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Beitrag Shall We Dance?
Shall We Dance? oder: Wers nicht kann, solls lassen Nachdem Richard Gere in Chicago schon das Tanzbein geschwungen hat, versucht er es nun in dieser Neuverfilmung eines älteren (1996) Filmes nochmals. Ihm zur Seite stehen die tanztechnisch sehr erfahrene Jennifer Lopez (damit auch die Jungs sich diesen Film angucken gehen) und eine überzeugende Susan Sarandon. Wenn man sich den Film so anschaut, überkommt einen eine wohlige Stimmung. Die Charaktere, die tanzen lernen wollen, sind wie aus dem Bilderbuch (ein Dicker, ein vermeintlicher Frauenheld und ein Charmebolzen), wie auch die anderen Randfiguren dieses Filmes. Wer am Schluss mit wem und wie, kann man sich leicht ausdenken und ist praktisch schon vorgegeben. Sehr sympathisch läuft die Geschichte ab, man lächelt, schmunzelt, die Frauen dürfen mehrmals herzhaft auflachen und für die Romantik bleibt auch immer noch ein grosses Stück übrig. Nach der Hälfte allerdings, wo es dann etwas ernster und kitschiger zu und her geht, verliert der Film leider dann an Fahrt und endet in einer schnulzigen, triefenden und ans weibliche Herz gehenden Situation, die zwar nett ist und den Film passend abschliesst, aber mir persönlich ein bisschen zuviel auf die Schmalztaste drückt. Trotzdem wurde ich recht überrascht, denn ich hatte mir den Film eindeutig schlechter vorgestellt. Schauspielerisch ist natürlich Richard Gere im Mittelpunkt und er macht seine Sache ordentlich. Mimisch nicht gerade ein Alleskönner, vermittelt er doch Sympathie und Verständnis für seine Aktionen. Und sein verschmitztes Lächeln hat noch jeder Frau das Herz gebrochen. Susan Sarandon und Jennifer Lopez sind Randfiguren, wobei Erstere mir sehr gut gefallen hat und "La Lopez" zeigt, dass sie nicht schauspielern kann. Tanzen, ja. Schauspielern, nein. Sie ist zu steif, zu ernst und zu ausdruckslos. Eine Rolle, die mich echt genervt hat. Der heimliche Höhepunkt (wie schon bei The Terminal), ist auch hier Stanley Tucci als Sidekick. Herrlich anzusehen, guter Humor und halt einfach eine gelungene Performance von ihm. Klasse. Fazit: Wer auf Standarttänze steht oder sich für einen Kurs einschreiben will, der sollte zuerst diesen Film gucken. Zwar werden wohl die wenigsten Tanzschulen dieser hier ähnlich sein, aber man sieht, dass man sich zum Beispiel lustig aufwärmen muss, bevor das Tanzbein geschwungen werden kann und ähnliches. Für Tanzmuffel (wie ich) sicherlich kein Highlight, aber trotzdem ein sympathischer Film, dem gegen Ende ein bisschen die Luft ausgeht. Vorher vermag er aber überraschenderweise gut zu gefallen. Die zu erwerbende DVD ist mit durchschnittlichem Material ausgestattet. Ein optional anwählbarer Audiokommentar gehört ja zum Standart. Die Geschichte des Tanzes und einige lustige Szenen aus den Proben, werden ebenfalls vorgeführt. Hut ab, für diejenigen, die sich einfach so hinstellen und probieren. Hinter die Kulissen führt uns ein ca. halbstündiges Special, in dem die Schauspieler natürlich alles loben und anpreisen, was es an diesem Film zu loben und anzupreisen gibt. Da die Musik ein wesentlicher Bestandteil eines Tanzfilms ist, wird auch auf diese eingegangen und die "Pussycat Dolls" zeigen in einem Musikvideo, dass Musik sekundär ist, wenn man heiss aussieht. Abschliessend gibt es diverse Szenen, die es nicht in den finalen Film geschafft haben. Unter anderem auch ein alternativer Anfang. |
Zitat muri (2005-02-21 08:28:00)
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habs geändert. |

