Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Enter the Dragon
Enter the Dragon oder: Der beste Film des besten Kämpfers Über Bruce Lee braucht man keine Worte zu verlieren. Er ist der Star unter den Kampfsportlern, das Vorbild von jeder Menge heute aktueller Schauspieler und sein Leben, oder vor allem die Art seines Todes, ist bis heute mysteriös, tragisch und voller Geheimnisse. Enter the Dragon war der letzte Film, an dem Bruce Lee gearbeitet hat, denn er starb drei Wochen vor dessen Filmpremiere. Dass der Film 1973 veröffentlicht wurde, sieht man deutlich. Auch in Hongkong liefen die Leute damals mit Schlaghosen rum und die Geschichte entwickelt sich nur langsam. Es wird sich Zeit genommen, die Figuren ein bisschen näher zu betrachten und die "guten" drei Kämpfer bekommen ihren eigenen Flashback, worin man kurz und schmerzlos präsentiert bekommt, wieso die verschiedenen Charaktere überhaupt an dieses Turnier eingeladen wurden und wie gut ihre Chancen auf den Sieg stehen. Die restliche Geschichte vermag nicht so recht zu überzeugen, auch wenn die Szenen auf der Insel durchaus Spannung bieten. Aber man wartet halt einfach auf die Kämpfe des Meisters. Und die kommen auch. Wenn man einen solchen Film mit den heutigen "Ich-prügel-dich-windelweich-und-hab-Tonnen-von-Special-Effects-Movies wie The Matrix und Konsorten vergleicht, fällt einem natürlich auf, dass die älteren Sachen halt nicht so spektakulär in Szene gesetzt sind, wie die neuen Filme. Aber genau diese realistischen Szenen, die brutalen Kämpfe und vor allem die ungeheure Schnelligkeit des Bruce Lee, machen aus diesem Film und vor allem dessen Kampfszenen, einen wirklichen Genuss. Kaum zu glauben, wie verdammt schnell der Kerl war.... Fazit: Enter the Dragon ist Bruce Lees letzter Film und von denen, die ich gesehen habe, auch der Beste. Die Kämpfe sind kurz und knackig, die Gegner fliegen, die Schreie sind legendär und auch den einen oder anderen Nebendarsteller hat man irgendwo schon mal gesehen. Sei es der Typ, der dann in Bloodsport nochmals mitmischte oder einen ganz kurzen und schmerzvollen Auftritt von Chackie Chan oder Sammo Hung. Da muss man aber schon seeehr genau schauen oder sich im Internet schlau machen, wo denn diese Typen auftauchen. Ein starker Film ists allemal und jederzeit einen Blick wert. Die vorhandene Special-Edition-DVD bietet auf der Film-Disc einen sehr interessanten Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten von 1973. Freunde des verstorbenen Hauptdarstellers kommen zu Wort, kommentieren die Geschehnisse, die bildlich vor allem aus schwarz/weiss-Fotos und privaten Aufnahmen bestehen. In eigenen Worten spricht dann Bruce Lee über sich und sein Leben. Angereichert mit schönen, privaten Aufnahmen und untermalt mit schöner Musik wird hier 19 Minuten ein Mann zelebriert, der es absolut verdient hat, so behandelt zu werden. Die Witwe darf dann in einem ausführlichen Interview ihre Sicht der Dinge preisgeben in Themen wie Familie, Kampf und ihren verstorbenen Mann ganz im Allgemeinen. Um was es bei Enter the Dragon genau geht, wird in einem Special von anno dazumal genauestens berichtet. Also ein Bericht aus dem Entstehungsjahr des Filmes. Dementsprechend ist die Ton- und Bildqualität. Ein kurzes Workout mit dem Meister kriegt man auch noch zu sehen. Aufgenommen im Garten des Schauspielers. Auf der zweiten Disc gibt es eine hervorragende und spannende Dokumentation über Bruce Lee zu sehen, die versucht, einige Fragen und Hintergründe im Leben des Stars zu klären. Angefangen in seiner Jugend bis hin zum mysteriösen Tod von ihm und dann auch noch seines Sohnes Brandon Lee, der am Set von The Crow erschossen wurde, obwohl man eigentlich mit Platzpatronen arbeiten hätte sollen. Eine weitere Dokumentation, die mit einem sehr langen, 30-minütigen Ausschnitt aus dem Film The Game of Death angereichert ist, darf man ebenfalls noch anwählen und halt einfach interessiert begutachten. Den Abschluss machen TV- und Kinospots zum Film. Bild- und Tontechnisch sind natürlich die Jahre nicht spurlos an diesem Film vorbeigegangen. Trotzdem ist der Ton einigermassen klar und die Bilder ebenfalls. Dass man in der damaligen Zeit gerne mit psychodelischem Sound experimentierte, ist bekannt. Dass dieser Sound dann auch schön durch die Boxen dudelt, ist allerdings definitiv Geschmacksache.... |

