Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag A Dirty Shame
A Dirty Shame oder: Let's go sexin'! In Pecker hat uns John Waters mit dem "Teebeuteln" bekannt gemacht: Der sexuelle Akt, bei dem das Gesicht der Partnerin oder des Partners mit dem Hodensack gestreichelt wird. In A Dirty Shame werden viele weitere - noch seltsamere - Praktiken geschildert und teilweise ausgeführt: Von der autoerotischen Strangulation bis zum homosexuellen Bärenfetish. Man merkt schnell, auch der ehrenvoll "Papst des Trash" genannte Waters hat es zunehmend schwer, noch als geschmacklos wahrgenommen zu werden. Sein Kampf der Prüden gegen die Sexmaniacs wirkt verkrampft provokativ und ist je länger der Film dauert ziemlich ermüdend. Das liegt auch an den wie immer bei Waters sehr schrill und überdreht agierenden Schauspielern. In Cry-Baby hat der Regisseur aus Baltimore Johnny Depp noch von seinem Dasein als Teenie-Ikone aus der 21 Jump Street befreit. Für Jimmy Knoxville, für den man ähnliches erhoffen könnte, ist A Dirty Shame ein Rückschritt in Richtung debiler Stumpsinn seiner Jackass-Tage. Das einzig wirklich faszinierende an diesem Film sind die riesigen Brustprothesen von Selma Blair. Die sehen trotz der Absurdität einer Körbchengrösse G echter aus als die CGI-Eichhörnchen, für die Waters erstmal auch auf Computeranimation setzt. Ansonsten ist A Dirty Shame wohl der schlechteste Film seit langem. John Waters wäre aber der letzte, der sich deswegen schämen würde. |
schade, der trailer sah damals vielversprechend aus |
Der "Jimmy Knoxville" heisst dann übrigens eigentlich "Johnny Knoxville" |
Ich kann mich erinnern dass der Film recht trashig war. Das upgefuckte typisch John Waterische gefiel mir gut. |

