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Beitrag Cabin Fever

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Cabin Fever oder: Mal wieder in der Waldhütte....


"Muahaha", da hat aber einer die Gebrauchsanleitung für einen Horrorfilm ganz gut gelesen. Denn wie sonst erklärt man sich die Abgeschiedenheit der Hütte, die Zusammensetzung der Charaktere und die haarsträubenden Zufälle, die in diesem Film zum tragen kommen? Regisseur Eli Roth wollte schon lange mal so einen richtig blutigen Film machen und drum kommen wir jetzt in den "Genuss" von Cabin Fever.

Die Schauspieler holte man aus den Tiefen der TV-Unterhaltung, wo jene sich mit den Power Rangers oder mit stimmlicher Unterstützung für Kim Possible rumschlagen mussten. Nun sind sie bekannt(er), haben in einem Horrorfilm mitgewirkt, der für diverse Genre-Preise nominiert worden ist und der mit einem Budget von 1,5 Millionen Dollar ein Einspiel von knapp 22 Millionen Dollar vorzuweisen hat. Well done!

Die Geschichte an sich ist natürlich vorhersehbar. Ebenso natürlich gibt's ein paar schöne Blutszenen, verschandelte Körper, einen gefrässigen Hund und Konflikte in der Gruppe. Also, wer sich von diesem Film mehr als das erwartet, ist selber schuld. Denn es gibt etwas, was der Zuschauer hier nicht erwarten darf: Ernsthaftigkeit. Der Film will splattern, unterhalten und ein bisschen *wääääh*-Stimmung verbreiten. Mehr nicht. Keine nennenswerten Dialoge, keine genialen Schauspieler oder irgendwie Szenen, die man der Menschheit nicht vorenthalten darf. Cabin Fever ist ein simpler Horrorfilm, der durch eine schöne Menge von Blut dem einen oder anderen Fan zu gefallen weiss. Mehr kann er nicht und ich vermute, mehr will er auch nicht.

Fazit: Cabin Fever sieht man sich am besten mit einem Bier in der Hand und einer grossen Tüte Popcorn an. Die Grusler sind nicht so schlimm, dass man das Bier verschütten könnte und bis man die vom Virus gezeichneten Personen sieht, sollte die Popcorntüte leer sein. Auch wenn er natürlich gehypt wird, ist der Film eher was für die Lachmuskeln, denn fürs Nervenkostüm. Und wenn man sich dem bewusst ist, dann kann man diesen Film auch ohne grosse Probleme anschauen. Und wenn mans nicht tut, verpasst man auch nicht viel....

Auf der Disc 1 findet man 5 (!) Audiokommentare. Der Regisseur ist immer dabei. Die Partner wechseln. Wohl dem, der Zeit hat, sich diese alle anzuhören. Zusätzlich kann man sich noch ein paar gruslige Trailer anschauen. Aber "the real Fun" fängt erst auf Disc 2 an... Denn diese bietet viele Extras, die zum Teil recht witzig sind. Zum Beispiel die familienfreundliche Version des Filmes. Geht knapp über 1 Minute.... Im Film macht man Bekanntschaft mit einem beissenden, blonden Jungen. Er darf auch noch zwei Features zum Besten geben, in denen er zeigt, dass er inzwischen gelernt hat, mit dem Küchenmesser (oder wies richtig heisst "Samuraischwert") umzugehen. The Rotten Fruit ist eine abgefahrene Früchtemusikband, die per Knettechnik belebt wurde und hier in 3 Episoden wirklich lustige Geschichtchen zu bieten hat. Zwei Dokumentationen sind ebenfalls abrufbar. Die eine entpuppt sich als "Making-of" und das andere als lockeres Gespräch (oder "Chat") mit dem Regisseur. Eigentlich recht sympathisch der Junge. Nimmt das ganze recht easy...Die "naked News" sind was ganz Spezielles. Da wird ein kleiner Bericht über den Film gezeigt. Moderiert wird er einmal von einer nackten (jawohl, die hat nix an..) Frau und (für die Mädels) einem nackten (auch er hält Mikrophon unübersehbar in die Kamera) Mann. *hmmm*, ob man das bei den Schweizer Kinosendungen auch einführen sollte? *schauder*, wohl eher nicht... Eine Fotogalerie und die üblichen Trailer runden das Angebot ab. Eine richtige Spass-DVD. Es geht also auch so.

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muri's Wertung: 2.5 Sterne

Na ja, ein weitere Versuch, aus einer einsamen Waldhütte und etwas unbekanntem, aber tödlichen, einen Horrorfilm zu machen.

Plot wäre vielversprechend, wurde aber mit der ganzen Bande von untalentierten Teenies total vermiesst. Klar, der Virus sieht schon nett aus und auch der Splatteranteil an dem Film ist sicherlich höher als auch schon. Girls sind auch nett und....nein nix mehr nettes.

Einzig der "Nigger"-Joke am Schluss fand ich recht amüsant.

[Editiert von 'chemic' am 06 Apr 2005 11:36:39]

Chemic's Wertung: 3.0 Sterne

Das gruselige Intro mit diesem Fliegengesurr ist noch das beklemmendste. Der Rest ist einmal Popcorn und dann ab damit ins Archiv

Cavendish's Wertung: 2.0 Sterne

Obwohl genau mein Genre: dieser Film konnte mich auch nach mehrmaligen schauen nie richtig in seinen Bann ziehen.

- besser als Texax Chainsaw Massacre
- aber bei weitem nicht so gut wie Wrong Turn

happy watching

Undertaker's Wertung: 3.0 Sterne

Roth konnte keine Spannung erzeugen, ansonsten fand ich ihn nicht schlecht.

scarface's Wertung: 4.0 Sterne

Cabin Fever - Hust schon wieder erkältet

So Nachträgliche Geschichtslektion ist angesagt, nachdem Eli Roth mit Hostel einen Überraschungshit gelandet hat und in vielen Berichten auch Cabin Fever erwähnt wurde, war ich auch entsprechend gespannt auf den Streifen, und trotz einigen Hängern wurde ich nicht enttäuscht.

Wie oft in den neusten Horrorfilmen beginnen sie enorm klassisch. Semesterferien sind angesagt und eine Gruppe Jugendlicher mieten ein Häuschen auf dem Lande um zu feiern. Die Gruppe ist bunt Männlein Weiblein gemischt und die Luft ist nicht nur durch Lust sondern auch mit Alkohol und Gras getränkt. Doch wie es meistens so ist, wird die lustige Partie von einem Blutüberströmten Typen unterbrochen, der letztendlich nur mit Mühe zurückgeschlagen werden konnte. Doch ab da beginnt ein Alptraum, der nicht nur die Gruppe auseinander brechen wird, sondern auch ans Lebendige geht.

Der Handlungsverlauf wie auch das Setup überraschen wenig. In vertrauter Friday the 13th-Manier rennen die Teenies durch die Wälder, verbarrikadieren sich in verlotterten Hütten im Wald und der Killer wartet jeden Moment auf das nächste Opfer. Mir gefiel Cabin Fever jedenfalls, nachdem ich die ersten Abwehrreaktion gegenüber dem Handbuch-Setup überwunden hatte, gab ich ihm eine Chance mich zu überzeugen und da baute Cabin Fever vor allem dank des ungewöhnlichen Gegners, der guten Kameraführung und der passenden Ausleuchtung doch noch eine gute Atmosphäre auf. Was vor allem passte war, dass Eli Roth auf die üblichen Hochglanzeffekte verzichtet hat und einen eher klassischen Horrorstreifen abliefert der viel mit praktischen Effekten arbeitet und so gut wie kein CGI benutzt.

Fazit: Cabin Fever zu bewerten hat seine Tücken, die einen werden sagen, och das haben wir schon in vielen Streifen ähnlich gesehen. Stimmt. Dennoch konnte Cabin Fever mit einer düsteren Atmosphäre einer stetigen Steigerung der Spannung und einigen erfrischenden Storywendungen überzeugen. Dank seiner rohen Brutalität und vielen Blood and Gore Elementen distanziert er sich geschickt vom üblichen Teenie-Slasher Einheitsbrei und kann sich gut als einer der besseren Horrorstreifen der letzten Jahre behaupten.

db's Wertung: 4.0 Sterne


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