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Turtles Can Fly - Lakposhtha hâm parvaz mikonand


Turtles Can Fly von Bahman Ghobadi, ein Film aus dem Irak mit einem mehr als schwierigen, alles andere als leicht verdaulichen Thema und Laiendarstellern, die sich und ihr Schicksal selber spielen, wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem an Festivals in Berlin mit dem Friedensfilmpreis und in San Sebastian als bester Film. Ich scheue mich immer ein wenig, das gebe ich gerne zu, solche preisbehangenen Filme aus dem nahen Osten oder Asien anzusehen, die im typischen Studiokino vorgeführt werden. Als Filmliebhaber bin und bleibe ich noch immer ein Träumer, der sich gerne von Bildern und Szenarien verzaubern lässt.

Das freilich funktioniert in einem Film wie Turtles Can Fly kaum, denn die Geschichte von Kindern, die an der irakisch-türkischen Grenze Landminen ausgraben um diese für Geld zu verkaufen, ist vom kurdischen Filmemacher in einen oft schonungslosen Realismus umgesetzt worden, der wenig Anlass für Lichtblicke und Glücksmomente lässt.

In all dieser Hoffnungslosigkeit zeichnet Bahman Ghobadi aber auch etwas Poesie auf die Leinwand, hie und da darf man sogar ein Schmunzeln loswerden, wenn dies auch in der Schwere und Wahrhaftigkeit, (auch dank der ausgeglichen gelungenen Darstellungen), die der Film vermittelt, nicht einfach aufzunehmen ist. Die Geschehnisse und die Schicksale liegen bleiern im Magen, während und auch nach dem Film. Und das sollte man sich bewusst sein, ehe man in Turtles Can Fly geht, denn träumen, das kann man hier wirklich nicht, das alleine muss man diesen Kindern überlassen, denen in ihrer Tristesse aus Hunger und Überlebenskampf aber auch Wünschen, nicht viel anderes übrig bleibt.

Eine schwierige Thematik für eher nachdenkliche Momente im ersten irakischen Spielfilm seit mehr als zwanzig Jahren.

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pb's Wertung: 4 Sterne


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