Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Innocence
Innocence oder: Ganz in Weiss Kein Festival ohne Vertreter der tückischen Gattung des Scheissfilms. An der fünften Ausgabe des Neuenburger Festival du Film Fantastique (NIFFF) traf es bedauernswerterweise den einzigen Beitrag einer Regisseurin im internationalen Wettbewerb. Innocence hat sich das Prädikat mit den genretypischen Eigenheiten Symbolgehalt, gewollte Langeweile, einer semidepressiven Grundstimmung und der Ästhetik des Widerstands spielend geholt. Mag sein, dass schon Frank Wedekinds Novelle Mine-Haha, die Lucile Hadzihalilovic als Vorlage diente, nicht gerade eine Geschichte für allzu Erlebnisorientierte war. Doch das alleine ist kein Grund den monotonen Tagesablauf der Mädchen minutenlang zu zeigen. Die Stimmung im Sarg aus dem alle Bewohnerinnen irgendwann mal entsprungen sind, befällt alle Insassinnen und den Zuschauer gleichermassen. Nicht nur die Bediensteten, die für immer und ewig im Internat bleiben müssen, weil sie einmal einen Fluchtversuch wagten. Viele Fragen bleiben offen. Woher kommen die Mädchen? Warum dürfen sie die beleuchteten Pfade nicht verlassen? Für wen üben sie Ballet? Warum überhaupt Ballet? Ist das derselbe Wald wie in M. Night Shyamalans The Village? Der grosse Vorteil von Hadzihalilovics Film ist, dass er gleich mit dem Abspann beginnt. So hat man den wenigsten schon gesehen, wenn der Film fertig ist. Und alle, die sperriges Kino, das sich den gängigen Konventionen widersetzt, ablehnen, sind von Beginn an gewarnt. |
wenn du an einem noch öderen teil interessiert bist, hab vor einigen wochen"la bouche de jean-pierre" (auch von noés muse)aufgezeichnet |
http://outnow.ch/data/movies/infos/?m=42315 |
Dieser Film ist sicher nicht für Leute gedacht, die dem Mainstream-Kino zugetan sind. [Editiert von not_mainstream_fan am 2005-12-21 01:51:07] |
immer wieder lustig, wie sich die doch ach so individualistischen fans des "cinéma merde" allesamt schafherdenmässig gleich gebärden, wenn jemand das kind beim namen nennt und öden, langweiligen flachsinn als das outet, was er ist: öder, langweiliger flachsinn. immer ist dann der kritiker ein dummer proll, der von nix ne ahnung hat und sich doch besser hirnlose actionflicks reinziehen soll (womit ich natürlich nichts gegen kong gesagt haben will). nie wird erklärt, warum denn das verehrte werk so toll ist (ausser das es einem selbst dazu dient, sich vom pöbel der mainstream-kinogänger abzuheben)... jaja |
lieber bin ich ein anhänger von "öden, lagweiligen" filmen, als mir in anwesenheit von 100erten leuten, den üblichen einheitsbrei reinzuziehen, der einem selbst die einfachsten parabeln in noch langweiligeren dialogen erklärt, da diese filme auf ein publikum abzielen, welches selbst mit der lektüre einer tageszeitung überfordert ist. |
Nur für den not_mainstream_fan: Mein Interview mit Lucille Hadzihalilovic! |
Innocence ist Poesie in Bildern. Eine Annäherung an weibliches Gefühlsleben. Leider lässt die Geschichte einen Höhepunkt vermissen. |

