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The Cooler oder: Letzte Tage in Las Vegas


The Cooler bedient sich der Idee der Hure, die sich in den Kunden verliebt obwohl dieser weder reich noch besonders gut aussehend ist. Bei Quentin Tarantinos Drehbuchfantasie True Romance hatte das auch schon etwas märchenhaftes. Doch das stört hier nicht, weil auch der Beruf des Coolers schon eine gewisse Gutgläubigkeit in die Story voraussetzt. Mit diesen fantastischen Elementen kontrastiert der Realismus, der von Drehbuchautor und Regisseur Wayne Kramer eingebracht wird. Namentlich die Sexszenen, die so echt daherkommen, dass die amerikanischen Jugendschützer beschämt nach dem NC-17 Siegel greifen wollten, und von den beiden gestandenen Schauspielern Maria Bello und William H. Macy so nicht unbedingt erwartet werden konnten. Aber auch der reale Hintergrund des Casinosterbens in Las Vegas, durch die fast schon familienfreundliche Unterhaltung in den letzen Jahrzehnten, wird nicht ausgeklammert. Baldwins Figur mockiert sich darüber. Und der Sprengung von Häusern mit langer Tradition kann man filmisch beiwohnen am Ende des Films.

Alec Baldwin wurde für seine Darstellung mit einer Oscarnomination geehrt. Auch die schauspielerischen Leistungen von Bello und Macy sind nicht zu verachten. Shawn Hatosy als der tumbe Sohnemann mit schwangerer Freundin in Anhang (Ex-Topmodel Estella Warren) können da nicht ganz mithalten. Diese beiden werden vom Drehbuch auch auf seltsame Weise vergessen im Schlussteil des Films. Das ist aber auch der einzige Mangel in einem recht sehenswerten düsteren Märchen, das nur wenige Wochen in den Schweizer Kinos lief.

Nur Schade, dass die Schweizer DVD zu einem Verbrechen auf Silberscheibe wurde. Von der Hauptsache bis zu den Kleinigkeiten stimmt da vieles nicht: Der Film ist Pan and Scan, die melodische Untermalung des Menus zu kurz, die Untertitel nicht ausblendbar, obwohl die Option "ohne Untertitel" anwählbar ist. Für die Interviews im Bonusmaterial wurden mangelhafte Videobänder als Ausgangsmaterial verwendet. Die Interviewende ist besser zu hören als der Interviewte und entlarvend werden auch das Geplänkel vor und nach den eigentlichen Fragen gezeigt, bei dem sich herausstellt, dass die Fragen von einer Praktikantin gestellt werden, die so was noch nie gemacht hat und nicht einmal die Fragen selber ausgetüftelt hat. Diese DVD ist der Horror. Für das gleiche Geld gibt es in Deutschland eine Doppel-DVD. Die amerikanische Fassgung hat dasselbe Zusatzmaterial wie die DVD aus Deutschland, ist aber geschnitten, wegen Bellos Hand und Macys Zunge im Schoss des jeweiligen Partners.

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rm's Wertung: 5 Sterne

super Film, und die DVD naja...

Korben Dallas' Wertung: Bewertung gesperrt


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