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Beitrag Big Fish

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Big Fish oder: Geschichten kann man so oder so erzählen....


Endlich wieder Tim Burton. Der Trailer zu Big Fish versprach einiges. Ist es ein Märchenfilm der "normalen" Sorte oder werfen wir wieder einen Blick in das nicht immer so einfach zu verstehende Hirn des Regisseurs? Ich meine, immerhin tauchen fantastische Figuren auf, es ist wirr und schön farbig. Halt typisch Burton.

Big Fish ist eigentlich ein Film, der zwei Geschichten vereint. Einerseits eine Vater-Sohn-Problemkiste, die auf die Dauer schnulzig, zäh und kitschig wird. Auf der anderen Seite die fantasievollen Erlebnisse in des Vaters Jugend, die uns die Bekanntschaft von Riesen, Hexen, Zirkusfreaks und ähnlichem bringen. Da kann Tim Burton seiner Fantasie freien Lauf lassen und diese Szenen sind dann auch herrlich schräg und sehr schön anzusehen.

Allerdings scheint man dem Meister irgendwelche Fesseln angelegt zu haben. Denn während in diesen Fantasie- und Märchengeschichten das Kind im Regisseur absolut durchbricht, versucht Burton mit der Vater-Sohn-Geschichte einen krassen Gegensatz zu bilden. Der Vater, ein begnadeter Geschichtenerzähler, scheint die Wirklichkeit nicht mehr von der Fantasie unterscheiden zu können. Die Entzweiung mit seinem Sohn ist die Folge und die danach folgende Annäherung kurz vor Vater's Tod, ist meines Erachtens ein wenig gar schnulzig und kitschig geraten. Zwar tun die Schauspieler ihr möglichstes und überzeugen auch in ihren jeweiligen Rollen, doch ich freute mich jedes Mal auf's neue, wenn der Vater eine seiner Geschichten anfing zu erzählen.

Die junge Ausgabe des Vaters wird von Star-Wars-Kämpfer Ewan McGregor dargestellt. Er schafft es dann auch, mit seinem jugendlichen Charme und seinem Lausbuben-Lächeln das Publikum in seinen Bann zu ziehen und alles vollkommen glaubwürdig rüberzubringen. Seine Begegnungen mit Riesen, Hexen und anderen komischen Figuren wird am Ende hervorragend aufgelöst und man bekommt zu sehen, dass die Macht des Geschichtenerzählens völlig unterschätzt wird. Denn in jeder Geschichte, sei sie noch so fantasievoll und abgefahren, scheint immer ein Körnchen Wahrheit zu stecken....

Fazit: Big Fish ist ein zweischneidiges Schwert. Während in den Geschichten der Film absolut überzeugt, übertreibt und Burton-like recht skurril ist, wird man in den Beziehungsproblemen von Vater und Sohn recht zäh unterhalten und da hat es auch einige Momente, die zum "auf die Uhr schauen" sind. Aber grundsätzlich kann ich den Film jedem empfehlen, der mal so richtig in Farbe und Fantasie schwelgen will.... Trotzdem hat mir persönlich zum Beispiel Sleepy Hollow um einiges besser gefallen.

Wenn man einen so zauberhaften Film mit Extras ausstatten muss, dann darf man als Käufer der DVD auch etwas spezielles erwarten. Hier ist das eine Filmdokumentationen über die Charaktere, Berichte über den Regisseur, den Weg vom Buch zum Film, das Geheimnis der verschiedenen Kreaturen und ein spezielles Feature, dass einem (wenn mans aktiviert) während des Filmes noch zusätzliche Geschehnisse erzählt. Das sollte man zuerst anklicken, denn das ist nur beim laufenden Film sichtbar. Wenn man dann noch das Quiz über Tim Burton richtig löst, wird die Szene im Zirkus (als die Zeit stillsteht) ausführlich erklärt. Sehr interessant, das Teil. Abschliessend werden noch ein paar Trailers geliefert und natürlich darf ein informativer Audiokommentar nicht fehlen.

» Die komplette DVD-Kritik lesen

muri's Wertung: 4 Sterne

Ein schöner Film...Ein richtig schöner Story-Telling Film...Es wird spielerisch alles übertrieben...Grosse Leute sind RIESIG...Farbig bedeutet BUNT und die Story ist wunderbar...

Einer meiner 2004-Favorites ;)

Markus' Wertung: 5.0 Sterne

Von Big Fish hatte ich viel gehört, hatte aber keine Ahnung, was ich mir darunter vorstellen kann, also ging ich recht neutral an die ganze Sache heran und liess mich überraschen.

Tim Burton steht für skurriele wie auch recht Markabere Filme, siehe Nightmare before Christmas aber er steht auch für Qualität und das sieht man auch im Film. Der Cast ist ausgezeichnet wie auch die Inszenierung. Sets, Soundtrack und Effekte harmonieren zusammen und kreieren im verlauf des Filmes eine spannende wie auch faszinierende Atmosphäre die packt und weiter treibt. Nach und nach erfahren wir mehr über die Vergangenheit des Vaters und dessen unglaublichen Abendteuer, so farbig wie auch zwischen durch etwas kitschig inszeniert.

Die Schauspieler glänzen vorallem aber in den Geschichten die erzählt werden, Sohn und Ehefrau, welche eigentlich die Hosts sein sollten, wirken am schwächsten und die trotzigkeit des Sohnemannes ist eher eine Bremse im Film, denn die Lebensgeschichte fasziniert viel mehr. Leider ist sie zwischendurch auch etwas chaotisch erzählt und braucht zwischendurch etwas Gedankenarbeit um mitzukommen. Obwohl es eigentlich keine Action hat, geht er doch recht schnell voran und mir wurde jedenfalls nicht langweilig.

Fazit: Ein fantastischer wie auch spannder Film den ich ohne Einschränkungen empfehlen kann und ein muss für alle von etwas fantastischen Geschichten.

db's Wertung: 5.0 Sterne


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