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Beitrag Stargate: Atlantis
Stargate: Atlantis oder: Auf der Jagd nach Marilyn Manson Nachdem ich vor Jahren den Kinofilm Stargate als gelungen empfand, machte mir die Nachricht, dass da jetzt eine Serie folgen würde, schon ein bisschen Angst. Und die Tatsache dass ein Mc Gyver Richard Dean Anderson die Hauptrolle spielte, liess mich schaudern. Nun, viele Jahre später, hat sich diese Serie, Stargate SG1, zu einem meiner TV-Favoriten entwickelt. Dass es jetzt von dieser Ablegeserie noch einen Spin-off gibt, vermag zwar wiederum einigen Leute ein Nasenrümpfen kosten, mich hats gefreut und mit Spannung guck ich auch die neuen Abenteuer des Teams aus Atlantis. Natürlich braucht es eine gewissen Zeit, um die neuen Charaktere zu kennen und zu mögen. Für das hat man sich auch Unterstützung aus der vorgängigen Serie geholt. Zwei der dortigen Hauptcharaktere geben dieser Serie ein wenig Starthilfe und machen das recht sympathisch. Die "neuen" Charaktere sind natürlich schnell auseinander zu halten. Der kämpferische Major, der handfest und bodenständig daherkommt. Der junge Soldat, der alles ausprobieren will und bei der Namenverteilung der Maschinen kein glückliches Händchen hat. Der egozentrische, arrogante, aber unglaublich lustige, kanadische Wissenschaftler und die schöne Ausserirdische. Nichts wirklich spezielles, aber alles so dargestellt, dass es sehr sympathisch und interessant rüber kommt. Die Effekte sind natürlich ein weiterer Punkt, der bei solchen Sci-Fi-Serien überzeugen muss. Da ist man aus der Vorgängerserie eigentlich schon recht verwöhnt. Die Raumschiffe fliegen ruckelfrei, das Sternentor wurde digitalisiert und modernisiert (geht schneller beim anwählen und sieht halt cooler aus) und die Gegner sind nicht mehr einfach "normale" Schauspieler, denen man eine alt-ägyptische Rüstung angelegt hat. Sondern die "Wraith" haben schön gfürchige Totenkopfsachen an und machen einen richtig bedrohlichen Eindruck. Dazu der zeitweise rech ironische Humor der Serie und man hat eine TV-Event, der sich zu gucken lohnt. Fazit: Stargate Atlantis macht nach den ersten Episoden eine recht gute Falle. Dass man Geschichten, bei denen die Leben der Hauptcharaktere am seidenen Faden hängt, bereits am Anfang ausstrahlt, mag etwas unverständlich sein. Denn es wird wohl kaum einer der Hauptfiguren bereits am Anfang das Zeitliche segnen, oder? Die Personen sind interessant und haben Potenzial. Der Humor ist vorhanden, wobei vor allem der kanadische Wissenschaftler eine richtige Witzkugel ist. Ich bin gespannt, wies mit der Serie weitergeht. Was kommt noch auf die Crew zu? Wie werden sich die Figuren entwickeln? Was hat Atlantis noch zu bieten? Es gibt praktisch keine Grenzen, was die Geschichten angehen. Und wenn die sich auf dem gleichen Niveau bewegen wie beim Vorgänger, dann ist diese Serie auch für jeden Nicht-Sci-Fi-Serien-Fan einen Blick wert. RTL2 zeigt die Folgen jeweils am Mittwoch Abend. Die DVD beinhaltet, wie oben bereits ersichtlich, den Pilotfilm und zwei weitere Episoden. Neben einer ansprechenden Bildergalerie, dem obligaten Audiokommentar und einem Werbespot für den Fanclub der Serie, kann man vor allem zwei Features als gelungen betrachten. Einmal wäre da ein ca. 25 minütiger Bericht über die Serie an sich. Warum hat mans gemacht? Wie macht mans? Wer steckt dahinter? Ebenso kommen da Regisseure, Produzenten und Schauspieler zu Wort. Ist interessant, wenn man sich für die Serie zu interessieren versucht. Das absolute Highlight ist aber der Blick hinter die Kulissen, in dem uns 2 der Regisseure durch die Kulissen führen und uns so ziemlich zu jedem dort liegenden oder stehenden Teil einen Bären aufbinden. So wird uns beispielsweise weisgemacht, dass man mit der Wählscheibe des Stargates auch mal eine Erwachsenen-nummer anwählen kann oder der Hasch auf Atlantis so ziemlich groovy ist. Der andere packt sich ein Gerät, sagt es sein eine Preismaschine, und sagt uns den Preis (meist 85'000 Dollar) für so manchen Kulissenteil. Wirklich extrem witzig, die beiden. |
Stargate: Atlantis - kleines Bruder mit Problemen Nach 9 Staffeln Stargate SG1 kam der grosse Wechsel zum Spin-Off Stargate Atlantis, einer Serie, welche das muntere Ringspringen in eine neue Galaxie verschob. Dies hatte Vor- und Nachteile, aber primär sorgte es dafür, dass sie zum einen, einen völlig neuen Look, sowie auch völlig neue Gegner und Probleme etablieren konnten. Dennoch irgendwie fehlt Atlantis einiges, was den Einstieg erleichtern könnte. So kann man zu Beginn den Vergleich mit Babylon 5 nicht übersehen, und auch sonst ist die Stadt, welche klar zu gross ist um überhaupt darstellen zu können, kaum identifizieren. Da gefiel der SG1-Bunker um einiges besser. Zum einen war er wirklich persönlich für die einzelnen Charaktere eingerichtet und hatte auch eine Architektur dahinter. Klar gibt Atlantis optisch viel her, aber für die Grösse hat man viel zuwenig Aufnahmen, die auch die Grösse zeigen, was Babylon wiederum um einiges besser gelöst hat. Ausserdem kommen Treffpunkte wie die Kantine erst viel später hinzu, was nur mit Mühe ein Stadtleben erkennen lässt. Klar ist der Einstieg in eine neue Serie immer schwer und auch SG1 hatte in der ersten Season keine Ahnung was sie mit sich anfangen konnten, und dümpelten bis ende Season recht unkoordiniert in der Galaxie herum, doch wenigstens konnten sie spätestens Ende der ersten Staffel die Goa'uld als Gegner etablieren und auch einige grosse Handlungsbögen anreissen. Obwohl Jack O'Neill und auch Daniel Jackson am Anfang kurz vorkommen konnte ich mich kaum mit den neuen Figuren anfreunden. Während SG1 noch durch Humor geprägt war und auch unter dem Team eine grossartige Chemie aufzeigte, ist dies hier schlichtweg nicht vorhanden. Sheppard ist O'Neill Möchtegern. McKay ist ein unsympathischer Kotzbrocken, Teyla Emmagan ist langweilig, Weir erinnert an Janeway und Ronan Dax ist etwa der einzige, der etwas Profil hat. Diese eher unsympathischen Figuren mit dem schlichtweg fehlenden Humor und vielen äusserst durchschnittlichen Episoden, hinterlassen einen eher durchzogenen Eindruck. Die Gegner fallen mit den Wraith zwar kreativ aus, wirken jedoch mehr wie eine Abwandlung der Borg als etwas anderes und wirken zwar cool aber wie auch der ganze Rest Meilenweit von eigentlichen Stargate-Universum entfernt. Na wenigstens haben sie mit den Genii noch einen zweiten Gegner generiert, der dazwischen etwas für Action sorgen kann, doch da müssen sie sich noch ins Zeug legen, wenn sie diese Serie noch viel weiter als 4 Staffeln laufen lassen wollen. Fazit: Stargate Atlantis hat noch viele Kinderkrankheiten. Zum einen die sterile Atlantishombasis, zu viele Figuren, welche alle so überzeichnet sind, dass man sich nur schwer mit jemanden anfreunden kann und einfach das fehlt, was SG1 ausgezeichnet hat. Zudem drehen sich die Episoden im Kreis und trotz viel wissenschaftlichem Gebrabel wirkt vieles an den Haaren herbeigezogen. Ich werde die Serie sicher verfolgen, denn Potential ist vorhanden, doch sie müssen sich noch brutal ins Zeug legen, was Storyvielfalt, grosse Handlungsbögen und der Humor betrifft. 3.5 |
Die dritte Staffel hat ja jetzt im TV begonnen und ächzt sich ein bisschen durch die Geschichten. Staffel 2 war noch cool, aber jetzt haben sie Mühe, den Tritt wieder zu finden. McKay ein unsympathischer Kotzbrocken? Hallo? Der Kerl ist fast der einzige Grund, warum diese Serie sehenswert ist! |
Zitat muri (2007-10-30 13:31:20)
Na wenigstens kommt Carter in Staffel 4 fest dazu. DAS ist der Hauptgrund, weshalb ich die Serie weiterverfolge Nein mit McKay kann ich nichts anfangen. Erst völlig dramatisch herumstöhnen, dann doch irgend etwas zusammenfummeln das funktioniert und dann noch gross herumtröten. "Seit 45 Stunden nicht mehr geschlafen" Bla bla... Naja, weis ja nicht. Dann lieber die unfähigen aber dennoch sympathischen Wissenschaftler von SG1 Einzig seine geistigen Duelle mit dem Tschechischen Wissenschaftler sind noch amüsant oder natürlich McKays Königsepisode, wo er die andere Soldatin im Kopf hat. Das war göttlich, aber sonst... Klingt schlecht für die dritte Staffel und es wird ja auch noch diskutiert, ob es überhaupt eine fünfste Staffel geben sollte, aber da hab' ich auch nichts konkreteres gehört. |
der link "die komplette dvd-kritik lesen" führt ins elektronische nirwana... naja, nicht wirklich, aber auf jeden fall nicht dorthin, wo er sollte... |
Naja 5. Staffel auch geschaut und muss sagen, selbst wenn sie den Humor wieder gefunden haben, dieses Ende der Serie war mehr als überfällg. Endlich hat dieses planlose herumgedümpel in der Pegasus-Galaxie ein Ende, das kaum einen grossen Handlungsbogen aufbauen konnte und neben viel Füll-Episoden und den immer gleichen Gegner kaum etwas auf die Reihe brachte. Naja SG1 bleibt das Mass der Dinge und wie sich Stargate Universe zurzeit entwickelt, wird auch das nicht wirklich viel daran ändern können. Schade. |

