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Beitrag Girl with a Pearl Earring

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Girl with a Pearl Earring oder: Mit der Perle am Ohr in die Geschichte eingegangen.


Was ist Kino ohne Emotionen? In diesem Film habe sie mir gefehlt. Zu den Charakteren in diesem Film habe ich jedenfalls gar keinen Zugang gefunden. Woran das liegt ist schwer zu sagen. Zumindest weiss ich, woran es nicht liegt:

An den Bildern. Die sind nämlich sehr schön komponiert. Wie es sich für einen Film über einen Künstler, sein Werk und seine Muse gehört. Normalerweise fallen einem eher schlecht gewählte Sets und mangelhafte Bildkompositionen auf. Hier ist aber das Gegenteil der Fall. Vielleicht wurde sogar etwas übertrieben. Zeitweise meint man die Hauptfigur in einem Bild wandeln zu sehen. War das wohl Absicht?

An der Musik. Die gefiel mir gut. Noch besser hätte sie mir wahrscheinlich in einem anderen Film gefallen. Die Verschmelzung von Musik und Film hat hier irgendwie nicht stattgefunden. Da passte irgendwas nicht zusammen. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass mir das zentrale Thema schon mal irgendwo zu Ohren gekommen sein scheint. Aber hinzuhören lohnt sich allemal.

An den Schauspielern. Schauspieler zu werten ist keine leichte Sache. Vor allem zu sagen was jetzt jemand besonders gut macht, ist schwer zu beschreiben. Trotzdem wage ich hier zwei ganz gegensätzliche Leistungen zu werten. Bei Tom Wilkinson zum Beispiel, einem Schauspieler, den ich schon öfters gesehen habe (zuletzt in Eternal Sunshine Of The Spotless Mind) und eigentlich immer gut fand, wage ich zu behaupten, dass er hier schauspielerisch nichts Aussergewöhnliches zu bieten hat. So habe ich in ihm nur den Tom Wilkinson gesehen, den ich immer sehe. Seiner Figur konnte er keine Tiefe verleihen.

Ganz anderes bei Scarlett Johansson. Sie passt hervorragend ins Bild. Obwohl man fast ausschliesslich ihr Gesicht zu sehen bekommt, vermag sie visuell stets zu dominieren. Hübsch ist zwar nicht das erste Attribut, dass man ihr hier zuschreiben möchte. Dafür wird umso offensichtlicher wie Colin Firth als Vermeer das Schöne in ihr hervorzuheben vermag, wenn er sie malt. In der entsprechenden Szene schafft es Johansson sogar dem echten Mädchen mit dem Perlohrring Konkurrenz zu machen. Bei Johansson habe ich auch vergeblich Gemeinsamkeiten mit ihrer Rolle in Lost In Translation gesucht. Auch als sie ihre Kopfbedeckung nicht anhatte, sah ich eine ganz andere Johannson, als jene die ich bisher kannte. Dass das nur ihrem Make-Up Artist zu verdanken ist, glaube ich kaum. Meiner Meinung nach hat sie hier eine reife Leistung erbracht.

Wieso ich trotzdem überhaupt keinen Zugang zu diesem Film gefunden habe, weiss ich immer noch nicht. Was mir der Film jedoch vermitteln konnte, ist Zugang zu einem Gemälde und seinem Maler. Und deshalb kann ich sagen, dass ich es nicht bereue diesen Film gesehen zu haben.

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pf's Wertung: 3 Sterne

Schauspielerisch gesehen, hat mich der Film beeindruckt, obwohl es ja keine grosse Herausforderung für sie war, denk ich mal..
Die Sets waren einfach nur himmlisch gestaltet.
Aber irgendetwas fehlte dann noch, als ich den Abspann sah..Vielleicht war der Film ,,zu kurz'' für einen Film über einen Künstler...Ich weiss es nicht...
Die Besatzung stimmt, Sets sind wunderschön, Musik..naja, es geht.
Deshalb bekommt der Film von mir volle 4 Sterne8)


[Editiert von 'screamTUSSI' am 15 Okt 2004 17:21:14]

screamTUSSI's Wertung: 4.0 Sterne

papp Filmchefchen
31 Mai 2004 09:30:39

film der eher zwiespältige gefühle hinterlässt,die bilder sind sündhaft schön die darsteller (scarlett johansson,colin firth)ausgezeichnet
die filmmusik grosse klasse doch die story ist extrem dünn....

papp's Wertung: 4.0 Sterne

Ich hab mir gedacht, ich schaff den Film nicht bis ans Ende. War dann aber trotzdem gepackt. Die Story ist es nicht (Cornelia, die immer wieder grimmig hinter Pfösten hervorguckt, und wenn der Film so tut als wär Vermeer, der Larry Flint des 17.Jh. gewesen). Auch Colin Firth ist ausruckslos wie weisses Papier. Aber das ganze drumherum. Wenn sie das Festessen zubereiten, den gefrorenen Fluss aufbrechen, die Gänse durchs Bild wackeln und sogar der Hund niedlich aussieht. Die Welt, in die der Film eintaucht, war faszinierend schön und wie sich Scarlett Johansson als Griet langsam in die Wissenschaft einarbeitet, das fand ich wirklich toll.

Nach dem Film will man mehr Vermeer!
Und bekommt es hier:
http://essentialvermeer.20m.com/

rm's Wertung: 5.0 Sterne


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Girl with a Pearl Earring (2003)
Bewertung: 4.1 (41 Bewertungen)
4.1 Sterne » BewertenGirl with a Pearl Earring (2003)4.1428641

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