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Being Julia


Alles dreht sich in Being Julia, titelgemäss, um die Theaterdiva Julia. Sie leidet, sie weint, sie langweilt sich, sie liebt, sie lacht, sie triumphiert, aber vor allem schauspielert sie. Mit der Wahl von Annette Bening hat Regisseur Istvàn Szabo ein goldenes Händchen bewiesen. Eine derartige Ausrichtung eines Films auf eine Rolle, bringt immer das Risiko mit sich, dass der ganze Film mit einem einzigen Schauspieler steht und fällt. Hier ist dank einer exzellenten Leistung der Amerikanerin, die schon in American Beauty geglänzt hat, alles gut gegangen.

Als manchmal zickige und arrogante Julia schafft sie es dennoch den Zuschauer auf ihre Seite zu ziehen und man verzeiht, ja gönnt ihr gar ihren doch etwas bösartigen Racheakt. Herausragend an der Inszenierung von Being Julia ist vor allem die Verwebung von Theater und Wirklichkeit. Der Ausspruch "Die Bühne ist das Leben" stellt sich im Film als vollkommen wahr heraus. Für Julia ist das Schauspiel Berufung und eigentlich ihr ganzer Lebensinhalt, dies geht sogar so weit, dass sie selbst im Alltag nur eine Rolle spielt und erst auf der Bühne lebt. Als Zuschauer ist man sich in einigen Szenen nicht sicher, ob sie jetzt tatsächlich so denkt und fühlt, oder ob sie ihren Mitmenschen nur etwas vorspielt. Diese Ungewissheit verleiht dem Film eine dauernde, leise knisternde Spannung, die ihren Höhepunkt in einem furiosen Bühnenfinale findet.

Dass auch die übrigen Darsteller eine solide Leistung abliefern, ist bei einem solchen Plot nur nebenbei zu erwähnen. Being Julia ist eine überaus intelligente und witzige One-Woman-Show.

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mazemaster's Wertung: 5 Sterne


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