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Beitrag The Motorcycle Diaries - Diarios de Motocicleta

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The Motorcycle Diaries - Diarios de Motocicleta oder: Als Che noch Fuzer genannt wurde


Es gibt viele Filme, die von einem Sommer berichten, der für den Helden ein einschneidendes Erlebnis darstellt. Man nennt sie "Coming of Age"-Filme und am Ende labert der oder die HauptdarstellerIn aus dem Off etwas wie "Diese Sommer hat mein Leben verändert" oder "Ich werde nie mehr so sein wie früher". Genau so ein Film ist Diarios de Motocicleta von Walter Salles (Central Station). Mit dem Unterschied, dass es sich nicht um die Geschichte von irgendjemanden handelt, sondern von den jungen Jahren des Posterboy der 68er-Generation Ernesto "Che" Guevara erzählt und an die schönsten Orte Perus, Chiles und Argentiniens führt.

Südamerika bietet wunderschöne Landschaften und unterschiedliche Klimata. Es wäre ein Verbrechen, wenn man den Machu Pichu, Cuzco, die Atacama Wüste und das Amazonasgebiet nicht mit der Kamera einfangen würde. Wer schon dort war, wird im Kino wunderbare Wierderkennungsmomente haben und sich darüber freuen können, dass es dort immer noch so aussieht wie vor fünfzig Jahren.

Ansonsten ist der Film zweigeteilt in die lustige Töff-Reise zweier dauerspitzer Latinlovers in der ersten und die etwas nachdenklichere Befassung mit sich und seiner Umwelt in der zweiten Hälfte, die irgendwie nicht so richtig zusammenpassen wollen. Zu Beginn schlagen sich die zwei Abenteurer ohne Geld schlitzohrig durch den Kontinent und vor allem Granado hat immer nur die nächste Dorfschönheit im Kopf und schummelt sich mit Lügen durchs Leben. Guevara hingegen verkörpert den Gutmenschen: grundehrlich, attraktiv, bescheiden und gebildet. Sein einziges Makel sind seine asthmatischen Anfälle, die sich aber blendend einbinden lassen in eine mythische Heldenbildung, zu welcher der Film gegen Ende verkommt. Schon früh wird angedeutet, dass es sich bei Guevara um einen Menschen handelt, der zu besserem bestimmt ist. Guevara kann und will im weiteren Verlauf die Augen nicht verschliessen von dem Elend, das ihm auf seiner langen Reise begegnet: Leprakranke, ausgebeutete Minenarbeiter und von den spanischen Kolonialisten erbaute Städte wie Lima. Diese Episoden des Leidens werden oft mit Guevaras eigenen Worten aus den Briefen an seine Mutter kommentiert. Sie erklären aber nicht zwingend, warum der Mann später zum marxistischen Guerilla-Kämpfer wurde.

Die Idee sich mit Ernesto Guevara auseinander zusetzen bevor er zu "Che" wurde ist an sich interessant. Da die Bilder des Leides aber geschmacklich abgestimmt werden müssen mit den schönen Landschaftsaufnahmen kommt dabei nur ein schön anzusehender Film heraus, der unkritisch die Legende um Che Guevara erweitert. Vielleicht wäre es besser gewesen, man hätte den Film nicht nur auf den eigenen Erinnerungen von Ernesto Che Guevara und Alberto Granado basiert, deren Bücher die Grundlage für die Verfilmung bilden.

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rm's Wertung: 3 Sterne

ein sehr schöner und romantischer Film, das Beste in letzter Zeit eine gute Abwechslung zu alldem Hollywood-scheiss

[Editiert von 'jack16' am 12 Okt 2004 22:48:48]

Jack16's Wertung: 5.0 Sterne

Dieser Film ist sehr eindrücklich und schildert die Zeit von Fuzer wo er sich selbst neu kennenlernt und am Ende zum Revoluzzer wird. Neben sachlich wertvollem Inhalt bietet der Film auch wunderschöne Landschaftsbilder aus Südamerika, so dass es mich ein wenig reizt dieses Land auch mal so zu bereisen. Dieser Film ist HOT! }:)

Nyle's Wertung: 6.0 Sterne

die landschaftsbilder sind einmalig und es ist interessant auch mal "die andere seite" von che zu sehen.
wieso sollte dieser film erklären warum guevara zu einem marxistischen guerilla-kämpfer geworden ist? das würde die ganze atmosphäre des films zusammenfallen lassen... zudem geht es ja nur um seine und granados reise durch das weite südamerika.
mir gefiel der film jedenfalls so wie er ist. ich fände es total unpassend, wenn man dabei noch auf die zukunft von guevara hinaus wäre.

splendora's Wertung: 6.0 Sterne

Was mich vor dem Streifen abschreckte, war die Aussage, dass man den Film etwas 'komunistisch entschärfen' musste, da er sonst in den USA gefloppt wäre...

Markus' Wertung: Noch nicht bewertet

Wunderschöner Film mit beschwingender Musik, spannender Thematik und sehr guten Darstellern. Diarios de Motocicleta kommt ohne allzu viel Schnickschnack aus und geht einem in einigen Szenen echt zu Herzen. Zwar hängt der Film im Mittelteil kurzzeitig etwas durch, aber ansonsten habe ich wirklich schöne, aber auch melancholische zwei Stunden verbracht.

El Chupanebrey's Wertung: 5.0 Sterne


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