Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays
Beitrag Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid
Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid oder: gefressen werden oder ... gefressen werden Könnt ihr euch noch an 1997 erinnern? Damals machten sich Jennifer Lopez, Ice Cube und Owen Wilson auf, um im Dschungel auf eine riesige Anaconda zu treffen, die dann auf mehr oder weniger spektakuläre Weise die Crew dezimierte. Manche würden zwar das "spektakulär" durch "blödsinnig" oder "lächerlich" ersetzen, aber wenns um riesige Viecher geht, dann bin ich vielleicht etwas voreingenommen. So habe ich mich auch auf Anacondas gefreut, der nie bei uns Kino lief und jetzt versucht, die DVD-Charts von hinten aufzurollen. Was muss das arme, aber unerschrockene Team dieses Mal finden? Richtig, eine Blume. Und wo wächst die? Richtig, im Amazonas. Und was hats natürlich dort? Richtig, grosse, menschenfressende Schlangen. Und wer hat grad Paarungssaison und ist deshalb besonders giggerig auf Beute? Richtig, die übergrossen und menschenverschlingenden Anacondas. Das ist alles, was man zu diesem Film wissen muss. Wenn man sich auf dieses "Niveau" runterlässt, dann kriegt man es mit einem schön trashigen, mittelmässig spannenden, aber dennoch recht interessanten Filmchen zu tun, bei dem man das Hirn locker irgendwo beiseite legen kann. Die Schauspieler kommen gesichtslos daher und bleiben es durch den ganzen Film durch auch. Man würfelt ein paar junge, unverbrauchte Gesichter zusammen, die zwar Forschungs- und Bürojobs haben, aber allesamt im Unterhemd muskulös daherkommen und lässt sie natürlich auf einen extrem coolen und seine eigene Vergangenheit vergessen wollenden Schiffskapitän. Wer schlussendlich überlebt und obs überhaupt einer schafft, wird eigentlich recht schnell klar. Allerdings wartet man immer gespannt auf die Schlangen-Action, die auch gut daherkommt. Fazit: Nein, Anacondas wird den meisten Leuten nicht gefallen. Blöde Story, ecklige Schlangen, hölzerne Schauspieler oder die Tatsache, dass ein grosser Teil im dunklen Dschungel spielt, wos natürlich gerade regnet, damit man auch fast gar nichts sieht. Wer aber auf diese spezielle Art von Tierfilmen steht, der wie ich auch Eight legged Freaks sehr unterhaltend fand, der darf sich hier definitiv ruhig mal hinsetzen und sich für 90 Minuten in den Dschungel entführen lassen. Denn schöne Bilder liefert der Film zu Genüge. Und wenn der Film schon blöd ist, dann kann man sich wenigstens an denen erfreuen. Oder? Die DVD bietet nichts spezielles. Informationen über Schlangen oder die Gegend, wo der Film spielt, sucht man vergebens. Dafür gibts ein Making-of, das nicht viel neues verrät, ein paar entfallene und überflüssige Szenen, den obligaten Trailer und die Trailershow vom Filmverleih |

