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Beitrag The Longest Day

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The Longest Day oder: D-Day mit Stars und Sternchen!


The Longest Day, bei uns in der Fernsehstube unter Der längste Tag bekannt, feiert seine deutschsprachige Digitalpremiere. Endlich kann man diesen monumentalen, mit 2 Oscars (Kamera, Spezialeffekte) ausgezeichneten Kriegsfilm nicht nur im Original, sondern auch noch als opulente Widescreen-Version geniessen. Und dann beginnt der Film auch noch mit einer Szene, die ich noch in keiner Version gesehen habe. Es scheint als hätten hier die Zensoren ihre Schere gezückt.

Mit einem riesigen Staraufgebot, angeführt von John Wayne, Robert Mitchum, Curd Jürgens über Henry Fonda, Paul Anka und in kleineren Rollen Richard Burton, Gert Fröbe oder Rod Steiger und vielen anderen bekannten Gesichtern (Sean Connery vor seinem grossen Erfolg als Bond 007) berichtet diese Mammutproduktion, die mit 8 Millionen Dollars zu den teuersten Schwarzweiss-Produktionen aller Zeiten zählt, ausgiebig von der bevorstehenden und schliesslich tatsächlichen Invasion in der Normandie.

Gedreht wurde das aufwändige Werk gleich von mehreren Regisseuren, die sich die Aufnahmen Nationalitäten getrennt aufteilten. Es entstand ein Film, in dem von Schauplatz zu Schauplatz gewechselt wird, Charaktere huschen durch das Bild und tauchen wieder auf. Dennoch bleibt immer etwas Zeit sich mit den Eigenheiten der Protagonisten anzufreunden, was The Longest Day trotz der allseits präsenten, kriegerischen Thematik Frische und eine recht angenehm Leichtigkeit verleiht.

Nicht das akribische Darstellen einzelner Schicksale oder das Herausstellen von Grausamkeit und Unmenschlichkeit, sondern eine möglichst komprimierte, wenn auch vereinfachte Aufarbeitung der Ereignisse rund um D-Day (Vergleiche mit Filmen wie Saving Private Ryan sind fehl am Platz, technischer und erzählerischer Seits), beleuchtet in mehreren Parallelerzählungen, zeichnen The Longest Day aus. Es macht Spass all die grossen Namen in einem Film vereint zu sehen, auch wenn sie sich kaum je gegenüber stehen, und die kleinen Nebengeschichten zu verfolgen. The Longest Day ist ganz klar mehr Unterhaltungsware als kritische Auseinandersetzung, in dem man sich zwar Mühe gibt, nicht nur eine Seite zu zeigen, der "normale Deutsche Soldat" neben all den grossen Tieren dennoch eher anonym behandelt wird. Nun, man bleibt eben doch lieber beim Sieger als beim Besiegten, zumindest 1962.

Die DVD enthält leider keinerlei Extras. Empfohlen ist die Originaltonspur in DD 5.1, hier ist auch der Mehrsprachigkeit des Films Beachtung getan (die Franzosen reden französisch, die Deutsche deutsch usw.). Noch nie habe ich The Longest Day in einer so schönen Bildfassung gesehen (mal ganz abgesehen von der grausam eingefärbten Version, die kabel 1 ab und an zeigt). Die Schärfe ist okay, wenn auch nicht überragend, klar im schwarz-weiss Kontrast, recht sauber mit einigen Kratzern.

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pb's Wertung: 5 Sterne

Na, dass gefällt mir doch schon viel besser als 'Private Ryan' :)

"Das ist Geschichte. We erleben einen historischen Moment. Wir werden den Krieg verlieren weil unser glorreicher Führer eine Schlaftablette nahm und nicht geweckt weren will."

Markus' Wertung: 5.0 Sterne

Schon noch unglaublich, was die damals für so einen Film an Stars zusammenbekamen ;)
Aber eins muss man dem Film lassen. Die Landung in der Normandie hat bisher niemand in der Art und Weise wie *The Longest Day* wieder dargestellt. Unzählige "kleine" Schicksale die nebeneinander Ablaufen alle an einem einzigen Tag.... wenn man so darüber nachdenkt, war der Film ja beinahe ein Vorläufer von 24.

navi_t's Wertung: 4.0 Sterne

The Longest Day war wahrscheinlich der erste Kriegsfilm den ich gesehen habe. Und er ist mit sicherheit einer der besten! Sollte man schon gesehen haben!

Paganini's Wertung: 5.0 Sterne

longest Day oder die Mutter aller WK-2 Filme

Obwohl mir das ganze WK2 Thema in Sachen Film aus dem Halse heraushängt habe ich mir doch gesagt, wenn das so ein Schwergewicht auf dem Gebiet ist, muss ich mir den doch noch anschaun und wurde positiv überrascht.

Wie um einen Vergleich zu nennen "die Brücke von Arnheim" beleuchtet der Film die beteilligten Parteien einzeln und stellt keine der Beteilligten als "die Guten" und eine Seite "Die Bösen" was mir schon viel symphatischer war. Zwei Parteien im Krieg die beide ihre Ziele haben und diese mit allen Mitteln verfolgen und keine superguten Alliierten die im Auftrag Gottes die Bösen besiegen.

Der Aufbau ist eher Träge und die vielen Beteilligten Personen müssen vorgestellt werden. Bis zur eigentlichen Landungen werden viele Nebengeschichten und Schicksale angedeutet und in beinahe Geschichtsbuchartiger Präsizion das wiedergegeben was wirklich geschehen war. Details wie das mit der Schlafpille werden nebenbei angedeutet und haben wegen der enormen Länge des Filmes auch Platz. "Wir verlieren den Krieg weill der Führer eine Schaftablette genommen hat". Trotzdem verliehrt man schnell den Überblick und bald ist es auch egal wer jetzt stirbt oder nicht, man 'geniesst' die Hitze des Gefechtes und kümmert sich weniger darum wer jetzt stirbt oder nicht. Letztendlich gehen aber auch viele der Subplots verlohren und am Ende ist er doch etwas apprupt zu Ende.

Was mir auch aufgefallen ist, viele Szenen kamen mir sehr bekannt vor, und wenn man so überlegt bildet dieser Film mit Saving Private Ryan und Band of Brothers wohl das Rückgrad für alle WK2-Games die letzer Zeit auf den Markt gekommen sind, denn viele Szenen wurden 1:1 als Missionen eingebaut.

Insgesammt ein sehr guter Film, der duch sein schwarz-weiss einen beängstigenden realismus bekommt und wegen seiner perfekten Umsetzung eher an eine Dokumentation von Personen on location errinnert als an einen Film für die Kinos. Also warum der Vergleich mit "Private Ryan" der hat einen völlig anderen Ansatz und auch ein anderes Ziel der Geschichtserzählung. Nur an wenigen Stellen ist das Alter der Filmes zu erkennen, neben dem Schwarz-Weiss natürlich, die Todesszenen der Soldaten ist zwischendurch leider auch etwas lächerlich. Gewehr-auf-Boden-legen-Hände-in- die-Luft-Strecken-und-schreien sind heute irgendwie nicht mehr genug um gross zu berühren.

Fazit: Wer sehr authentische Kriegsdokumentationen die unter die Haut geht (wie vielleicht Brücke von Arnheim)sehen will, kann ich diesen Film sofort und ohne Bedenken anschaun. Wer allerdings ein hochgeschwindigkeits Actionspektakel erwartet wird eher enttäsucht sein. Sehr Geschsprächslastig dafür sonst ohne Mängel.

[Editiert von Skynet am 2005-11-06 09:27:10]

db's Wertung: 6.0 Sterne

die brücke von arnheim ist imho schrott, im gegensatz zu der von david lean.
die ganzen querverweise auf mistige games gehen mir schwer auf den geist :!

papp's Wertung: 5.0 Sterne

du meinst remagen, gell papp. a bridge too far. ja, arnheim ist mittelmässig, aber nicht schlecht.

pb's Wertung: 5.0 Sterne

Der Film hat aber auch einige geschichtliche Fehler. Nur um einen zu nennen. Die "Gummipuppen (Rupert)", wie sie im Film dargestellt werden, waren in Wirklichkeit zusammengenähte Juttesäcke. Die an Fallschirmen abgeworfen wurden. Die Plastikpuppen waren reine Filmrequisieten. Zu bestaunen im Pegasus Bridge Museum in Bénouville.

The Longest Day wurde anfangs in Farbe gedreht. Später aber dann (so ab Mitte des Films) wegen der Kosten auf S/W fertiggestellt. So wurde der ganze Film auf S/W dann schliesslich ausgegeben.
Aber ansonsten ein sehr guter Film.

Um noch mal auf "A Bridge Too Far" zurückzukommen. Der Film zeigt wie es damals wirklich war. Ausser einer kleinen geschichtlichen Unkorrektheit. Nicht Robert Redford (Major Julian Cook)stürmte die Brücke von Nimwegen, sondern seine Soldaten. Er hatte an dieser Operation nicht einen Schuss abgegeben (Laut Doku). Er musste seine Leute auf Trab halten. Aber die Filmemacher glaubten, es würde sich besser bezahlt machen, wenn das Redford so darstellen würde. Ansonsten waren die Original Befehlshabern der einzelnen Abschnitte als Berater tätig. Ach ja Colonel Bobby Stout (Elliott Gould) gabs auch net. Ist aber auch ein guter Film.

:):):):):)

digitalknight's Wertung: 5.0 Sterne

naja, solche kleinen historischen ungereimtheiten gibt es natürlich immer wieder. zB. Big Red One: da werden Shermans als Tiger Panzer und was weiss ich nicht alles verkauft. US-Halftracks als Sd.Kfz. 251 etc. Ist halt Hollywood.

pb's Wertung: 5.0 Sterne

a bridge to far hat noch andere fehler, die us-flaggen haben 2 sterne zuviel, man spricht von der 2ten panzerdivision, die war zu dem zeitpunkt im osten solange solche "fehler" sich auf bekleidung und fahrzeuge beschränken kann man locker darüber diskutieren doch sobald sich dann die "bewaffnungsexperten" einmischen krieg ich immer ein negatives gefühl dabei...

papp's Wertung: 5.0 Sterne

ein negatives gefühl hinsichtlich?

pb's Wertung: 5.0 Sterne

der ideologischen ausrichtung dieser "experten", sie kennen nicht nur jede knarre granate tretmine etc. die an irgendner front benutzt wurde sondern sind auch im betreffenden "liedgut" voll bewandert. auf nachfragen wieviele zivilisten das jeweilige panzercorps denn an den betreffenden orten massakriert hat reagieren sie äussest ungehalten.

papp's Wertung: 5.0 Sterne

naja, papp, es gibt natürlich auch geschichtskenntnisse technischerseits und dass ich da ein bisserl bewandert bin als Modellbauer tut mir natürlich leid. Trotzdem ist das ein hobby von mir und hat nichts mit deinem angedeuteten waffenfanatismus zu tun. wrong way, pal!

pb's Wertung: 5.0 Sterne

nie im leben hätt ich dich mit solch einer gesinnung in verbindung gebracht.sorry wenn ich mich schlecht ausgedrückt hab. filmforen mit ewiggestrigen finden sich nördlich des bodensees.

papp's Wertung: 5.0 Sterne

na da bin ich aber froh... :)

pb's Wertung: 5.0 Sterne

Endlich habe ich diesen Streifen mal gesehen. Stand schon lange auf meiner Liste. Und enttäuscht wurde ich nicht.

Der Film ist sehr Aufwändig, Interessant und Spannend. Die Kriegszenen sind genial. Die vielen Nebengeschichten sprachen mich gut an. Die Schauspieler allesamt sehr gut. Das einzige was mir nicht so zusprach war der Beginn, der mir zu Träge war.

Sehr Sehenswert

()=()'s Wertung: 5.0 Sterne


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