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Beitrag The Merchant of Venice

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The Merchant of Venice oder: Die Vorgänger der UBS


Ich muss zu meiner Verteidigung zugeben, dass ich zwar Filme wie Shakespeare in Love oder O, die sich beide mit William Shakespeare beschäftigen, gesehen habe und auch mal den Hamlet mit Mel Gibson im Englischunterricht ein Thema war, aber so richtig als Spezialist oder gar Kenner der Werke des wohl grössten Geschichtenerzählers der Welt sicherlich unqualifiziert bin. Trotzdem hat die Geschichte des Merchant of Venice mein Interesse geweckt und wer sich auf knapp 2,5 Stunden grandiose Schauspieler, Dialoge in altertümlichen Variationen und eine wirklich interessante Story einlassen will, der hat mit diesem Film das grosse Los gezogen.

Obwohl der Film in Amerika gefloppt ist (*Banausen*..), war das Zürcher Kino beim Filmbesuch schön gefüllt. Und auch wenn der Altersdurchschnitt etwas in den höheren Regionen angesiedelt war, so konnte man doch ab und zu auch mal ein jüngeres Gesicht entdecken.

Was ist denn so toll an den Geschichten des 1616 verstorbenen William Shakespeare? Um diese Frage zu beantworten, müsste man wohl zu weit ausholen und zu sehr ins Detail gehen. Was allerdings allen ersichtlich ist, sind die verzwickten Geschichten, die den Zuschauer erst in eine vorgegebene Richtung drängen, nur um sie dann beim grossen Finale vollkommen zu verwirren und wenn möglich die schlussendliche Lösung in der entgegengesetzten Richtung anzusetzen. Das passiert auch bei The Merchant of Venice. Ohne zuviel zu verraten, sei gesagt, dass man keinesfalls nach der Hälfte oder so den Schluss bereits ahnen kann und somit bei dessen Eintreffen dementsprechend überrascht und unterhalten ist.

Wenn man von alten Theaterstücken spricht, die im Kino neu aufgelegt werden, dann nützen das die jeweiligen Schauspieler immer wieder aus, um Höchstleistungen zu zeigen. Auch hier ist das nicht anders. Während ein Joseph Fiennes schon einige Erfahrungen mit Filmen dieser Zeitepoche hat und dementsprechend souverän agiert, wird er von den anderen drei Hauptcharakteren doch recht an die Wand gespielt. Lynn Collins macht eine sehr gute Figur als hübsches Fräulein, dass nicht nur sehr lecker aussieht, sondern auch im Kopf einiges zu bieten hat und für manche Überraschung sorgt.

Natürlich ist das Auge des Betrachters aber hauptsächlich auf die beiden Altstars gerichtet. Jeremy Irons hat zwar die Rolle gezogen, die ihn nicht wirklich fordert und in der er nur gegen Ende so richtig zeigen kann, warum er zu den Top-Schauspielern der Welt gehört. Sein gequälter Charakter kommt ein bisschen steif und eindimensional daher. Aber die angesprochene Schlussszene vermag das wieder gutzumachen. Al Pacino hingegen überragt allesamt. Seine Darstellung des jüdischen Mannes Shylock grenzt an Perfektion. Das fängt beim Akzent an, geht über die herrlichen Monologe bis zum schlussendlichen grossen Finale, wo auch er überragend demonstriert, wie man heutzutage Rollen interpretieren kann. Der Mann ist in diesem Film kaum zu überbieten und zeigt wahrscheinlich eine seiner besten Performances ever.

Fazit: Wer sich von der Dauer des Filmes nicht abschrecken lässt, mit altehrwürdigen und dementsprechend geschwollenen Dialogen klarkommt und sich geniales Schauspiel anschauen will, der kommt um The Merchant of Venice nicht herum. Die Geschichte ist packend, hat aber auch zwischendurch Längen und Szenen, die halt wahrscheinlich typisch Shakespeare sind und dementsprechend nicht so richtig in die Gänge kommen. Doch wenn man am Ende den Kinosaal verlässt, hat man eine überzeugende Geschichte gesehen, die von genialen Schauspielern vorgetragen wurde und einem anregen kann, doch mal wieder ein Buch des Engländers hervorzukramen und sich bei Regenwetter in eine Ecke zu verziehen.

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muri's Wertung: 5 Sterne

bis jetzt der 6 te film nach nha fala, une part du ciel,the tulse luper suitcase,girl with the pearl earring und twin sisters in den gleichen aufbauten gedreht wurde.
http://www.eu2005.lu/pictures/savoir_lux/culture_medias/venise_belval_460_180_thumb.jpg

papp's Wertung: Noch nicht bewertet

Obwohl der Film in Amerika gefloppt ist (*Banausen*..),

völlig ungewohnt für mich, muss noch ich noch erklären, warum die USA'ler den Film nicht mochten.

Das Teil hat einen recht heftigen Anti-semitischen Touch.

Aber die Story ist typisch Shakespeare und deshalb einfach genial.

Markus' Wertung: Noch nicht bewertet

der film is antisemitisch, weil diese zeit antisemitisch war. shakespeare war kein heiliger, auch er konnte sich wohl nicht allen gesellschaftlichen einflüssen erwehren...

der film ist wirklich sehr gelungen, aber eines hat mich gestört: der olle irons spielt so scheisse. das hat mich aufgeregt! blutleer!

zudem kann ich mich immernoch nicht mit shakespeare's schluss anfreunden... aber eben, es is halt ne typische komödie...

Ghost_Dog's Wertung: 5.0 Sterne

Bin sonst ein riesiger Shakespeare-Fan. Der Film ist gut gemacht und gespielt. Aaaaber die Story: Sicherlich eine der unfairsten Geschichten, die ich kenne - Shylock am Schluss gebrochen, Tochter weg, ruiniert und halt immer noch verhasster Jude. Auch wenn diese Zeit antisemitisch war - hätte dem William bisschen mehr Talent im Beschönigen von traurigen Kapiteln der Menschheit zugetraut. So hinterlasst diese Geschichte ein Gefühl des Unbehagens und Traurigkeit am Schluss.

Werde den Film Second-Hand verscherbeln, solange er noch bitzeli Geld bringt... Bewerten tue ich sowas nicht...

poschtiwaegeli's Wertung: Noch nicht bewertet


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