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The Polar Express oder: Weihnachten als Achterbahnfahrt


In der Adventszeit braust jeweils ein Truck einer sehr bekannten braunen Brause zuerst durch die Glotze und dann auch durch die Schweizer Städte. Wer sich beim Bild dieses beleuchteten Brumis in der Schneelandschaft auf Weihnachten freut wie der SVP-Politiker Ulrich Giezendanner ganzjährlich über jegliche Arten von Lastwagen, der wird auch am The Polar Express seine Freude haben. Das Fortbewegungsmittel ist in diesem Film zwar schienentauglich aber der Kitschfaktor dafür genau so hoch.

The Polar Express basiert auf einem Bilderbuch von Chris Van Allsburg. Die Mischung aus magischen Geschichten mit realistischen Bildern aus seinen Büchern eignet sich hervorragend für Verfilmungen. Vor allem die grossen Tricktechniker, die alle kleine Spielbergs sein wollen, lecken sich die Finger. Eines von Van Allsburgs früheren Werke, Jumanji, wurde schon 1995 von Joe Johnston verfilmt. Damals waren die Computeranimationen noch ziemlich neu und aus heutiger Sicht schon wieder ziemlich veraltet. Knapp zehn Jahre später ist man bei den CGI-Effekten ein paar riesige Schritte weiter und The Polar Express ist ein weiteres Beispiel für diese rasante Entwicklung. Robert Zemeckis, ein Jünger von Steven Spielberg, hat sich mit diesem Film den Traum verwirklicht, von Schauspielern nur noch die Stimme benutzen zu müssen. Wie bei der Game-Adaption Final Fantasy sind alle Bilder aus The Polar Express komplett am Computer entstanden. Zemeckis bleibt sich dabei selber treu. Seine Filme (Who framed Roger Rabbit, Back to the Future oder Forrest Gump) leisteten in Sachen Tricks immer wieder Pionierarbeit.

Auch The Polar Express bietet in dieser Hinsicht Atemberaubendes. Kino wird als Achterbahnfahrt zelebriert, fast zu oft im wörtlichen Sinne. Wie immer bei Zemeckis steht die Kamera selten still und einmal folgt man einem goldenen Ticket, das durch die Luft gewirbelt wird wie die Feder in Forrest Gump, und es bleibt einem nur noch das Staunen. Bei den "Menschen" ist eine Verbesserung im Vergleich zu Final Fantasy zu sehen. Was die Konkurrenz von Pixar in The Incredibles immer noch vermeidet, das Darstellen des richtig proportionierten Menschen in seiner natürlichen Umgebung, wird in The Polar Express bei den Szenen des Jungen im Schlafzimmer nah an der Perfektion geboten. "Performance Capture" nennt sich diese neuste Form der CGI und ist teilweise wirklich sehr glaubhaft. Bei der Haut und vor allem den Augen "menschelt" es aber immer noch viel zu wenig. Die Figuren sind ein bisschen "creepy" im Sinne von seelenlos. Was auch die Frage aufwirft, wie die ganz Kleinen auf das Werk reagieren werden. Und weshalb nicht gleich mit richtigen Menschen drehen, wenn einer der Jungen wie Dewey aus Malcolm in the Middle aussieht und man auch immer Tom Hanks in die verschiedenen Figuren einfliessen lässt? Ob Haley Joel Osment wohl langsam zu alt wird?

The Polar Express bleibt trotz aller technischer Perfektion zuckersüsser amerikanischer Kitsch mit wohlwollender Moral von der Geschicht am Ende. Trotz seltsam Unpassendem wie einem Kurzauftritt von Aerosmith-Sänger Steven Tyler und dem von Heerscharen von Elfen erwarteten Erscheinen von Santa, das Leni Riefenstahl mit Stolz erfüllen würde. Es hat zudem eine völlig unnötige Szene mit altgedienten Spielsachen, die nichts zur Geschichte beiträgt und schlicht nur "gfürchig" ist und nicht so vorkommen sollte in einem Film für Kinder.

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rm's Wertung: 4 Sterne

als im netz die ersten Polar Express trailers zu sehen waren, fürchtete ich schlimmes. die grafik schien mir einfach zu künstlich.

im fertigen film schliesslich ist das ganze nicht mehr so schlimm. einige wichtige gesichtsmimiken sind zwar komisch und alles andere als menschlich, der rest kann sich aber doch sehen lassen. die bislang unbekannte animationsfirma hat zwar noch immer nicht die menschliche natur digitalisiert, doch immerhin sind die bewegungen realistischer als in final fantasy vor einigen jahren.

eine ganz andere sache ist die geschichte. wer bei der einfahrt des polarexpress ein warmes gefühl ums herz bekommt und gleich bilder vom inzwischen auch hier (leider?) allbekannte coca-cola weihnachtstruck in vor dem geistigen augen sieht, ist gar nicht mehr weit entfernt vom zielpublikum. bei mir hats nicht geklappt. noch fehlt draussen der schnee, noch ist meine akzeptanz für weihnachtslieder (ok, immerhin haben sie mal tschingäl bälls nicht gespielt) zu gering.

doch andererseits bin ich auch kein papa der mit seinem sohnemann kurz vor weihnachten ins kino muss äh darf. für all diese darum hier mein tipp: ist der nachwuchs noch zu klein, um sich ab den The Incredibles zu freuen, bietet sich Polarexpress an.

in einem punkt vermochte mich der film hingegen zu überraschen: tom hanks hat in etwa die hälfte aller figuren vertont... dies ist mir während des filmes tatsächlich nicht aufgefallen!

in diesem sinne: frohe vorweihnachtszeit, ich geh nun mal guezli backen!

th's Wertung: 3.0 Sterne

Bäh. Ich hatte das Gefühl, nach diesem seelenlosen Plastikmärchen die Augen waschen zu müssen. Und das Sante ein Faschist ist wusst ich auch nicht...

ma's Wertung: 1.0 Sterne

Ich konnte den Polar Express in den USA in einem Imax Kino in 3-D sehen und da rockt er gewaltig. Viele Kamerafahrten und Tricks machen wohl erst in diesem Format einen Sinn.

Mir hat der Film als das was er ist, eine Weihnachtsgeschichte, sehr gefallen.

filmsüchtig's Wertung: 5.0 Sterne

ja aber optisch sehen die menschlein einfach so x( aus... ich mag dieses computerisierte nicht, ist einfach mehr trick als film.;)

pb's Wertung: 2.0 Sterne

gueter Film!

Korben Dallas' Wertung: Bewertung gesperrt

Ich war sehr enttäuscht von diesem Film. Man hatte dort mehr Achterbahnfahrten als etwas anderes. Mit der Zeit wurde es einfach nur langweilig.

Schade!

socorro's Wertung: 3.0 Sterne

Ach, ich fand den Film ganz schön. Meine Schwester wollte unbedingt, dass ich ihn mir auch ansehe (passend zur Saison ...!), ich hatte so ziemlich keine Lust und liess mich dann aber doch überreden. Klar wirkt alles künstlich, usw., ich fand ihn aber trotzdem besser als manche amerikanische kitschige Erwachsenenfilme (z.B die Zorrofortsetzung, ist ja grässlich). Die Puppen fand ich übrigens genau toll. Und den Pennner und die sichlustigmachende Weihnachtsmusik beim Verlaufen der Kinderchen.

Lotus' Wertung: Noch nicht bewertet

So, wir haben gerade den Film im Fernsehen gesehen und es war nicht wirklich toll. Die Menschen sind ziemlich künstlich und schlecht gerendert. Seelenlos, wie überall schon gelesen, trifft es ziemlich genau. Am Schlimmsten war das schwarze Mädchen... ganz schlimm anzusehen. Die Synchro war ebenfalls grottenschlecht und passte nicht zum Film.

PS: Wieso ist Santa ein Faschist????

V8 Power's Wertung: 3.0 Sterne

ja, die animationen sind wirklich sehr sehr mässig. auch das drumrum ist nicht wirklich toll gemacht. allerdings kommt das ganze auf der grossen leinwand besser rüber als im TV.

pb's Wertung: 2.0 Sterne

Ich halte mich sowieso lieber an das Bilderbuch. ;)

El Chupanebrey's Wertung: Noch nicht bewertet


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