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Timeline oder: Rein oder raus!


Michael Crichton steht für fundiert wissenschaftliche Science Fiction und Zukunftsvisionen. Richtig? Falsch! Das war einmal. Seit Jurassic Park kommt vom Bestsellerautoren ein Dumpfsinn nach dem anderen auf die Kinoleinwand (Congo, Sphere, 13th Warrior). Bedenkt man, dass aus seiner Feder so vorzügliche Werke wie Andromeda Strain, Coma oder Westworld stammen, ist sein derzeitiges Schaffen eine Riesenenttäuschung. Crichton ist kommerziell geworden - und zwar auf unangenehme Art und Weise.

Timeline nun ist der absolute Tiefpunkt. Der Film gehört in die Schublade "braucht kein Mensch, will kein Mensch" und Michael Crichton hat einen weiteren Regisseur ins Floploch gezwungen: Der fähige Richard Donner musste dieses Mal dranglauben. Selbst viel Rumgeschnippsel am bereits fertigen Produkt half der verworrenen und völlig uninteressanten Geschichte nicht. Der Film hat massenhaft Storylöcher, einen kaum vorhandenen Spannungsbogen mit Doppel-Gähneffekt und ein grausames Darstellerensemble, dem man irgendwie die Unlust von der ersten Minute an anmerkt und abnehmen, tut man ihnen ihre Rollen schon gar nicht: Da gibt es den Hobby-Aragorn, den kauzigen Professor, den skrupellosen Geschäftsmann, die typischen Nebendarsteller, denen man sofort ansieht, dass sie keine 10 Minuten des Films überleben (man nennt das auch den Star Trek-Effekt) und holde Rittersleut' von Europaparks Gnaden. Es ist ein grausames Schauspiel, dem ich eigentlich gar nichts Gutes abgewinnen kann ausser dem belächelnden Kopfschütteln wenn von "Wurmlöchern" und "DNS-Defekten" gefasselt wird.

So, nun such ich das Positive zusammen: Die Tonqualität der Concorde-DVD ist wirklich gelungen. Da schwirren Pfeile von hinten links hervor, knackige Explosionen erschüttern den Magen. Tja und nun? Leider gehts schon wieder bergab. Das Bild ist mässig, Unschärfe und die etwas matten Farben sind dabei am auffallendsten. In Sachen Extras enttäuscht die DVD weiter. Da fehlt ein auf der US-DVD vorhandener Doku komplett und es bleiben nur belanglose PR-Beigaben übrig. Brauchen wir alles nicht.

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pb's Wertung: 1.5 Sterne

Das Buch fand ich klasse. Der Film war eher bescheiden, wie es soviele Buchverfilmungen vor und nach Timeline sein werden.

muri's Wertung: 3.0 Sterne

Bescheiden ist gut... Horrible war das...

ma's Wertung: 1.0 Sterne

weisst du wofür's 1 1/2 sternli gab? für das plakat und die musik und weil ich donner sonst mag...

pb's Wertung: 1.0 Sterne

Nun meine Sternli gibt's für Musik und für den wirklich tollen Ton der DVD :)

Ich wurde auch ziemlich oft an die Rittershow im Europapark erinnert x(

ma's Wertung: 1.0 Sterne

@ pb

Hey hast du das Buch überhaupt gelesen, dass du so darüber herziehst? Es ist nämlich echt klasse, genauso wie Congo und Co. auch. Das einzige Problem, das Crichton hat ist, dass kein Regiseur seine Bücher überzeugend auf die Leinwand bringen kann, aber Shit happens. Das Crichton von der Kommerz ergriffen wurde ist völliger Quatsch. Oder würdest du 3 Jahre für ein Buch recherchieren, wenns dir nur ums Geld und das Massenpublikum geht? Crichton ist mit ganzem Herzen Autor und höchst gebildet noch dazu (schau dir doch nur jeweils die Literaturlisten am Ende seiner Bücher an, die sprechen wohl für sich.). Wenn du also über den Film herziehen willst, von mir aus, aber das Buch hat den Verriss nicht verdient

kat's Wertung: 4.0 Sterne

hm, interessante sache.
ich schreibe hier die letzten crichton bücher auf, die ich gelesen habe und was ich davon halte:

- The Lost World (völlig missraten, sogar der film hat noch mehr potential) - reiner kommerz!
- 13th Warrior (ja, besser als der film... und dann hat herr crichton ihn fein selber kaputt gewerkelt)
- Congo (ja, stimmt, gutes, spannendes buch - sein, crichtons, einfluss beim film soll nicht ohne gewesen sein!)
- Rising Sun (Drehbuch, grausam!)

und stopp, über das Buch von Timeline habe ich nicht "hergezogen". aber die im buch erschaffenen charaktere sind schon dort sehr stereotyp.

pb's Wertung: 1.0 Sterne

Also den Charakter von André Marek find ich schon ziemlich gut gelungen, ausserdem gehts im wohl auch mehr um die Message, die er rüber bringen will, als um den originellsten Charakter.
Anyway, es ist glaube ich im Allgemeinen sehr schwierig ein Buch überzeugend auf die Leinwand zu bringen. Ich denke ich könnte die guten Adaptationen an einer Hand abzählen, von dem her "musste" der Film fast floppen.

Randbemerkung: Vielleicht solltest du "State of fear" noch lesen, könnte deine Meinung von Crichton wieder ein wenig ins Positive ziehen ;)

kat's Wertung: 4.0 Sterne

ach, ich halte mich an seine alten, wirklich tollen arbeiten wie coma, westworld etc.
natürlich sind literaturumsetzungen immer problematisch, aber wenn ein film damit wirbt, dann darf er natürlich auch dazu kritisiert oder gelobt werden.

pb's Wertung: 1.0 Sterne


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