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Beitrag Home On The Range

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Home On The Range oder: Milch macht müde Cowboys munter


Die Tradition der klassisch animierten Zeichentrickfilme aus dem Hause Disney ist lang. Seit 1937 Snow White als Animation in die Kinos kam, bescherte uns Walt Disney und seine Crew immer wieder zauberhafte Momente und schrieb mehr als einmal Kinogeschichte. Diese Tradition kommt nun zum Abschluss, da sich die Disney-Studios künftig hauptsächlich auf computer animierte Filme konzentrieren wollen. Ist natürlich billiger, braucht nicht mehr so lange und entspricht dem heutigen Standart, den sie in Zusammenarbeit mit Pixar erreicht haben.

Nachdem die Filme aus dem Mäusereich in den letzten Jahren nicht mehr den Erfolg und die Klasse früherer Werke hatten, versuchte Disney immer wieder einen "kleinen" Film in die Kinos zu bringen. Diese überraschten das Publikum meist durch Wortwitz, rassige Action und kurrlige Gestalten. Home on the Range ist kein "Kleiner", aber auch bei weitem kein "Grosser". Zwar mit satten 110 Mio. Dollar budgetiert, versuchte man hier wiederum auf Wortwitz, coole Action und lustige Sidekicks zu setzen. Dieses Mal (ausgerechnet dieses Mal) ging die Rechnung aber an den Kinokassen nicht auf und die Einspielergebnisse liessen doch sehr zu wünschen übrig.

Natürlich findet der eingefleischte Disneyfan auch diesen Film absolut unterhaltsam. Die Kühe sind menschlich-lustig, die Farmtiere sowieso, der böse Cowboy jodelt was das Zeugs hält und die Sidekicks sind sowieso cool und werden wohl in den verschiedenen Disneystores ihr Dasein als Plüschfigur finden. Was bei diesem Film allerdings ein bisschen auf der Strecke bleibt, ist die Geschichte. Etwas weit hergeholt, die Heldinnen nicht gerade meine Lieblingstiere und die Bösewichte schlussendlich etwas gar schnell überlistet. Dennoch hat mich "Home on the Range" mehr als einmal zum lachen gebracht und darf sich durchaus sehen lassen.

Da ich damals im Kino "nur" die deutsche Synchronfassung sehen konnte, hatte ich jetzt die Chance das englische Original auf DVD zu gucken. Und was Roseanne, Judy Dench, Cuba Gooding Jr oder auch Steve Buscemi hier abliefern, passt mir ganz gut. Die deutsche Synchro war nicht schlecht, aber im Original tönt halt alles besser. Vor allem Roseanne verleiht ihrer Kuh die nötige Schlagfertigkeit und den Wortwitz, den Hella von Sinnen leider nicht ganz geschafft hat.

Fazit:Home on the Range wird sich, ohne Zweifel, unter vielen Weihnachtsbäumen wieder finden. Die Geschichte ist eher auf die jüngeren Fans ausgerichtet, wobei die einzelnen Sprüche auch für eher gestandene Freunde des guten Wortwitzes durchaus gemacht sind. Mit 73 Minuten ist der Film etwas gar kurz geworden, aber so halten sich die Momente der langen Weile in Grenzen. Hat mir gut gefallen, auch wenn ich mir für den Abschluss der klassischen Zeichentrick-Tradition einen etwas besseren, grösseren und gefühlvolleren Film gewünscht hätte. Denn das haben die Disneys ja immer noch gut drauf.

Die DVD kommt, wie immer, kindgerecht daher und hat einige Extras zu bieten. Neben den üblichen Trailern, gibt es Musikvideos, Blicke hinter die Kulissen, Spiele (langweilig...) oder auch Audiokommentare anzuwählen. Den speziellen Stil des Filmes ist ebenfalls ein Feature wert. Zusätzlich gibt es noch einen kleinen, kurzen Film, der versucht, das Märchen der 3 Schweinchen zu erzählen versucht... Versucht.... Den Abschluss macht ein kurzes Feature über die Geschichte des jodelns. Ist witzig gemacht...

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muri's Wertung: 4.5 Sterne


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