahnung von dem, über das sie reden. Wer etwas über moderne und traditionelle Hooligans wissen möchte, bekommt hier Informationen aus erster Hand präsentiert.

Insgesamt sind die Extras auf der DVD ebenso zahlreich wie interessant. Der Film ist sehr spannend und hat abgesehen von der Nebenstory mit den beiden Senioren, keine überflüssigen Passagen. Es gibt natürlich die ein oder andere Actionsequenz, die auch durchaus gut gemacht ist. Aber das Beste am Film ist die mit Liebe zum Detail beschriebene Hierarchie innerhalb der Hooligangruppe und die daraus resultierenden Ereignisse. Allerdings sollte man sich schon für Fussball und das Phänomen der Gewalt beim Fussball interessieren. Denn eines ist der Film auf alle Fälle nicht: Mainstream.

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sknepp's Wertung: 5 Sterne

Absolut sehenswert!

Ein typisch englischer Film mit guten Sound, massig Drogen, heftige Schlägereien, ohne "Rosabrillen-Optik" und ohne besserwisserisches Happy End, kurzgesagt einfach ein riesen Spass. Besonders beim finalen Kampf zwischen den Chelsea- und den Milwallhooligans kann mann irgendwie die Stimmung fühlen, das es jetzt noch genau 30 Sekunden geht, bevor es richtig eins in die Fresse gibt. Genial Umgesetzt! Wie oben erwähnt liegt es vorallem an der Galubwürdigkeit der Schauspieler. die Personnen Tom und Bill sind genial dargestellt.

Die Welt braucht definitiv mehr solche Filme!!

Chemic's Wertung: 5.0 Sterne

Der Film beschönigt nichts und ist nicht so überdramatisiert und Hollywood zugeschnitten wie Green Street Hooligans.

conker's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat sknepp (2005-07-22 01:19:00)

Fussball ist zwar der Aufhänger der Story, aber es gibt im gesamten Film keinen einzigen Ball zu sehen.

stimmt ja gar nich! ;) Die kleinen süssen Kinderchen spielen mal, was aber auch nicht allzu lange dauert... :db)

super film! }:)

Kertsch's Wertung: 6.0 Sterne

obschon das grundthema das selbe ist, wie bei hooligans, lassen sich diese beiden filme kaum miteinander vergleichen. football factory errinnert schon eher an den typischen britischen film à la trainspotting: hauptsache drogen, coole soundtracks, kaputte figuren mit irren namen, ungewöhnliche kameraschnitte etc. der hauptdarsteller danny dyer, welcher mir schon bei severance gut gefallen hat, spielt grandios. dennoch fehlt dem film imho das gewisse etwas. und die schlussszene ist gnadenlos von american history x geklaut.

_mel_'s Wertung: 4.0 Sterne

Football Factory ist klasse! Wers aber noch ene Spur härter mag, dem sei Rise of the Foot Soldier wärmstens zu empfehlen! UK-DVD ist schon lange draussen, auf deutsch hingegen ab dem 17. April!

Chemic's Wertung: 5.0 Sterne

Manchmal glaubte man in "The Business" zu sein da sowohl Dyer als auch Tamer Hassan ähnliche Rollen spielten. Trotzdem ganz nett und very british.

euros' Wertung: 4.0 Sterne

Zitat euros (2008-04-02 22:50:54)

Manchmal glaubte man in "The Business" zu sein da sowohl Dyer als auch Tamer Hassan ähnliche Rollen spielten. Trotzdem ganz nett und very british.

Jo hat was! Auch das Ende ist dabei ganz änlich gehalten. Einfach London durch Gibraltar ersetzten und Fussball durch Kokain.

Chemic's Wertung: 5.0 Sterne


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