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Beitrag The Dreamers

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The Dreamers oder: oh lala!


Bernardo Bertoluccis freizügiger Film als reines Abbild der 68er Generation zu bezeichnen, wäre wohl etwas vermessen. In erster Linie konzentriert sich der Film auf die Dreiecksbeziehung der Filmfreaks Matthew/Isabelle/Theo, nicht ohne hintergründig die 68er Bewegung zu tangieren. Dass Bertolucci die politische Dimension nicht als Aufhänger nimmt, tut dem Film sicher gut, das hätte den Rahmen ohne Zweifel gesprengt. So wie er aber an der Oberfläche kratzt, steht die Verbindung von Zeit und umbruchartigen Zuständen in einem properen Verhältnis zur Geschichte.

Mit viel Offenheit und in bemerkenswert schöne, reizvolle Bilder gefasst, zeigt der Regisseur die sexuellen Entdeckungen und Reisen des munteren Trios. Der prüde Amerikaner und das "offenherzige" (räusper) französische Bruder/Schwester-Verhältnis. Mit einem dezenten Hang zum Voyeurismus und einen Schritt weiter als blosse und plakative Erotik zeigend, wiegt der Film klar im Erwachsenensegment. nd hat das in ihrer Kinokritik passend so umschrieben: "schon gar nicht (für) Teenies (schamerfülltes Gekicher würde die Reihen erfüllen)."

The Dreamers ist ein passend unpassender Film für eine zügig schnell gewordene Zeit, in der jeder Hollywoodstreifen mindestens ein (billiges?) bauchfreies Mädel zeigen muss und sich die prüden Amis darob schon fast bekreuzigen. Hier würden so einige wohl in Ohnmacht fallen und fast wieder das Ende der Welt verkünden?! Bernardo Bertolucci hat einen feinen, nur vordergründig ruhigen Film geschaffen, der mit zu den besseren Überraschungen des Jahres gehört.

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pb's Wertung: 5 Sterne


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