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Beitrag Collateral

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Collateral oder: Taxifahren mit Stammgast


Schon in Heat hat Michael Mann einen besonderen Weg gefunden, nebst einer vertieften und äusserst gelungenen Charakterdarstellung, Los Angeles auf besondere Art und Weise in Szene zu setzen. Das gelingt ihm auch in Collateral vorzüglich, in dem er den nächtlich erleuchteten Dschungel der kalifornischen Metropole eindringlich und geschmackvoll rüberzubringen vermag. Der Film ist eine Augenweide, ein visuelles Fest weitab der geschleckten Farbbombe eines Jerry Bruckheimer-Spektakels. Sehr solides, inspiriertes Handwerk.

Tom Cruise, endlich mal als Fiesling auf die Leinwand gebannt, gibt eine seiner besten Mimentätigkeiten überhaupt. Wahrlich erscheint er in dieser Rollenfunktion mit enormer Präsenz und glaubhafter Coolness eines Typs, der schlicht und einfach seinen Job macht - wenn auch einen etwas gar speziellen. Auf der anderen Seite steht der ihm in nichts nachstehende Jamie Foxx, der mit Ray wohl die Rolle seines Lebens und den Oscar dafür bekam, mir in Collateral als tagtäglicher Geldbeschaffer und einem Traum, dem er seit zwölf Jahren hinter her rennt, aber noch ein Stück besser gefällt.

Nach Heat, The Insider und Ali beweist Michael Mann wiederum ein hervorragendes Händchen in der Schauspielerführung und in der Auswahl einer tollen, prickelnden Story. Für mich hat der einstige Miami Vice-Macher (das Kinoremake ist in der Tat unter seinen Fittichen zurzeit in Vorbereitung) mit dieser Quadrologie endgültig den Sprung unter die ganz grosse Regiegilde geschafft, auch wenn die Frage noch offen bleibt, ob Collateral dieselbe bleibende Anziehungskraft wie Heat in den letzten zehn Jahren auf mich auswirken wird. So oder so, dieser Film ist in der Tat begeisternd und einer der stimmungsvollsten, optisch geschmackvollsten und kompaktesten des vergangenen Jahres.

Es ist bedauerlich, dass man für einen visuell starken Film wie Collateral keinen besseren Bildtransfer auf die DVD bringen konnte. Es fehlt an der nötigen Schärfe und dem Detailreichtum, der Vorlage nicht gerecht werdend. Besser ist das Klangbild gelungen, das die Stimmung über alle Boxen gut verteilt. Die 2-DVD-Special Edition bietet auf DVD 2 einige Extras, wobei die meisten mit einer Länge von um die 3 Minuten etwas gar kümmerlich erscheinen. Das Making Of bildet mit 40 Minuten den grössten Anteil und ist relativ informativ gestaltet, die geschnittene Szene ist (wie der Film auch) mit einem Audiokommentar versehen. Dem tollen Film wird diese Edition leider nicht gerecht.

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pb's Wertung: 6 Sterne

geniale charackterstudie zweier menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten. die gespräche im taxi sind genial und regen zum nachdenken an. der film ist, und das kann man wircklich sagen, von anfang bis schluss perfekt. für mich persönlich sogar noch besser als heat.

dreammaster's Wertung: 6.0 Sterne

Zitat dreammaster (2007-06-10 16:03:13)

für mich persönlich sogar noch besser als heat.

genau das habe ich am schluss auch gedacht! klasse atmosphäre, von anfang an spannend bis gegen schluss gar nervenaufreibend und schauspielerisch schnörkellos. cruise - und ich mag ihn eigentlich nicht besonders - hat mich wirklich verblüfft.
um den slogan auf der dvd-rückseite zu zitieren: FASZINIEREND!

farossi's Wertung: 6.0 Sterne


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