Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Cape Fear
Cape Fear oder: Anwalt.... Aaaanwaaalt!!! Ursprünglich wollte Steven Spielberg das Remake des Klassikers von J. Lee Thompson selber drehen. Aus Zeitgründen überliess er das Projekt schliesslich seinem Freund Martin Scoresese. Der führte Robert DeNiro, in einer seiner besten Rollen, und Nick Nolte (der hier ebenfalls über sich hinauswuchs) als Gegner um Leib und Familie zusammen. Zwischen beiden Akteuren entstand eine knisternde Chemie, die vorzüglich auf den Film überging. Man stelle sich vor, Martin Scoresese hätte hier seinen neuen Dauerspezi Leonardo di Caprio als Knacki besetzt, nicht auszudenken. In schwüle, schön komponierte Farben eingebettet- optisch zählt der Film zu den schönsten des Regisseur - zieht Martin Scoresese mehr und mehr die Schlinge um den Hals des Anwalts zusammen, lässt ihn die eigene Macht des Rechts spüren und hetzt ihm mit Max Cady einen bitteren, von Rachegelüsten Gepeinigten auf die Fersen, der seinen festen Biss nicht mehr auslässt. Und als Zuschauer ist man zunächst irgendwie hin- und hergerissen, für wen man mehr Sympathien empfinden soll: Für den schmierigen, kleinen Anwalt, der mit seiner Kanzlei ein schönes Haus und eine kleine Familie aufgebaut hat, die er aber mit Seitenliebeleien zu verlieren droht. Oder dem Ex-Knacki, der viele Jahre seines Lebens opfern musste, nur weil sein Anwalt damals versagte und er jetzt Genugtuung für diese Ungerechtigkeit verlangt? Wenn auch die Sympathiepunkte-Tendenz eher Richtung Nick Nolte geht, er hat so eine nette Familie mit Hund, Garten und "geregeltem" Leben, so bleibt dennoch ein vernebeltes Antihelden-Abbild bestehen. Beide Protagonisten sind sie in ihrer Grundessenz falsch und berechnend. Die Intensität, die sich aus der Situation und dem Aufeinanderprallen von Konsequenzen ergibt, ist eine der ganz grossen Stärken von Cape Fear. Leider verliert der Film in seinem letzten Drittel viel von seiner vorher aufgebauten Atmosphäre und vor allem an Glaubwürdigkeit. Mit einem Finale, das quasi niemals endet und den Bösewicht (hier ist er schlussendlich und zu guter letzt auch wirklich einer) abermals und immer wieder auferstehen lässt und schlussendlich als wildes Monster zeigt, ruiniert Martin Scoresese beinahe die zuvor brillant aufgebaute, fein ziselierte Geschichte um ausgeklügelte Rache und Gerechtigkeit. Es bleibt aber bei einem hochkarätigen inszenierten Remake mit fantastischen Darstellern (ist sie nicht einfach süss, die unschuldige Juliette Lewis?), einer bestechenden Musikadaption von Elmer Bernstein (nach Bernard Herrmanns grandiosem Score zum Original) und der unvergleichlichen Titelsequenz von Saul Bass, der unzählige Fronttitel für Alfred Hitchcock gestaltete. Die Collector's Edition in ihrer 2-DVD-Fassung ist mehr als empfohlen. Extras: Eine ganze Fülle an Zusatzmaterial wird auf Disc 2 geboten, hier seien vor allem das tolle dokumentarische, fast 80minütige Making Of und die entfallenen Szenen erwähnt. Die Bildqualität ist bestechend gut mit hoher Schärfe, gutem Kontrast und vollen Farben, während sich die Tonanlage hauptsächlich auf die Front konzentriert (wobei nur die Englische Tonspur in DD 5.1 glänzt). |
Cape Fear klang recht nett im Review und auch auf der Beschreibung auf der Hülle, also gab ich dem Film mal die Chance mich zu begeistern. Hat er es, naja ich schloss den Film mit eher gemischten Gefühlen ab. Ein Anwahlt mit seiner Familie wird von einem Häftling heimgesucht, den er mal verteidigt hat. Anfänglich entwickelt sich das ganze etwas Harmlos und schliesslich startet es eine Kettenreaktion welche nicht nur die Karriere, sondern auch das Leben des Anwaltes und seiner Familie gefärdet. Wobei der Anwalt nicht mal etwas dagegen tun kann und in seiner Ohnmacht auch nach Illegalen mittel greift.... In der Anfangsphase als noch nicht wirklich viel geschah, fragte ich mich, was mich mehr nervte, der Aufgesetzte Aktent von De Niro oder die irgendwie immer auf Drogen stehende Ehefrau. Aber insgesammt machen die Schauspieler einen gute Arbeit. Hier wird eher uf Suspense und uf die Hilflosigkeit des Ehevaters gesetzt. Ich fand diese Phase jedoch etwas Träge. Reissend wirds aber erst gegen Ende wo De Niro endlich dieses pseudogetue ablegt und sein wahres Gesicht zeigt. Jetzt ist auch sein Akzent weg und es wird absolut überzeugend. Fazit: Anfänglich geschah mir etwas wenig, dafür wird der Film strukturiert und nachvollziehbar aufgebaut und ist absolut glaubwürdig. Die nervende Ehefrau, der Akzent und die lange aufwärmphase kosten ihm jedoch die Höchstwertung. [Editiert von Skynet am 2005-10-03 23:44:20] |
hammer film - spricht voll auf die urängste eines jeden menschen an. robert de niro ist einfach nur genial! von a bis z spannender psychothriller mit wirklich viel des psychoanteils! unbedingt ansehen! |
Max Cady war mir schon unsymphatisch bevor ich den Film gesehen habe Spannender "Stalker-Film" über die Hilflosigkeit wenn man einer übermächtigen Person schutzlos ausgeliefrt ist. De Niro spielt beängstigend gut und ich glaube der hatte richtig Fun dauernd an seinem fetten Cubaner rumzupaffen. Nick Nolte spielt souverän und über die lolita-fähigkeiten von Juliette Lewis müssen wir wohl nicht disskutieren. Der Score ist gewaltig und trägt viel zur Stimmung bei. |
Guter Streifen. Kommt aber leider nicht ans Orginal ran. Dafür bremsen die zu vielen Klischees den Spannungsbogen ab. Immerhin ist de Niro ein Höhepunkt. Seine Verkörperung von Max Cady ist brilliant. |

