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The Big Red One


Samuel Fullers The Big Red One wurde für diese DVD-Special Edition um satte 40 Minuten verlängert, eine Version, die der Vision des Regisseurs um einiges näher kommt als der verstümmelte, stark geschnittene Film, wie er damals ins Kino (und später auf Video etc.) kam und die Lorimar Studios in den Ruin riss. Das war Anreiz genug sich nach vielen Jahren diesen Kriegsfilm wieder anzusehen. Der Film schafft es aber auch in dieser Form nicht einige seiner Probleme und Fehler zu überdecken. Fuller, selber einst Mitglied der "Grossen roten Eins" und mit vielen Erlebnissen aus dem 2. Weltrkrieg ausgestattet, zeichnet ein oft klischeehaftes Bild, das eigentlich nicht vermag, das Grauen des Krieges aus der Sicht einiger weniger Beteiligter rüberzubringen. In dieser Hinsicht kommt The Big Red One nicht an Werke wie Saving Private Ryan, The Thin Red Line oder die Miniseries Band of Brothers heran. Immerhin kann die rekonstruierte Version, viele offengelassene, bruchstückhafte Episoden des damaligen Kinofilms zu Ende zu bringen und ergänzen.

Für mich liegt ein grosses Problem von The Big Red One an den wirklich nicht sonderlich starken, glaubwürdigen Leistungen der Mimen, die auf eine merkwürdige Art und Weise allzu glatt und unnahbar erscheinen. Da können weder ein Mark Hamill, frisch vom grandiosen Erfolg mit Star Wars: A New Hope in aller Munde, noch ein gestandener Schauspieler wie Lee Marvin etwas ändern - gerade sein Charakter bleibt merkwürdig offen. Übrigens ist Samuel Fuller im Film selbst als Kriegsberichterstatter zu sehen (der ältere Herr mit der kleinen Handkamera).

Der Film versucht einen merkwürdigen Spagat zwischen Anti-Kriegsfilm, Kriegsverarbeitung und Kriegsporträt und scheitert an der Episodenhaftigkeit, die keine Zeit lässt, sich wirklich mit einem der Protagonisten auseinanderzusetzen. Samuel Fuller bleibt an der Oberfläche haften, scheitert an einer teilweise naiven Filmsprache, setzt Deutsche Schauspieler (beispielsweise Siegfried Rauch) als ätzende Nazis ein, springt von einer Invasion zur nächsten und von Kampf zu Kampf. Die technisch-historischen Unzulänglichkeiten sind in so einigen Kriegsfilmen immer wieder zu beobachten, aber einen Sherman als Deutschen Tiger-Panzer zu verkaufen, ist schon ein bisschen unverfroren. Visuell hat der Film einige starke Momente, die für sich genommen wirklich einnehmen können, wenn auch an einigen ein verfehlter Weichzeichnerschleier hängt.

Wirklich spannend wird es auf Disc 2, wenn die Extras zum Zug kommen. In der neuen Doku zur Restaurierung des Filmes kommen Darsteller (darunter auch Mark Hamill) zu Wort und geben wunderbare Anekdoten zum besten. Alleine dieses Making-Of ist absolut empfehlenswert! Auch wird hier klar, was und wieviel an neuem Material tatsächlich hinzugefügt wurde und wie arg das Studio den Film seinerzeot verstümmeln liess. Ebenfalls zu erwähnen ist das einstündige Porträt über Samuel Fuller filmisches Leben mit eindrücklichen Aufnahmen eines Interviews mit dem Filmemacher. Die nicht verwendeten Szenen sind mit einem Kommentar unterlegt, der weitere Einblicke in Sachen Restaurierung gibt. Und wer noch ein bisschen Patriotismus braucht, kann sich eine schwarz-weiss-Dokumentation über "The Fighting First" angucken. Alles in allem eine tolle Sache zu einem mich nie sonderlich überzeugenden Film.

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pb's Wertung: 3 Sterne

fuller war der jüngste us-kriegsberichterstatter und filmer. da er bereits mit 17 in kampfhandlungen eingebunden war und nach eigenen aussagen( "I'm alive and he's dead." )jemanden getötet hatte neigte er zu einem gewissen zynismus der in seinem frühen"the steel helmet" klar zu erkennen ist.berichte ehemaliger weltkriegssoldaten die mehrere kampagnen mitgemacht haben klingen eigentlich alle so ähnlich.

papp's Wertung: 4.0 Sterne

das problem ist die trotzdem die umsetzung, die einfach in teilen sehr naiv, manchmal auch unausgefeilt erscheint, gewisse dialogstellen sind ungehobelt und manchmal unglaubwürdig.

pb's Wertung: 3.0 Sterne


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