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Beitrag Das Boot
Das Boot oder: Abtauchen, auftauchen, abtauchen... Das Boot als TV-Fassung ist eine von dreien und zugleich die erste Version dieses faszinierenden Films. Der im Kino gezeigte und 6fach oscarnominierte Film hatte eine Länge von 149 Minuten. Ein Director's Cut zeigte eine weitere, 216 minütige Variante. Wolfgang Petersens Das Boot ist nicht nur das beste Werk des Regisseurs, diese als Mehrteiler konzipierte Geschichte (6 Folgen à 50 Minuten wurden ursprünglich gesendet) um eine Deutsche U-Boot-Besatzung im 2. Weltkrieg gehört mit zum besten, was der Deutsche Film je hervorgebracht hat. Ohne zu beschönigen zeigt Das Boot "Helden", die eigentlich nur eines wollen: überleben! Und so heldenhaft sind sie dann eben doch nicht, die Männer in den schwimmenden Särgen, das wird dem Zuschauer schon in den ersten Minuten des Films zugänglich gemacht. Petersen setzte den Roman von Lothar G. Buchheim mit einer Eindringlichkeit und steinharten Ernsthaftigkeit um, die packt und fasziniert, aber auch erschreckend real wirkt und gleichzeitig dramaturgisch voll im Bann hält. Ein Film, dessen Hauptanteil in einer motorisierten Sardinenbüchse spielt, braucht aber neben der Geschichte vor allem eines: einen Cast, der den Film trägt. Und in Das Boot spielt eine ganz fabelhafte Besetzung die Besatzung, allen voran ein Jürgen Prochnow in Bestform als charismatischer Kaleu, Herbert Grönemeyer in einem seiner (leider zu) wenigen Auftritte als Schauspieler als bald desillusionierter Marinekorrespondent, Martin Semmelrogge, der nie mehr besser war und Klaus Wennemann als leitender (und leidender) Ingenieur. Daneben sind heutige Bekanntheiten wie Uwe Ochsenknecht, Heinz Hoenig, Bernd Tauber oder Jan Fedder zu sehen, die danach kaum mehr an die Intensität ihrer Darstellungen in Das Boot herankommen konnten. Es ist die Faszination der Geschichte, die bemerkenswert versierte Handhabung und Umsetzung Petersens (die ihn schliesslich auch nach Hollywood brachte) und allen voran der Cast, der diesen Film zu einem der sehenswertesten Filme unseres nördlichen Nachbarns macht. Traurig sieht es leider in Sachen Extras aus. Das Making Of zum Director's Cut enthält einige wenige Original-Aufnahmen vom Dreh, ein paar Statements von einem sehr kleinen Teil der Beteiligten, allzu lieblos aneinandergereiht. Die Bildqualität hat zum Teil mächtig gelitten, man sieht das vor allem zu Beginn bei den Aussenaufnahmen auf hoher See, wo Bildstriche und Kratzer allzu deutlich sichtbar sind. Die Tonspur wurde digital überarbeitet, gerade die Momente des absoluten Horrors der U-Boot Fahrer (Stille, Motorengeräusche, das gewaltige Donnern der Wasserbomben) sind noch nachdrücklicher. Die Ausstattung der DVD ist des Films leider nicht würdig. |
Das Boot...Meiner Ansicht nach der beste Deutsche Film und einer der besten Kriegs-Filme überhaupt...Fällt somit in die Kategorie 'Full Metal Jacket' 'Apocalypse Now'.... Genial...Macht wirklich Stimmung |
Ich finde auch das dies einer der besten deutschen Filmen ist!!! Spoiler zum Lesen Text markieren
Kann den Film nur jedem empfehlen!!! |
Zitat Latinoboy (2005-01-15 10:03:03)
Bitte benutz für solche Aussagen die Spoiler zum Lesen Text markieren
Funktion! |
ohne das ende hätt er wohl in die ecke "nazidurchhaltefilm " gepasst |
keineswegs, papp, ich glaube dass der film inhaltlich vielerorts gegen die nazis und auch gegen die militärführung spricht. ende hin oder her. |
Zitat pb (2005-01-15 14:43:33)
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papp, bist du der meister im wörter verdrehen? du hast nazidurchhaltefilm angesprochen und ich hab gesagt dem sei m.E. so oder so nicht so wie du es darstellst, es geht um das überleben im eisernen sarg, das persönliche drama , das ist die hauptaussage und richtung des films. die andere tatsache ist ein anderes thema. wehrmacht hin oder her, ami hin oder her, vietnam hin oder her, das war und ist leider überall dasselbe. leider. also zurück zum film, kriegshistorische diskussionen sind in diesem topic am falschen ort. |
es ging mir nicht darum hier eine politische debatte zu entfachen deshalb nur |
nein, in der tat, den kenne ich nicht. |
Letzthin noch die Original TV-Serie bekommen...280 Minuten einfach nur der Hammer. Der Fakt, dass die meisten Schauspieler sich selber in der englischen Version gesprochen haben, finde ich sehr erfrischend. Immernoch ein genialer Streifen. |
du hast den auf englisch geguckt? oder nur so mal reingehört? |
Zitat pb (2006-01-26 07:08:58)
Nur reingeguckt. Für eine richtige 'Das Boot'-Session muss man sich Zeit nehmen |
Das Boot Wohl einer der Meilensteine in Sachen U-Boot Film. Genauso erschreckend realistisch und absolut glaubwürdig, der Name "schwimmende Särge" erhält eine ganz deutliche Bedeutung, denn aus dem engen wie klaustrophobischen Boot gibt es absolut kein entkommen, ausser den Tod. Der Film hat für sein Alter dank Restauration eine sehr gute Bildqualität, sinkt aber in den Special Effekt Szenen ab und teilweise ist das Boot kaum zu erkennen. Im innern des Bootes bietet es aber ein klares Bild mit gutem Sound. Ach ja, er ist enorm lang, und gegen Ende erwartet man den fettenden Hafen genau so sehnsüchtig wie die Crew, das ist der Vorteil bei solch Gigant-Projekten, sie entwickeln eine Intensität, welche Produktionen wie Crimson Tide nicht einmal ankratzen können. Nur vermisste ich teilweise den Soundtrack. Obwohl die Stille zwischendurch sehr drückend und das Katz- und Mausspiel mit den Zerstörern auch packend war, hätte da zwischendurch etwas Untermalung nicht geschadet. Die Schauspieler agieren glaubwürdig und man nimmt ihnen die Rollen als U-Boot Crew auch ab. Da sitzt jeder Griff, jede Bewegung und jede Handlung. So machen sie auch eine persönliche reise durch, von den Jünglingen die enthusiastisch in den Krieg ziehen, bis zu abgebrühten alten Männer die gezeichnet vom Krieg aus dem Boot steigen. Dummerweise macht es zwischendurch mehr und mehr mühe die Crewmitglieder auseinander zu halten, da alle Mützen und Bärte tragen, aber wenigstens erkennt man sie noch durch die Stimme. Fazit: Wer sich die Zeit nimmt, erhält einen grossartigen, langen und genauso realistischen wie intensiven Kriegsepos, der sich wirklich Zeit nimmt die Probleme der Besatzung zu zeigen, und ohne gross Politisch zu werden, die Geschichte eines U-Bootes zu erzählen. |

