Forum Movies - Reviews: Kino
Beitrag Birth
Birth oder: Ich bin wieder da! Eigentlich hätte Birth schon im Frühling 2004 in die Kinos kommen sollen, doch wegen einer viel diskutierten Szene, wurde der Start nach hinten verschoben. Es geht um die Szene, in der Anna in der Badewanne sitzt, der kleine Sean sich vor ihr auszieht und sich zu ihr ins warme Nass setzt. Und auch die spätere Szene in der der Knabe von Kidmans Figur innig geküsst wird, hat den Filmvermarktern nicht richtig gefallen. Die beiden Szenen sind zwar noch immer im Film enthalten, doch anstössig habe ich das Ganze nicht empfunden. Erstens hätte ich mit zehn Jahren auch gerne die Badewanne mit Ms. Kidman geteilt und zweitens spielt der kleine Kanadier so ernst, dass er als Erwachsener durchgehen könnte. Und sowieso, die beiden Szenen fallen, im Vergleich zur Bettszene zu Beginn des Films, mächtig ab. Während es um den Film grosse Wellen gab, geht es im Streifen selber, ruhiger zu und her. Für meinen Geschmack ein bisschen zu ruhig. Schon zu Beginn des Films sieht man lange Kameraeinstellungen und dieser Stil wird durch den ganzen Film durchgezogen. Manche Einstellungen kommen dem Zuschauer unendlich lang vor und ein, zwei Mal wünscht man sich eine "Skip-Chapter"-Taste zur Hand. Mit einem schnelleren Schnitt hätte man den Film mindestens um einen Fünftel kürzen können. Von den Schauspielern habe ich eine gemischte Meinung. Zuerst, Nicole Kidman hat mir in der Rolle der verwirrten Witwe sehr gut gefallen (trotz des kurzen Haarschnitts). Die Figur vom jungen Sean hat mich dagegen nicht überzeugt. Ich wusste nicht, was der Kleine genau im Schilde führt. Wie würde ich vorgehen, wenn ich wiedergeboren wäre und meiner (Ex-)Frau beibringen müsste, dass ich ihr auferstandener Ehemann bin? Ich glaube, ich würde das komplett anders anstellen als uns das im Film demonstriert wurde, und manchmal würde man gerne selber das Ruder des Kleinen übernehmen - denn ich glaube, ein "Ich bin Sean" reicht nicht aus, um jemanden zu überzeugen, dass man eine Wiedergeburt ist! Und da liegt auch das Problem dieses Filmes: Er wirkt schlicht und einfach nicht glaubwürdig. Anstelle, dass die Familie ihm richtige Testfragen stellen würde, sitzt sie lieber vor ihm und schaut ihn unglaubwürdig an während uns die Kamera dies in schier endlos langen Einstellungen zeigt. Auch weshalb sich auf einmal der Knoten löst und sich Anna in den gefühlslosen Knirps verliebt, bleibt dem Zuschauer vorenthalten. Das ist auch der Grund, weshalb man nie weiss, ob das die ganze Geschichte ist, oder ob einem am Ende noch eine Überraschung bevorsteht. Trotz den etwas zu lang eingestellten Kameraansichten und den zurückhaltenden Dialogen unterhält der Film. Zwar hätte ich mir ein bisschen mehr Handlung und Fakten gewünscht, doch auch so funktioniert der Streifen. Zu verdanken hat man das vor allem Kidmans Schauspielerleistung. Die Australierin beweisst mit ihrer kompletten Hingabe wieder einmal, weshalb sie zu den Besten ihres Berufes zählt. |
ein Film für den Winter!!! aber wenn er erst jetzt ins kino kommt ist nichts zu machen! geniale story, virtuose kamera, gute musik,..aber das Beste am Fium |
Auch wenn der ganz grosse rest die hände verrührt. ich mochte den film. es ist zwar eine etwas sehr ungewohnte mischung und man weiss nie, was dies nun soll. aber diese ganze mixtur aus andeutungen, emotionen und langsamkeit hat mich irgendwie in den bann gezogen. schauspielerisch haben mir nebst der grossen kidman vor allem anne heche sehr überzeugt. mit dem jungen habe ich auch etwas mühe. sein schauspiel war etwas blass. vielleicht passt es gut in die rolle, da er nicht weiss, was in ihm vor sich geht. trotzdem hätt ich da ein paar nuancen mehr erwartet. die theater-szene mit grossaufnahme von kidman's gesicht ist wirklich sehr berührend. minutenlang kann man in die verwirrungen dieser filmfigur schauen, zwischen trauer und entzückung, leben und tod, |
Der Film ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme |
Die Musik und die Bilder sind gut...auch die Schauspieler überzeugen meiner Meinung nach. |
Toller FIlm, humorvoll bis ernst, leichtfüssig bis tiefgründig. Ich sah weniger iregend ein "Mysterium" als Thema, sondern das Ausbrechen von Gefühlen aufgrund den aufkommenden Erinnerungen an eine geliebte Person. So wie bei Solaris, dort reanimiert das "Gestirn" Solaris aus Clooneys Erinnerungen die verstorbene Ehefrau. Desweiteren ist diese "Besonderheit" ziemlich gesucht (zwar gut, eben FIlm), wenn tatsächlich "nur" der Inhalt der (detailliert geschriebenen) Briefen ausgefragt wird, und dürfte der Junge nicht nur sehr smart ,sondern sein Verhalten "komisch" weil seine Motivation mir unersichtlich (Tagträumer, Langeweile, Trauma, Knacks, Streich, Rache?) sein. Musik finde ich ist der aus American Beauty & Solaris ähnlich. |

