Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Crash
Crash oder: Crashing Cultures Nein, in Crash geht es, wie man vom Titel her vielleicht denken könnte, nicht um Auto- oder sonstige Unfälle. Und wer solche erwartet, oder einen Film zum Zerstreuen sucht, sollte sich lieber für einen anderen Kinosaal entscheiden. Denn Crash ist ein Film zum Nachdenken und geht unter die Haut. Im Mittelpunkt stehen vor allem zwischenmenschliche Beziehungen und der Rassismus in L.A. Würde man mir die Aufgabe stellen, die Hauptaussage kurz zusammenzufassen, würde ich dies wohl mit folgendem Zitat aus dem Film tun: "Der Tastsinn ist ausschlaggebend. In jeder anderen Stadt wird man beim gehen angerempelt und streift automatisch andere Passanten. In L.A. berührt dich niemand. Man befindet sich dauernd hinter Stahl und Glasbarrieren. Ich denke, die Leute vermissen die Berührungen so sehr, dass sie Kollisionen verursachen, nur um etwas zu spüren."Allgegenwärtig ist die Angst vor dem Unbekannten und das Misstrauen gegenüber Anderen. Es geht um Intoleranz und Mitgefühl in der Stadt, wo Rassenunterschiede eigentlich keine Rolle spielen sollten, und wo dennoch jeder Angst hat, verurteilt zu werden, selbst aber kein Problem damit hat, andere zu verurteilen. Es gibt viele Anti-Rassismus Filme, die denken, sie verdienen den Stempel "gut" ganz alleine deshalb, weil sie sich für eine gute Sache einsetzen. Crash hat dies nicht nötig, denn er vermittelt seine eigene Botschaft, fernab von Hautfarben, Rassen oder Nationalitäten; eine viel universellere Botschaft, die jeden ins Herz treffen wird, der sich richtig auf den Film einlässt und die ihm deshalb auch ohne Anti-Rassismus-Aufkleber ein "sehr gut" einspielen wird. Der Film funktioniert natürlich vor allem durch seine geschickt gewählten Charaktere. Es gibt Personen, welche man bereits als von Grund auf böse verurteilt hat, die plötzlich eine nette Seite zeigen und umgekehrt. Für einmal lässt Hollywood seine stereotypen Charaktervereinfachungen beiseite und zeigt Figuren, wie sie in der Realität nicht authentischer sein könnten. Gut und Böse liegen in Crash oftmals sehr nahe beisammen. Die hervorragenden schauspielerischen Leistungen sind selbstverständlich der Besetzungsliste zu verdanken, die sich liest wie das who is who des schwarzen und weissen Hollywoods und bei der sich, meiner Meinung nach, keine Fehlbesetzung eingeschlichen hat. Auch der Schluss ist zum Glück der Geschichte angemessen. Der Film endet, ohne das etwas wirklich gelöst ist, ohne das einem von Hollywood irgendwelche 0-8-15-Schema-Regelungen aufgezwungen werden. Jeder muss mit den Konsequenzen seiner Taten leben und akzeptieren wer er ist und welche Rolle ihm zugewiesen wurde, so wie im richtigen Leben eben. |
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naja. da werden zuviele zufälle und vorfälle aneinander gereiht, als dass die geschichte noch glaubhaft wäre. schön gemacht und alles, aber weniger aufgesetzt wär manchmal mehr. schade. |
Zitat th (2005-07-17 14:37:57)
wie fandest du magnolia? |
Zitat Bobby Cooper (2005-07-19 00:12:16)
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Zitat th (2005-07-19 10:09:07)
was sind die gründe..? |
also magnolia gefiel mir auch nicht besonders, aber diesen film kann ich wärmstens weiterempfehlen! Ach ja und die Persertochter war ja OBERSÜSS |
Einfach fantastisch wie sich alles in der ersten Hälfte des Filmes aufbaut und Paul Haggis nach einander die Bomben (MEHRZAHL!) platzen lässt! Wer schon mal was von "Plot" gehört hat: |
Sehr, sehr gelungene Verwicklungen zwischen den einzelnen Charakteren, die auf den ersten Blick so wenig miteinander gemein haben. Dass sich ihre Wege immer wieder kreuzen, macht den Film nicht nur sehenswert, sondern abstolut genial. Der Cast kann sich stark sehen lassen, wobei alle Schauspieler ihren Rollen die gewünschte Glaubwürdigkeit verleiehen. Ja, sogar Brendan Fraser Cool, hart, tragisch, erschreckend, lustig und traurig zugleich. Das ist Crash, einer der 3 besten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe. |
Der Streifen kann übrigens auf amazon.com auf DVD bestellt werden. Na, dann schauen wir uns dass doch mal auf Silberscheibe an. [Editiert von 'markus' am 12 Aug 2005 11:47:28] |
Einer der besten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe. Wie "muri" schon sagt: Sehr gelungene Verwicklung zwischen den Charakteren. Ein grosser Teil des Filmes besteht aus einzelnen Szenen. Bei jeder Szene wird wieder der Charakter gewechselt. Am Schluss verwickeln sich die Charaktere miteinander und man stellt eine Verbindung her. Das hat mir sehr gefallen. Die Schauspieler waren auch nicht schlecht und machten ihre Sache gut. Es waren viele Emotionen im Spiel, was die Sache nicht einfach machte. |
Nachdem alle bekannten den film in den himmel gelobt haben, wollte ich mir natürlich auch ein bild von crash machen. Da ich filme mit mehreren erzählsträngen meisten mag, im stile von magnolia oder short cuts, war ich mir der sache ziemlich sicher. Doch im 1. drittel des filmes blieb meine begeisterung auf der strecke, zu stereotyp kamen mir gewisse charaktere vor und das thema rassismus auf diese schwarz/weiss-weiss/schwarz-schiene kam mir zuerst auch etwas plump entgegen. ABER, dem ist nicht so, bzw. dem bleibt nicht so. Die anfangs teils nervenden figuren gewinnen mit der zeit an tiefe und lösen sich aus ihren klischees. Die schauspielerische leistungen sind sehr gut, allen voran matt damon und thandie newton (die man eigentlich öfters sehen sollte...). eine willkommene abwechslung ist auch sandra bullock als upper-class-zicke! der rest des cast macht seine sache genauso gut, doch leider sagen mir gewisse namen nicht viel, aber überzeugen in ihren rollen allemal. Aber vielleicht wollte man einfach zuviel in diesem film einpacken, die eine oder andere geschichte erstickt dann in einem emotionalen showdown, was für meinen geschmack dem realitätsbezug etwas wegnahm. Und der song am ende mit den aufnahmen der stadt erinnert wohl böse an aimee mann's soundtrack zu magnolia. nichtsdestotrotz ein mutiger film, mit ein paar wirklich guten momenten, die an das gute im menschen wieder hoffen lassen. |
Zitat lafrecciablu (2005-08-19 12:21:23)
Also wo du Matt Damon gesehen hast, würde mich schon Wunder nehmen.... |
ich meinte natürlich Matt Dillon, Sorry für die Fehlbarkeit meinerseits. |
Zitat lafrecciablu (2005-08-22 11:13:09)
matt dillon hat einigermassen gut gespielt, war aber ziemlich das erste mal! von einer sehr guten leistung ist das meiner meinung nach aber weit entfernt... |
Zitat siamolo (2005-08-22 11:49:33)
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stimmt, den hab ich nicht gesehen. aber weder bei "one night at mc'cools", "there's something about mary", "in & out" noch bei "wild things" hat er mich überzeugt... vielleicht ist er in anderen filmen ja besser, schon möglich... |
Crash ist mit Sicherheit ein sehr sehenswerter Film. Ich ging mit sehr grossen Erwartungen an den Film ins Kino...diese wurden nicht enttäuscht! Normalerweise ist das nicht so. Dies spricht für Crash. |
Der beste Film des Jahres? Aber jetzt genug verglichen und gemeckert. Fazit: Ein beängstigend realistischer Film, mit ausgezeichneten Schauspielern und herrvorragenden Dialogen. |
Danke für diesen, Sehr angenehm zu lesen. Gruss |
Dein Sarkasmus interessiert mich nicht sj, eher wie dir der Film gefallen hat. Gruss |
Und wenn kein Sarkasmus in deinem Beitrag steckt, nehme ich natürlich alles zurück. |
Also ich hatte das Glück, dass ich diesen Film schon vor einigen Monaten in Canada im Kino bewundern konnte. Ich ging ohne jede Erwartungen in den Film, ich hatte bis jetzt nur die Vorschau gesehen und wartete auf einen langweiligen Nachmittag um mir diesen Film anzuschauen. Im Nachhinein bin ich dankbar, dass es mir an diesem Nachmittag langweilig war... Es gibt unzählige Filme, welche sich mit dem Thema Rassismus befassen. Doch selten hatte einer der Filme diese knallharte Realität wie Crash. Ich denke es ist um Meilen schwerer, einen Film zum Thema Rassismus zu drehen der im Jahre 2004 spielt, als einen, der im Amerika des 20. Jahrhunderts spielt. Es geht in diesem Film nicht darum, dass ein von allen Seiten unterdrückter Aussenseiter sich durchsetzt und es allen zum Trotz zu Ruhm und Ehre schafft. Mir gefiel die Wandlung der einzelnen Charaktere und wie man Ihre verschiedenen Seiten zu Gesicht bekam... z. B. Officer Ryan: zuerst ein dreckiger Lustmolch, dann ein fieser, diskriminierender Sohn eines schwer angeschlagenen Mannes und dann auf der anderen Seite doch diese Verletzbarkeit und Hilflosigkeit gegenüber des Vaters Leiden... Ausgezeichnet auch der Schluss... Kein Happy End, niemand geht als Held hervor, nein alle leben Ihr Leben weiter und müssen die Konsequenzen Ihres Handelns ertragen!! Ich hoffe viele von Euch werden noch einen langweiligen Nachmittag finden, an welchem Sie sich Zeit für diesen Film nehmen... [Editiert von freshprince am 2005-09-14 20:14:10] |
Hab mir heute die DVD angesehen. Endlich wiedermal ein Film, der sich wirklich gelohnt hat zu kaufen. Ein Streifen, der sich mal ernsthaft mit Rassismus in den USA auseinandersetzt. Es wird schön gezeigt, warum jeder eine Abneigung gegen den anderen hat. Erinnert hat er mich leicht an Amores Perros. |
Ich denke, Crash ist ein sehr guter Film. Er behandelt nicht nur Rassismus, sondern auch Vorurteile im Allgemeinen. Zum Beispiel hat man Matt Dillon gleich als sturmfestes Arschloch abgestempelt, als man ihn beim begrabschen gesehen hat. Ich war regelrecht verwundert, als ich ihn dann mit seinem kranken Vater gesehen habe. Und man konnte ihm sein Schuldgefuehl ja schon vom Gesicht ablesen, als er die Frau dann aus dem Auto gerettet hat. Ich fande die Szene mit der Reaktion des Typen gefallen, dessen Frau vom Officer begrabscht wurde, als er abermals von der Polizei angehalten wurde, sehr beeindruckend, dass hat wirklich gut gezeigt wie wie sein Stolz gebrochen wurde. sehr gelungen ist aich die Szene, in der der persische Kaufmann fast die Tochter des Schlossers erschossen hatte, dass konnte recht gut beweisen, dass eine Waffe, auch wenn sie einem Macht gibt, nicht nur toeten, sondern auch Leben zerstoeren kann. Der Schluss hat mir auch sehr gut gefallen, aus den schon genannten Gruenden. |
Für mich war Crash, welcher ich mir übrigens zu meinem Geburtstag ausgesucht habe, der Beste Film, welchen ich in diesem Jahr sah. Er zeigte mir aber auch, dass er nicht jedermanns Geschmack ist / Versus Partner fand ihn zu kompliziert. Für mich bleibt er jedoch genial, wie auch die Schauspieler, welche eine schwierige Rolle hatten |
Dank den Academy Awards ab morgen wieder in den Kinos in Bern, Zürich, Wil, Zug und Biel. Am Sonntag dann auch einmal in Brugg. |
WOW!! einer der besten und eindrücklichsten filme, die ich je sah. die storyines sind sehr gut miteinander verwoben, und die stereotypen, mit denen anfangs gespielt wird, werden auf brilliante weise verwischt, denn ale charaktere machen unvorhergesehene und doch plausible veränderungen mit. einfach atemberabend. die cast ist super, allen voran matt dillon, dem ich sowas vorher NIE gegeben hätte. unglaublich gut, jetzt kann ich auch die oscar nomination erst recht nachvollziehen! und thandie newton ist einmal mehr eine wahre göttin! ein must see movie, spielt exzellent mit dem thema rassismus, ohne in dümmlich vereinfachende platitüden zu verfallen! [Editiert von Ghost_Dog am 2006-03-10 16:37:06] |
Manchmal sind die Windungen und Gedankengänge der Oscar Akademie nur schwer nachzuvollziehen. Der Aproach ans Thema Rassismus über einige zusammengetragenen Episoden in 2 Nächten von LA ist leider nicht gelungen. Es scheint als werden offene Türen eingerannt. Viele der Wahrnehmungen die anscheinend vom Zuschauer gemacht werden sollten bezüglich der einzelenen Protagonisten und den damit verbundenem Life-Style sind völlig natürlich und kaum hinterfragbar. Natürlich Leben die Menschen von und mit Vorurteilen und natürlich nehmen wir gewisse Gruppen von Menschen im Zusammenhang mit Ähnlichkeiten oder uns bereits bekannten Tatsachen ähnlicher Menschen wahr. Ich glaube kaum, dass sich jemand diesbezüglich noch nie Gedanken gemacht hat. Der Regisseur behandelt uns aber genauso, auf eine völlig überzeichnete Art und Weise versucht er uns einen alltäglichen Rassismus aufzuzeigen, ohne Lösungen anzubieten oder weiter in die Tiefe zu gehen. [Editiert von Popstar99 am 2006-03-12 20:41:53] |
Popstar99 triffts meiner Meinung nach. Haggis zeigt uns wirklich nur einige Beispiele auf und kratzt nicht weiter um unter die Oberfläche zu kommen. Irgendwie hab ich das Gefühl, der Regi. wusste nicht, was er aus dem Film machen soll. Er zeigt Rassismus, Liebe, Hass, Kriminalität usw. usw. Schön. Und weiter? Aha, schwarz und weiss kann sich trotzdem mögen, aha, Menschen können sich versöhnen, aha, Kriminelle können auch ne gute Tat vollbringen. Und da wären wir auch schon beim Schluss, meine Güte. Schaut wie süss, wie die kurzzeitigen Bösen wieder zu den Lieben werden, wie man vergibt, wie der Gangster die Flüchtlinge freilässt. Und das soll kein Happy-End sein? Dann will der Regisseur noch alternativ wirken und hängt noch einen Crash an the very end. Der bringt mich aber zum Nachdenken, echt jetzt. [Editiert von koma. am 2006-06-09 00:19:18] |
Crash gehört für mich auch nach dem 5. Mal sehen in die Alltime-Top 10 Liste. Seit Jahren hat mich kein Film mehr so sehr bewegt und beschäftigt. |
Zitat thatssno (2006-09-20 16:16:49)
welcome 2 da club. |
Ich glaube ich habe seit gestern Abend einen neuen Lieblingsfilm ... War sellten so schnell von einem Film so überzeugt! Das Leben wird genial dargestellt: Der Film zeigt wie weittragend Entscheidungen in unserem Leben sind, und dies uns oft gar nicht bewusst ist ... es sollte viel mehr solche Filme geben! |
Der Film wird hier als Drama/Crime/Mystery bewertet. Weshalb Mystery? Ich kann keine Mysterykomponente erkennen. [Editiert von Arminius am 2007-02-10 16:11:03] |
Der Film berührt einem aber er ist zu lange. Trotzdem lohnt es sich Crash anzusehen. |
Nachdenkliches Porträt einer Stadt und ihrer vielen Seelen in dessen Kern es um Vorurteile, Rassismus und Beziehungsgeflechte geht. "L.A. Crash" ist ein gewaltiger Zusammenstoss bei dem immer ein unsicheres Gefühl von Ohnmacht und Erwachen mit im Spiel ist. Die Figuren wirken anfänglich wie reine Klischees, doch sie haben eine andere Seite und diese spielt Regisseur Haggis gekonnt aus. Kunstvoll verwebt er Arthouse mit dem Mainstreamkino und schafft einen Film, der noch Jahre später nachwirken wird. |

