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Beitrag Männer wie wir

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Männer wie wir oder: Manndecken ist tuffig!


Deutschland ist schwul. Neee, ist nicht von mir, der Satz. In der grossen Tageszeitung mit den vier noch grösseren Buchstaben stand das mal auf der Titelseite. Nachdem schon im (T)Raumschiff Surprise rumgetuntelt wurde, versucht Regisseurin Sherry Hormann den Spagat zwischen einer Fussballerkomödie und einer ernsten Angelegenheit. Und man mag ihr durchaus Talent für solche Aktionen zusprechen, auch wenn genau durch diesen Spagat der Film weder Fisch noch Fleisch ist.

Was anfänglich wie ein normale und durchschnittliche Komödie aus Deutschland anfängt, wird mit der Zeit richtig spassig. Zwar sind natürlich die schwulen Mitmenschen hauptsächlich in dunklen Klubs zu finden, wo alle Lederklamotten tragen und auch sonst wird praktisch kein Klischee ausgelassen, aber der Film mag durchaus eine Zeit lang unterhalten. Nur dumm, wenn nach fünf Minuten im Film jedermann sich lang und breit ausmalen kann, wie es schlussendlich enden wird. Jaja, auch ich konnte gegen Ende nur gähnend im Kinosessel sitzen und zu mir selber sagen: "Habs ja gewusst."

Schauspielerisch sind die meisten Gesichter Neuland. Eindruck macht höchstens der Darsteller des Ecki, der wirklich mit Energie an der Sache gewesen zu sein scheint. Der Rest der tuffigen Truppe ist austauschbar und folgt so ziemlich jeder Vorstellung eines Vorzeigeschwulen. Leider. Bekannte Gesichter hats auch noch ein paar, allerdings bleiben allesamt dezent im Hintergrund. Bis vielleicht auf Rolf Zacher, der seiner Figur wenigstens ein bisschen Tiefe vermittelt und dem die letzte Szene des Filmes gehört.

Fazit: Männer wie wir ist harmlos, vorhersehbar und nur bedingt lustig. Zwar ist das Potential absolut vorhanden und teilweise sind die einzelnen Szenen recht sympathisch, aber als Ganzes mag der Film nicht überzeugen. Mich auf alle Fälle nicht. Fussball wird auch nur recht wenig gespielt und die Hintergrundgeschichte sowie die Probleme mit dem Outing einzelner Figuren, sind langweilig und unnötig. Zwar hab ich erst gegen Ende meine Anfall von "auf-die-Uhr-schauen" bekommen, aber auch vorher wird kaum ein Zuschauer von einem solch seichten Filmchen über ein eigentlich recht witziges Thema von den Sesseln springen.

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muri's Wertung: 3 Sterne

das klingt mir eher nach einem sonntag-abend-Pro7-Film!!!
sowas gehört ins FreeTV , nicht ins kino..
sowas werd ich auf keinen fall schauen

d.leibundgut's Wertung: Noch nicht bewertet

Was ist der Unterschied zwischen Siegfried und Roy und den Schumacher-Brüdern?
Der Gesichtsausdruck, wenn du ihnen hinten reinfährst.

Wohin fliegt der schwule Adler?
Zu seinen Horst!

"Männer wie wir" ist ein Fussballfilm, der in Dortmund spielt. Damit ist erstens schon mal sicher gestellt, dass alle für den richtigen Verein sind - den BVB. Zweitens ist der Hauptdarsteller ein Fussball spielender Bäcker - wie Klinsmann. Und mit dem Jürgen als Bundestrainer würde sogar ich der deutschen Fussballnationalmannschaft einen Titel gönnen. Drittens kommt in dem Film auch eine Krankenschwester vor. Das macht noch keinen guten Film aus, aber man ist schon mal auf gutem Weg.

Klar ist das Ding voraussehbar wie die Aufstellung der Nati von Roy Hodgson. Aber das war bei "Bend it Like Beckham" auch nicht anders. Aber was der Geissbock-Fan Muri von "weder Fleisch noch Vogel" schreibt... Der Film will nie eine "ernste Angelegenheit" sein, sondern reine Komödie. Trotz Coming-Outs. Und das macht er toll. Das Westfalenstadion im Kino zu sehen ist schön. Die grossen und die kleinen Fans sind nett dargestellt. Schwule gibts von jeder Sorte einen, sogar brasilianische. Die Hetis werden derweil von Lisa Maria Potthoff umsorgt, der süssen Krankenschwester. "Männer wie wir" haut dir nicht gerade die Stollen raus, gehört aber sicher mit zu den witzigsten deutschen Komödien in diesem Jahr. Das hätte beim Thema Fussball UND "Schwul sein" mit einer Frau auf dem Regiestuhl leicht ein Eigengoal werden können.

Schade. Der Film lief heute zum letzten Mal in der Deutschweiz im Kino. RTL hat aber mitproduziert. Also freue ich mich schon auf die TV-Premiere.

rm's Wertung: 5.0 Sterne

Ist zwar kein Meisterwerk, doch diese Fussball/Schwulen-Komödie hat Charme und Witz. Alle, die aktiv Fussball spielen, haben sicher schon einmal den Satz "Nicht so ein schwules Schüsschen!" gehört. Dieses Vorurteil wurde in diesem Film witzig aus dem Weg gewischt. Fehlt es zwar manchmal an der Logik (Ecki hält den Elfer am Ende doch sehr dramatisch...(und als aktiver Torwart weiss ich: Kein Stürmer würde da einfach stehen bleiben und zuschauen)), ist es ein schöner Emanzipationsfilm über eine Volksschicht, die Fussball traditionell nichts verloren hat.

Da passt der Satz: "Jeder 10. Mann ist schwul. Da muss doch die Bundesliga voll mit Tunten sein!"

Jedenfalls geht der Film mit viel Witz an das heikle Thema heran, was ich persönlich sehr gut finde.

Und, rm, um dein Witzzitat zu vervollständigen:

"Woran erkennt man einen schwulen Schneemann?
Die Karotte steckt ihm im Arsch!"

El Chupanebrey's Wertung: 4.0 Sterne


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