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Creep oder: Lola rennt durch den Londoner Underground


In einem Land, wo Zuckerwatte und Popcorn zum täglichen Verzehr gehören, wo eine Maus ihr europäisches Hauptquartier aufgeschlagen hat und überall allgegenwärtig ist und wo der durchschnittliche Schweizer Besucher nach spätestens zwei Tagen eine Overdose Zucker und fröhliche Lieder bekommt, kämpft sich ein mutiger OutNow-Redaktor durch die Attraktionen. An den Essständen vorbei (okay, da hab ich Pause gemacht...), durch die Rucksackkontrollen durch und ab ins Kino. Einen Ausgleich suchen, zu Its a small world und Konsorten. Und was bietet sich da besser an, als ein Grusel-Thriller aus Good Ol' England. Eigentlich wollte ich ja einen Besuch im Maison de Cire wagen, doch den wollen sie erst dann zeigen, wenn ich wieder weg bin. *ätsch*

Anyway, Creep sollte es werden und f*cking Creepy wurde es dann auch. Denn wer schon mal in London war, der weiss, wie unheimlich diese Haltestationen der U-Bahn sein können. Vor allem nachts, wenn die skurrilen Gestalten so am Boden sitzen und nach Münz fragen. Oder die Ratten sich auch nicht mehr vom künstlichen Licht abhalten und fröhlich über die Steige huschen. *nice*... Und jetzt stellt euch mal vor, ihr könnt da nicht mehr raus. Die Tore vergittert, die Geleise führen ins Dunkle und ihr habt das Gefühl, ihr seid nicht allein.

Von dieser Ausgangssituation zerrt der Film und das macht er anfänglich wirklich gut. Man bekommt keine langen und breiten Einführungen in die Geschichte geliefert, sondern weiss praktisch von der ersten Minute an, dass da unten was Grausliges ist, dass man wohl oder übel noch näher kennenlernen wird. Was zu Beginn mit Geräuschen, Musik und spannenden Momenten sehr gut klappt, hätte ein wahrer Geheimtip werden können, hätte man nicht einen folgenschweren Fehler gemacht. Denn das Rätsel um das Viech da unten wird ziemlich früh gelöst, das "Ding" demaskiert und dem Film somit vieles an Spannung und Unerwartetem genommen. Ohne viel verraten zu wollen, geht es danach zu und her wie in einem Grusel-Thriller, den man auch schon gesehen hat. Die Frau entwickelt sich zur Kämpferin, die Begleiter werden allesamt gemeuchelt und das Böse wird auch nach diversen Attacken nicht sterben.

Ich mag Franka Potente als Schauspielerin nicht besonders. In The Bourne Identity ging sie mir deftig auf den Senkel und auch sonst verstehe ich den Rummel um ihre Person nicht wirklich. Sie spielt hier aber, das muss ich anerkennen, sehr solide und absolut in Ordnung. Allerdings wird sie eher physisch gefordert und das Schreien hat sie gut im Griff. Den Rest des Casts hat man mit diversen englischen Schauspieler (-innen) besetzt, die mir zu grossen Teilen kein Begriff sind. Und wenn sie dann noch bis zur Unkenntlichkeit geschminkt sind oder blutüberströmt irgendwo liegen, dann erkennt man eh nichts mehr.

Wo wir grad dabei sind... Blut. Gibt's viel in diesem Film. Man spart nicht an splatterigen Szenen, man kriegt Halsschlag-Ader-Aufschneiden in Grossformat zu sehen und auch die netten Metzelein, bis man die Leber (für die Ratten) hat, sind nichts fürs zarte Geschlecht.

Fazit: Man hätte sich eher darauf einigen sollen, die Figur des "Dings" länger geheim zu halten, denn sobald dessen Identität enthüllt ist wird aus Creep, dem guten und spannenden Thriller per sofort Creep, der nur noch mässig spannende und dafür umso blutreichere Metzlerfilm. Dennoch hat mir das ganze drum und dran gefallen und ich werde mich hüten, bei meinem nächsten London-Trip auch nur annähernd die letzte Tube ins Hotel zu nehmen. Da lauf ich dann doch lieber...

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muri's Wertung: 4 Sterne

Teaser

Trailer

fröhliches Gruseln.

db's Wertung: Noch nicht bewertet

"Unterhaltung ohne Tiefgang" trifft es wohl am besten...

Habe den nur auf DVD gesehen, und wie gesagt hat er mich gut unterhalten, nicht mehr, und nicht weniger.

Die Potente ist gar nicht mal so schlecht, die Story und die Ausgangslage (Treffen mit dem Clooney) schon, und leider gibt es auch eine Motive oder Erklärungen.

Der "Creep" erinnert mich an die Dinger in The Descent, nur sieht er nicht ganz so gut aus. Die sonstigen Effekte (für eine 16er Freigabe recht blutig), sind gut gemacht.

Horror für Zwischendurch.

Gruss 123456

123456's Wertung: 3.0 Sterne

Hab den gestern ungeschnitten auf Pro Sieben um 2 Uhr morgens geguckt. Habe auf den Film gezappt und wurde irgendwie ab der U-Bahn Station "gepackt" zum weiterschauen.

Der Anfang des Films ist einfach nur schlecht.
Dann fängt die Spannung an, die teils sehr gut ist. Ausser das z.B. der Wachmann wie der dümmste Idiot reagiert. Und die anderen zwei Junkies auch. Nervig!

Was absolut total unübersichtlich und nicht nachvollziehbar ist, ist die Story. Wer war der Typ? wieso sieht er so aus? hat man an ihn "geforscht"? wer hat ihn so zugerichtet? und was ist das für ein komischen Keller am Ende des Filmes mit diesem Schwarzen Mann eingesperrt? Solche Sachen hätten mich viel mehr interessiert. Mal abgesehen von den Ratten die immer mit ihm rumlaufen...unlogisch. Wobei, Logik sucht man ja vergeblich hier in einem solchen Film.

Aber fast wie in jedem schrottigen Horrorfilm bekommt man nie eine Antwort auf offene Fragen. Schade...

auf DVD kaufen: nein
im Kino sehen: nein

auf TV sehen: jo, wobei man nichts verpasst. Hat kurzzeitig gefesselt bis auf ein paar Kritikpunkte wie oben beschrieben.

PS
Franka Potente sieht blond einfach nur doof aus.8d

[Editiert von Fabi7 am 2008-04-14 23:28:16]

[Editiert von Fabi7 am 2008-04-14 23:29:38]

Fabi7's Wertung: 2.0 Sterne


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