Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events
Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events oder: Welcom to the Jim Carrey Show! "Die Alternative zu Harry Potter". "Zu gruselig für kleine Kinder". "One man Show von Jim Carrey". So lauten einige Bezeichnungen für diesen Film. Und während man die ersten zwei Aussagen getrost als Mumpitz abtun kann, ist die Dritte absolut zutreffend. Doch wenn man schon einen genialen Hampelmann wie Jim Carrey im Cast hat, dann darf man hoffen, den auch viel zu Gesicht zu bekommen. Und genau das ist bei diesem nur bedingt gelungenen Film nicht unbedingt der Fall. Aber fangen wir doch dort an, wo es sich gehört. Am Beginn. Da wird sich der eine oder andere erst mal fragen, ob er denn im richtigen Film sitzt.... Elfen begrüssen uns, singen, tanzen und sind für einige Lacher gut. Nachdem uns ein Off-Erzähler namens Lemony Snicket (der sich als Jude Law entpuppt) hingewiesen hat, dass wir, wenn wir Elfen sehen wollen, doch bitte das Kino verlassen sollen, geht die Geschichte um Waisen, gierige Onkel, Familiengeheimnisse und schräge Figuren richtig los. Das Dumme an diesem Film ist halt einfach die Tatsache, dass von allem Notwendigen (Humor, Action, Grusel, Spannung) immer mindestens eine Schippe fehlt, um den Film auch wirklich gut zu machen. Zuwenig Witz (obwohl sich Jim Carrey alle Mühe gibt und zum Schreien lustige Szenen hat), kaum Spannung, nur vereinzelt Grusel und eine Handlung, die von Anfang an klar gestrickt ist und so auch kaum überraschen kann. Durch das Fehlen dieser Attribute versinkt die Geschichte im Mittelmass. Da können auch keine aberwitzigen Verkleidungen des Bösewichts helfen, der für mich das einzige wirklich Gute an diesem Film war. Auch die Auftritte einer Meryl Streep oder der Cameo von Dustin Hoffman sind zwar nett, bleiben aber kaum in der Erinnerung hängen. Fazit: Lemony Snicket ist (leider) ein Durchschnittsfilm geworden, mit dem man über 10-Jährige kaum mehr beeindrucken kann. Und wäre Jim Carrey nicht gewesen, hätte man von einem gelungenen Flop sprechen können. Dass die Geschichte dieser Waisen fortgesetzt wird, scheint durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen. Denn nicht umsonst deutet das Ende auf weitere Abenteuer hin und ein paar Bücher sind ja noch geschrieben worden, die nur auf eine Verfilmung warten. Mal schauen, obs dann besser wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt.. :) Die DVD ist natürlich ganz im Zeichen des wandelbaren Hauptdarstellers Jim Carrey, dessen Leistung man in den Features grossen Tribut zollt. In knapp 12 Minuten werden die Verwandlungen in die verschiedenen Figuren unter die Lupe genommen. Zwar wird auch noch speziell auf die kindlichen Darsteller eingegangen, doch das beschränkt sich auf drei Minuten, bevor man sich wieder um "Count Olaf" kümmert. Dieser kommt dann im Feature "Interactive Count Olaf" mehr als genug zum Zug. Dort werden vier seiner Figuren vorgestellt und er darf mal so richtig losblödeln. Dazu hat man die Möglichkeit ein paar Szenen anzuwählen, die es nicht in den finalen Film geschafft haben und natürlich dürfen Outtakes und der obligate Audiokommentar zum Film nicht fehlen. Leider sind diese Features weder richtig interessant noch lustig. Wie halt leider der ganze Film auch nicht.... |

