Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag The Aviator
The Aviator oder: Vom Filmen und vom Fliegen! Introvertiert, leidenschaftlich, paranoid, ein bisschen egozentrisch und vor allen Dingen genial. Das ist Howard Hughes und so zeigt ihn Martin Scorsese in seinem vielfach oscarnominierten, schlussendlich Million Dollar Baby unterlegenen The Aviator. Dargestellt wird der begeisterte Flieger von Leonardo DiCaprio, der seit dem künstlerischen Flop Gangs of New York zum "Lieblingsdarsteller" von Martin Scorsese emporstieg, umgeben von namhaften Akteuren wie Cate Blanchett (in einer wunderbaren Rolle als Katharine Hepburn), Ian Holm, Alec Baldwin und Aufsteigern wie Kate Beckinsale und dem omnipräsenten John C. Reilly. Fast nicht erkannt hätte ich Jude Law in einer kleinen Rolle als Errol Flynn und die Rolle von Brent Spiner ist mir völlig entfallen *dasalter*. Martin Scorsese, mit ihm verbindet man ausgefeilte Charakter-und Milieustudien à la Goodfellas, Casino oder Taxi Driver und wie bei Gangs of New York fehlt mir auch hier, bei The Aviator, eben dieses Ausgefeilte, die Tiefe. Optisch ist der Film wunderbar, gespickt mit typischen Scorsese-Momenten (die zerplatzenden Blitzlichtbirnen, Zeitlupenaufnahmen?). Doch Hughes' ereignisreiches Leben, auch wenn davon "nur" rund 20 Jahre, aber sicherlich die aufregendsten, abgedeckt werden, seine Marotten, seine Krankheit, seine Liebschaften und seine Leidenschaften in einen Film zu verpacken, ist eine schwierige Aufgabe. The Aviator ist denn auch vielmehr faszinierendes Abbild jener Zeit und Ära und eines Mannes, der sein Genie schlussendlich mit Wahnsinn, schlussendlich ausgelöst durch Medikamentenmissbrauch (ein Aspekt, der im Film viel zu kurz kommt) abzubezahlen hatte, aber keine Charakterstudie. Bleibt die Frage, ob es vielleicht am durchaus guten Hauptdarsteller liegt? Leonardo DiCaprio ist zugegebenermassen alles andere als einer meiner Favoriten und dass seine besten Leistungen aus der pre-Titanic-Phase stammen, ist meine überzeugte Meinung. Vielleicht aber liegt es auch am etwas zu lang gezogenen Endteil, der ein wenig vor sich hin plätschert oder der obsessiven Verbarrikadierung des Industriellen in seinem Privatkino, dass der Film nicht von A ? Z voll durchzuziehen vermag. Wie dem auch sei, ich mochte biografisch angelegte Filme schon immer, ob Patton oder Amadeus, The Aviator vermag sich zweifelsohne in diese Reihe einzuordnen. Und ein bisschen Licht hinter den Mann and his dreams zu bringen, ist doch eine feine Sache. Nicht mögen tue ich diese inzwischen allerorts verwendeten, immer gleichen CGI-Zoom-Effektaufnahmen durch Cockpitfenster und dergleichen. Extras: Ein absoluter Gewinn ist das 2-DVD-Set: Dem Film liegt ein Audiokommentar von Schnellsprecher Martin Scorsese bei, während Disc 2 vor allen Dingen mit den beiden Dokumentationen über Howard Hughes zu begeistern vermag. Während die längere Doku sich mit dem Werdegang und dem Schaffen von Hughes beschäftigt und viele historische Aufnahmen zeigt, konzentriert sich die zweite Doku auf seine bahnbrechende Rolle in der Geschichte der Flugzeug(und Rüstungs)industrie. Desweiteren beschäftigt sich ein 10minütiger Beitrag mit der Krankheit, die Hughes das Leben zur Hölle machte. Viele Making Of-Segmente, von Ausstattung, visuellen Effekten über Musik und Gesprächen runden die Extrasektion ab. Ausserdem sind eine nicht veröffentlichte Szene und weiteres Bonusmaterial enthalten. Viel um sich satt zu sehen. Das Bild der DVD ist bestechend und setzt die opulenten Aufnahmen wunderbar um. Auch beim Ton kann man nicht mäkeln, besonders die Flugaufnahmen verlangen vom Heim-Dolby-System einiges und können begeistern ("wow!" sag ich zum Bevery Hills Absturz!). Eine hervorragende DVD-Umsetzung in eigentlich allen Belangen. |
zu schönfärberisch und oberflächlich, das ding... wo bleiben die düsteren seiten dieses mannes? seine kaum verhohlenen rassistischen und antisemitischen einstellungen? seine kontakte zur mafia? die spenden an richard "i am not a crook" nixon? aber an heldenbildern zu kratzen ist im moment halt einfach nicht wirklich populär im amerika von imperator george II... |
Klassefilm und sehr interessant. vor allem für solche wie mich, die den Howard Hughes nicht wirklich kannten und sich nun ein Basisbild der Figur machen können. |
weiss jemand obs die steelcase-edition auch noch irgendwo anders als bei amazon gibt? |
welchen teil des wortes "exklusiv" verstehst du nicht..? |
hab halt wieder mol nur das "bildli" angesehen. aber danke für die überaus nette hilfe, darfst mir dann auch über die strasse helfen falls wir uns mal begegnen sollten. |
The Aviator - oder selten war fliegen so langsam... Er erhielt die Oskars für * Best Performance by an Actress in a Supporting Role (Darstellerin in Nebenrolle = Cate Blanchett) Naja bis auf die Nebendarstellerin kann ich es nachvollziehen, hab mich göttlich genervt an dieser Leistung. Aufgesetzter Dialekt und schlichtweg überspielt. Ja klar, das ist wohl auch die Kunst, aber was nützts wenn es stört... Ob die Biographie jetzt beschönigend ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, nur was ich gesehen haben. Das ist zwar visuell sehr stark umgesetzt, jede Einstellung stimmt und die Sets sind sehr passend eingerichtet. Dazu kommt noch die einrdückliche Pervormance von Leonardo DiCaprio, der den Zerfall von Mister Howard Hughes recht gut darstellt. Zusätzlich ist der Film wie schon bei Gangs of New York durchgehend gut Gecastet und spielen ihre Rollen durchaus glaubhaft. Was dem Film aber viel Simphatiepunkte abzog war der enorm träge Aufbau und das nur mässig packende Szenario. Da half auch die ansonsten recht schön komponierte aber eben nicht gerade dramatische Musik nicht mehr viel, mir wurde jedenfalls langweilig. Die scharfe Konkurenz von Pan-Am kommt irgendwie nicht genügend zur Geltung und es gab mir einfach zu viele Nolimits. Wie soll es packen wenn alles möglich ist, und jeder Rückschlag bei den Flugzeugen, nicht wirklich ins Gewicht fällt und einfach wieder etwas neues gekauft wird. Erst als die Ermittlungen gegen Howard Hughes augenommen werden und es zu den Anhörungen kommt, wird der Film packend, da nicht mehr alles mit Geld zu kaufen ist und Howard Hughes durchaus in die Enge getrieben wird. Jetzt kann er auch sien ganzes Charisma zeigen und wie sehr er sein Herz und Seele dem Ziel verschrieben hat. Denn bis zu diesem Zeitpunkt kam es mir eher vor, es sei ein Spiel für ihn. Fazit: Ein Visueller Leckerbissen ohne Frage, der aber erst spät seine wirklichen Stärken zeigt, die dann die dann auch teilweise den schwachen ersten Teil überspielen können. Hinterliess bei mir jedenfalls keinen Euphorischen Eindruck, aber durchaus solides Werk. [Editiert von Skynet am 2006-01-06 12:32:02] |
machwerk = schlechte arbeit Logik Die Logik beschäftigt sich mit den Normen des korrekten Schliessens. Sie untersucht, unter welchen Bedingungen das Folgern einer Aussage aus einer Menge anderer Aussagen korrekt ist und entwickelt hierzu formale Systeme zur exakten Beschreibung der untersuchten Schlussregeln. Sie ist ein Teilgebiet der Philosophie und Mathematik, hat Querbezüge zur Linguistik und ist Grundlage für die Informatik. Beispiele für Grundsätze der Logik: 1. Satz der Identität (Begriffe sollen die gleiche Bedeutung haben) |
Zitat papp (2006-01-06 12:22:36)
Papp ist wieder da. Sehr schön |

