Forum Movies - Reviews: DVDs & Blu-rays

Beitrag Troy

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Troy oder: Also, dass die das nicht gemerkt haben.....


200 Mio. Dollar Budget, opulente Schlachten, grosse Schauspieler und noch grössere Filmfiguren. So präsentiert sich Wolfgang Petersen's Troy. Schlachten, ähnlich wie in Lord of the Rings werden geschlagen, Blut spritzt, böse Kriegsherren werden gehasst und schöne Helden werden angeschmachtet. So muss grosses Kino sein und der Fan alter, griechischer Geschichten kommt hier voll auf die Kosten.

Obwohl die Geschichte bekannt ist, verschwindet sie eigentlich fast vollkommen neben den einzelnen Figuren und deren Bestimmung. Vor allem die Figuren von Hector und Achilles sind tragisch und halt so richtig klassisch. Da ist Hector. Ein grosser Krieger, Stratege, Familienvater, der im Krieg einen einzigen Fehler macht und somit den Zorn des unbesiegbaren Achilles auf sich zieht, den er dann vor den Toren Trojas Auge in Auge gegenüberstehen muss. Da ist Achilles. Der beste Kämpfer Griechenlands. Schön, stark, kämpferisch wie ein Löwe und innerlich zerrissen, ob der Suche nach Rum oder der Liebe zu einer schönen Frau. Dieses Duell und noch viele weitere Schicksale einzelner Figuren macht Troy zu einem überzeugenden, langen und (für mich) ganz starken Film.

Die Schauspieler sind ebenfalls absolut überzeugend. Brad Pitt (ganz stark als Achilles), Brian Cox (als verhasster Kriegstreiber ein Wahnsinn), Peter O'Toole (der Altmeister darf leiden, wie kein Zweiter), Eric Bana, der Hulk (die eigentliche Überraschung des Filmes) oder auch Sean Bean (Boromir aus "Lord of the Rings" hat zwar wenige Auftritte, aber seine Listigkeit nimmt man ihm jederzeit ab). Der einzige, der abfällt, ist leider Orlando Bloom. Mag es an seiner weibischen Schönlings-Rolle liegen oder an seinem bedauerlicherweise hier faden und blassem Schauspiel. Seine Rolle des Prinzen Paris regte in mir praktisch vom ersten Auftritt an eine gewisse Wut und Aggressivitiät, die sie bis zum Schluss beibehalten konnte. Und dass ausgerechnet er am Schluss.......Ach, schaut's euch selber an....

Fazit: Troy ist grosses Kino, dem man die gekosteten Millionen ansieht. Grosse Schauspieler brillieren, die Schlachten sind aufwändig, die Story dramatisch und sehr gut. Und auch wenn der Film 160 Minuten geht, kam bei mir nie Langweile auf, sondern ich konnte gebannt während der ganzen Zeit auf den heimischen Bildschirm starren. So muss grosses Kino sein, für solche Filme gibt es grosse Leinwände. Punktabzug gibt's für Orlando Blooms Leistung und für die Tatsache, dass man die griechische Mythologie und deren Götter doch recht aus der Geschichte draussen liess. Denn wer das "Original" kennt, der wird hier ab einigen Szenen doch recht überrascht sein.

Die DVD kommt schön ausgerüstet daher und kann mit vielen Extras aufwarten. Wie wurden Kampfszenen geübt? Wie trainiert man das? Wie geht man mit einem Speer um? Das alles wird in Im Eifer des Gefechts ausführlich erzählt. Bei einem Film, der in der Vergangenheit spielt, ist natürlich die Authenzität besonders wichtig. Weniger von der Geschichte selber (da haben wir hier ein perfektes Beispiel vor uns), sondern von den Bauten, Kulissen und Ausrüstungen her. Von Ruinen zur Realität beantwortet alle Fragen zu diesem Thema. Natürlich sind Spezialeffekte ebenfalls behandelt. Ihnen wird in Eine Odyssee der Effekte ein eigenes Kapitel gewidmet, dass den Zuschauer bald mal auf den Boden der Realität bringt. Denn was das Filme machen etwas mit Zuschauer täuschen zu tun hat, wird hier untermauert.

In Galerie der Götter werden einige recht interessante Geschichten über die griechischen Olympbewohner erzählt. Leider gibts keine bewegten Bilder zu den einzelnen Figuren. Der US-Kinotrailer schliesst die Extra-DVD ab und lässt den interessierten Zuschauer absolut befriedigt zurück. Mir erging es jedenfalls so.

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muri's Wertung: 5 Sterne

Zu diesem Thema wurden insgesamt 20 Beiträge geschrieben.
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Troy hat mich leider eher ein wenig enttäuscht. Vor allem, weil Brad Pitt eine totale Fehlbesetzung ist und mich als Achilles nicht überzeugen konnte. Auch Horners hingeschluderte Musik nimmt dem Film viel "monumentum" weg.

Auf der positiven Seite war jedoch Eric Bana sensationell als Hector und der Mano a Mano Kampf wirklich gut choreographiert.

ma's Wertung: 3.0 Sterne

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Tja, ich muss wirklich zugeben, dass mich Troy überrascht hat. Erwartet habe ich nicht sehr viel von einem solchen Hollywoodspektakel und dann erst noch mit Petersen am Ruder. Aber Troy ist wahrlich gutgezimmerte Unterhaltung und macht Spass zum Gucken (so richtig zum Abschalten eben).

pb's Wertung: 4.0 Sterne

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Zitat pb (2004-09-30 18:18:34)

Aber Troy ist wahrlich gutgezimmerte Unterhaltung und macht Spass zum Gucken (so richtig zum Abschalten eben).

Meine Worte ;) .

Hellseeker's Wertung: 4.0 Sterne

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Zitat ma (2004-09-30 15:56:12)

Auch Horners hingeschluderte Musik nimmt dem Film viel "monumentum" weg.

Traurig aber wahr...dabei war der Score von Yared um soviel besser. :(

[Editiert von 'goodspeed' am 01 Okt 2004 00:52:56]

goodspeed's Wertung: Noch nicht bewertet

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Im trojanischn Ross ist übrigens noch ein Easter-Egg versteckt!

ma's Wertung: 3.0 Sterne

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Der Score hat mich auch enttäuscht. Was ist dort genau falsch gelaufen?

sj's Wertung: 5.0 Sterne

falsch gelaufen ist insofern, als dass man Gabriel Yareds Musik, der während Monaten am Score arbeitete, trotz Petersens andauernden Lob und Preis von den Mächtigen als zu "altmodisch" empfunden wurde. Yared wurde rausgeschmissen, Horner hatte irgendwie knappe 10 Tage Zeit um was hinzuwerkeln (und das ist schon eine Leistung).

Sein Score ist nicht mal so schlecht, angesichts des Zeitdrucks. Definitiv ins Fettnäpfchen tritt er aber mit dem "Gladiator-Geseusel", das einem inzwischen einfach nur noch auf die Nerven geht.

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Zitat pb (2004-11-05 06:53:29)

Sein Score ist nicht mal so schlecht, angesichts des Zeitdrucks. Definitiv ins Fettnäpfchen tritt er aber mit dem "Gladiator-Geseusel", das einem inzwischen einfach nur noch auf die Nerven geht.

Das und die ewig selben Trompetentöne aus Perfect Storm, Enemy at the Gates et al.

tadedidaaa...

ma's Wertung: 3.0 Sterne

genau genommen sind es die "ewig gleichen" aus Willow... ;)

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Troy war genial (imho)...Man wollte den Film ohne die Götter machen. Ok, macht sinn und die Geschichte (ja, ich hab Ilias gelesen) würde wohl so aussehen, wenn keine Götter dagewesen wären...

Die Schlachten sind sauber gemacht und man ist wirklich hin und hergerissen bei der Bestimmung wem man jetzt helfen soll

Markus' Wertung: 5.0 Sterne

der film an und für sich ist wirklich genial, aber mir sind die schauspieler etwas zu schön, alle sind perfekt gestylt, kein krummes haar und immer schön sauber und teilweise haben die leut schon designer-klamotten an (allenvoran brad pitt in seinem Mantel). da sind mir filme wie gladiator oder bravehart wo männer noch kämpfen und keine choreografie kampfeinlagen machen lieber.

Achilles30's Wertung: 5.0 Sterne

Troy - teilweise kann Liebe wirklich schmerzhaft sein...

So ein weiterer Sandalenfilm etwas oppulenter und mit grösserem Budget, denkt man. Dachte auch ich und erwartete eher eine lasche Version von Gladiator. Einerseits wurde ich bestätigt und anderserseits irrte ich mich auch.

Die Geschichte ist ja Weltbekannt, der ewige Kampf zwischen den Trojaner und den Griechen. Sieben Mal wurde Troja in einzelteile zerlegt und wieder aufgebaut. Doch wie begann das alles, was löste den Krieg aus. Ein naiver Prinz genannt Paris, nein nicht das nervende Partybunny von Übersee, sondern Paris von Troja, der gegen aller Warnungen, Helen von Sparta nach Troja entführte und somit den Krieg auslöste.

Naja ansich eine gute Voraussetzung für ein Hystorienfilm. Welche im grossen und ganzen auch genutzt wurden, doch es gibt trotzdem mehrere Punkte welche den ganzen Spass etwas verderben. Aber heben wir das für später auf und betrachen erst einmal die offensichtlichen Punkte.

Der Film hatte ein grosses Budget und das wurde auch ausnahmsweise gut eingesetzt. Keine übermässigen Special Effects Orgien welche die Story ersäufen sondern taktisch eingesetzt um die Szenen zu erweitern. Was allerdings bei Lord of the Rings perfekt funktioniert hatte, wirkt bei Troy eher unfertig. Nicht nur die Schiffe wirken teilweise sehr ins Bild hineingeschnitten sondern allgemein sind die übersichtszenen eher unscharf.

Ein weiteres ist, dass bei den Kämpfen die Kameraführung teilweise enorm schlecht ist, und jede Übersicht raubt. Wenigstens ist und der Schnitt ist im Sekundentakt wie bei Riddik. Dazu kommt noch, dass sich die Soldaten Achilles beinahe auf dem Silbertablett präsentieren und eher zum abstechen einladen als sich wehren. Das ist auch mein erster grosser Minuspunkt. Brad Bitt, als Achilles, der Ruhmgeile Krieger, der vor nichts und niemanden Respekt hat und alles tut damit sein Name in die Unendlichkeit weiterhallt. Nach diesem Film hatte ich Brad Pitt endgültig gesehen für ein paar Monate.

Der zweite war Paris, gespielt von Babyface Numero Uno: Orlando Bloom, der in dem Film mit seiner kotznaiven Art genauso stört und deplaziert wirkt wie Achilles. Das gipfelte ja vorallem bei dem Duell, das ja nur noch Peinlich war. Hector, der Bruder von Paris, im Gegensatz überzeugt in seiner Art genau so wie er sollte. Edel, kontrolliert und berechnend. Was ich viel sympatischer macht als der Arrogante Achilles.

Was auch noch stört aber das ist wohl eher meine Meinung, das ewige gequatsche über die Götter und die Meinung der Trojaner, nur weil sie gesegnet sind von den Götter, dass sie unberührbar sind. Hätte man ruhig noch mer zusammenstreichen können, wenn man schon das ganze Griechische Mythologie weggelassen hat, dann hätte es auch nicht gefehlt wenn man das nicht noch mehr zusammengestrichen hätte.

Die Frauen kommen in diesem Film sowieso etwas Kurz und sind nur mit 2 mal wirklich vertreten und haben eher die Funktion als Dekoration als mit wirkliche Rollen.

Wie auch immer, viele Sachen die auffallen und viele Qualitäten. Doch letztendlich geht es um die Schlachten und die sind sehr Gewaltig inszeniert und machen auch einen Heidenspass. Wenigstens macht der Film nicht den Fehler eine Partei zu verfluchen, was es dem Zuschauer etwas schwer macht sich für eine Seite zu entscheiden, da beide Parteien beinahe gleichviel Filmzeit haben wie die anderen.

Fazit: Monumentales Hystorienfilmchen mit grossen Schlachten, meistens überzeugenden Schauspieler einem etwas laschen Soundtrack und ein Ende das trotz allem etwas deprimiert und einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt,

db's Wertung: 5.0 Sterne

@skynet nette review. Aber erklär mir doch mal das Wort "Fummlig" :-)

ma's Wertung: 3.0 Sterne

Das Königsbeispiel ist die Serie 24 es wackeld herum wie nix, kann das Bild nicht ruhig halten. Kam mir bei den Schlachten so vor, vorallem bei den wilden 2 Kampfszenen das sie die Kameras etwas unkoordiniert bewegten. Da vermisste ich die choreographie von Matrix, wo die Kampfszenen beinahe wie ein Tanz inszeniert waren.

Das haben sie ja dann bei dem Duel Achilles-Hector wieder geschaft. Das war genial dieses Duel.

ist somit deine Frage beantwortet?

db's Wertung: 5.0 Sterne

Der "normale" Film ist ja schon ziemlich gut, aber der Director's Cut kratzt schon fast an der Ausgezeichnet Marke!

Obwohl dieser eine halbe Stunde länger dauert, konnte der Regiesseur seine Wünsche in den Film einbringen und lässt diesen Film noch pompöser und kraftvoller erscheinen. War ja angeblich einer der aufwändigsten Director's Cut ever. Aber meiner Meinung nach lohnt es sich absolut diese Version mal zu anschauen. Es spritzt klar mehr blut rum, die Liebesszenen werden durch etwas mehr nackte Haut aufgepeppt und die Dialoge wurden zum Teil etwas erweitert. Auch wenn mir die Hintergrundmusik beim Kampf zwischen Hector und Achilles hier nicht so gut gefallen hat wie bei der Kinoversion. Aber alles in allem eine geniale Version.

Fazit: Troy ist ein extrem gut gelungener Streifen geworden der mit einem grossen Star-Ensemble trumpfen kann. Und wer die Gelegenheit hat, sich den Director's Cut reinzuziehen sollte dies unbedingt tun!

Die HD-DVD kann dann aber noch ziemlich viele Extras bieten. Auch eine Einführung von Petersen selbst ist dabei. Bild und Ton sind sowieso extrem gut. Prädikat Empfehlenswert! ;)

daw's Wertung: 5.0 Sterne

Zitat elgato88 (2008-08-08 08:23:11)

Der "normale" Film ist ja schon ziemlich gut, aber der Director's Cut kratzt schon fast an der Ausgezeichnet Marke!)]

wirklich? naja, also ausgezeichnet würd ich ihn ja jetzt wirklich nicht nennen. schon 4 sternli sind gut gemeint |)

[Editiert von pb am 2008-08-08 09:45:45]

pb's Wertung: 4.0 Sterne

Ich bin der Meinung, dass der Director's Cut von Troy den Film bei weitem nicht so stark verbessert, wie es derjenige von Kingdom of Heaven tut.

Arminius' Wertung: 4.0 Sterne

Zitat Arminius (2008-08-08 22:32:38)

Ich bin der Meinung, dass der Director's Cut von Troy den Film bei weitem nicht so stark verbessert, wie es derjenige von Kingdom of Heaven tut.

zustimmung.

pb's Wertung: 4.0 Sterne

So nun habe ich auch den Director's Cut gesehen. Ich finde die verlängerte Version besser.

Leider mangelt es beim Film nach wie vor sehr stark an der Geschichte. Petersen hat diese zu oberflächig erzählt. Wenn ich die Geschichte von Troja nicht gekannt hätte, wären hier locker fünf oder sogar sechs Sterne drin gelegen. Mir ist schon klar, dass man einen Zehnjährigen Krieg nicht in zweieinhalb Stunden präsentieren kann. Aber die andauernden Abweichungen zu Homer's Geschichte haben mich dementsprechend wütend gemacht. Ein anderer schwacher Punkt sind die Schauspieler. Bis auf Brad Pitt und Eric Bana spielen alle recht unmotiviert oder unglaubwürdig. Von Sean Bean hätte ich gerne noch mehr gesehen.

Die Machart dagegen ist Genial. Sehr pompös insziniert. Die Schlachtszenen hat man perfekt gedreht. Der Director's Cut ist noch intensiver, dramatischer und blutiger als die geschnittene Fassung. Der Film vermag eigentlich auch die ganze Zeit zu Unterhalten. Gelangweilt habe ich mich nie, ausser natürlich die ganze Zeit aufgeregt.

Der Längeren Fassung würde ich genau Vier Sterne geben. Die Probleme bleiben die gleichen. Es hat einfach zu wenig Tiefgang, es wird nach wie vor zu stark von der Story abgeweicht. Dafür sind die Schlachtszenen noch spektakulärer und härter.

Director's Cut: 4
Geschnittene Fassung: 3

()=()'s Wertung: 3.0 Sterne


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