Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag La Fille sur le pont
La Fille sur le pont oder: Superbe! La fille sur le pont ist ungewöhnlich, aber keineswegs fremd. Ungesagtes, Unausgesprochenes wird gezeigt, ganz à la manière française, um dem Publikum Raum zum Nachdenken zu lassen. Im vorliegenden Fall funktioniert diese Strategie sehr gut. Dies nicht zuletzt dank des fabelhaften Schauspieler-Duos Vanessa Paradis und Daniel Auteuil, die sich auf der Leinwand wegen ihrer Gegensätze anziehen. Der schwarz/weisse Film vermittelt einem das Gefühl, es werde ein fantastisches Märchen erzählt. Obwohl es sich im Grunde nicht um ein solches handelt, sondern doch auch Realität sein könnte. Unterstrichen wird der spezielle Plot durch die Nebendarsteller, die zum Teil echt bunte Vögel sind. Sodann wird dem Auge trotz fehlender Farbe enorm viel geboten. Die Kostüme und Kulissen sind ausgeklügelt arrangiert, die Kamera fängt die imposanten Licht- und Schattenspiele kunstvoll ein und den Dialogen zwischen den Hauptdarstellern schwingt stets eben dieses kleine Geheime mit, das sowohl dem Plot eine weitere Dimension gibt als auch die Spannung mehr als aufrecht hält. Regisseur Patrice Leconte hat mit La fille sur le pont ein Kunstwerk geschaffen, das Seinesgleichen sucht. Dieser Film sollte in aller Munde sein; oder zumindest Teil einer jeder soliden DVD Collection. Die DVD bietet leider kein grosses Zusatzprogramm. Ausser dem Interview mit dem Regisseur, das gut gemacht und sehr wohl spannend ist (aber im Grunde eher einem Making Of entspricht). ist nur das übliche, uninteressante Geplänkel wie Trailers, statische Infos zu Cast und Crew und ein bisschen Marketing (Vorschau auf weitere DVDs) auf der Silberdisc zu finden. Weiter wird all den nicht französisch sprechenden Cinéasten die Übersetzung des Erzählten entweder anhand deutscher Synchronisation oder Untertitel (definitiv vorzuziehen, da der Film auch von der Sprache lebt) mitgeliefert. Fazit: Die DVD von und zu La fille sur le pont ist ein Must, obwohl Zusatzfeatures bis auf ein brauchbares, lebendiges so gut wie nicht (oder halt nur spärlich) vorhanden sind. Es ist der Film an sich, der das Label "Kunst" trägt und deshalb für sich alleine glänzt. |

